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So funktioniert die Schiedsrichter-Bewertung

Jeder Fußballer, jeder Trainer und jeder Stadionbesucher hat es schon etliche Male getan: den Schiedsrichter bewertet. Doch was auf Deutschlands Amateurplätzen meist subjektiv und emotional geschieht, müssen die Schiedsrichterausschüsse von der Kreisebene bis hin zum DFB objektiv und sachlich angehen. Wie kann ein Schiedsrichter auf- und absteigen? Wie läuft eine Beobachtung ab und was beinhaltet ein Bewertungsbogen?

Wie verläuft der Einstieg in den Schiedsrichterbereich?

Bevor ein Schiedsrichter Fußballspiele leiten darf, muss er zunächst eine Theorieprüfung ablegen, in der seine Regelkenntnisse überprüft werden. Sobald ein Schiedsrichteranwärter diese Hürde gemeistert hat, folgen die ersten Spieleinteilungen im Juniorenbereich. Um die Schiedsrichterneulinge behutsam an ihre Aufgabe heranzuführen, werden sie einige Male von einem erfahrenen Schiedsrichter begleitet. Mit nützlichen Tipps sollen sie ihren unerfahrenen Kollegen den Übergang von der Theorie in die Praxis erleichtern.

Wenn ein Neuling dann als Talent ausgemacht wird, gerät er in den Fokus. Sofern er weiterhin durch seine sportliche Leistung überzeugt, besteht zu Beginn der Schiedsrichterlaufbahn die Möglichkeit, sehr schnell aufzusteigen.

Wie wird bei Schiedsrichtern über Auf- und Abstiege entschieden?

Auch im Schiedsrichterbereich findet jede Saison ein Wettbewerb statt, der dem regulären Ligabetrieb ähnelt. In den unteren Klassen werden die Schiedsrichter drei bis vier Mal beobachtet. Je höher die Liga, desto häufiger werden Beobachtungen durchgeführt - ab der Regionalliga sogar bei jedem Spiel. Auf der Grundlage dieser Bewertungen erstellt die zuständige Organisation ein Ranking aller Schiedsrichter. Auf der Kreisebene übernimmt dies die Schiedsrichtergruppe, auf der Bezirksebene der Bezirks-Schiedsrichterausschuss, für die Verbands- und Oberligen ist der Verbands-Schiedsrichterausschuss und für die Regionalligen der jeweilige Regional-Schiedsrichterausschuss zuständig. Bundesliga, 2. Bundesliga, die Frauen-Bundesliga, die 2. Frauen-Bundesligen, 3. Liga und die Junioren-Bundesligen fallen in den Zuständigkeitsbereich der DFB-Schiedsrichter-Kommissionen Elite bzw. Amateure.

In ihren Entscheidungen über Auf- und Abstiege berücksichtigen diese Ausschüsse zum einen natürlich die sportliche Leistung der Schiedsrichter, aber auch die Anzahl der Fortbildungen, an denen die potentiellen Aufsteiger teilgenommen haben oder die Perspektive, die ein Schiedsrichter aufgrund seines Alters besitzt. Theoretisch besteht für einen Schiedsrichterneuling durch diesen Aufstiegsmodus die Chance, in sieben bis acht Jahren in die Bundesliga aufzusteigen. Vorausgesetzt, er zeigt überragende Leistungen und nimmt in jeder Saison eine Platzierung an der Spitze ein.

Wie läuft die Beobachtung eines Schiedsrichters ab?

Durchgeführt werden die Beobachtungen meist von ehemaligen Schiedsrichtern, die neben einer guten Regelkenntnis und den Besuch von Fortbildungen zusätzlich über pädagogische und analytische Fähigkeiten verfügen. Wechselnde Beobachter sorgen für eine möglichst objektive Beurteilung. Um den Schiedsrichter umfassend zu bewerten, deckt eine Beobachtung alle wichtigen Bereiche ab. Deshalb wird nicht nur die korrekte Regelanwendung und das Fußballverständnis kritisch beäugt, sondern auch das Auftreten und die Persönlichkeit des Schiedsrichters, sowie seine körperliche Verfassung. Im Anschluss an das Spiel findet eine kurze Besprechung statt, in der die Schlüsselsituationen aufgearbeitet werden. Eine schriftliche Auswertung erhält der Schiedsrichter einige Tage nach dem Spiel in Form eines Bewertungsbogens.

Was beinhaltet ein Bewertungsbogen für Schiedsrichter?

Die Bewertungsbögen unterscheiden sich von Landesverband zu Landesverband in Nuancen. Inhaltlich decken jedoch alle Bögen die gleichen Bereiche ab. Der DFB führt sieben Kategorien auf, um seine Schiedsrichter zu bewerten:

  • Beschreibung des Spiels
  • Regelanwendung, Regelauslegung, Spielkontrolle, taktisches Verhalten
  • Disziplinarkontrolle / Anzahl der persönlichen Strafen
  • Persönlichkeit, Körpersprache, Umgang mit Spielern und Offiziellen (Bank)
  • Körperliche Verfassung und Stellungsspiel
  • Zusammenarbeit mit den Schiedsrichterassistenten
  • Zusammenfassende Bemerkungen und Verbesserungsvorschläge

Zusätzlich beschreibt der Bogen die Leistung der Assistenten und des Vierten Offiziellen. Da der Großteil des Bogens als Fließtext ausgefüllt wird, entsteht eine sehr detaillierte und individuelle Beschreibung der Schiedsrichterleistung. Für das Ausfüllen der Bögen benötigt ein Beobachter deshalb jedoch auch zwei bis vier Stunden, ehe er seinen Bericht mit einer Note abschließt. Der Bogen wird von dem Verantwortlichen in der zuständigen Organisation auf seine Schlüssigkeit geprüft, bevor er dann für den Schiedsrichter und seine Assistenten freigegeben wird. Beobachtungsbericht und Note sind vertraulich und bleiben in der zuständigen Organisation.

So sieht ein unausgefüllter Bewertungsbogen aus

Wie entsteht die Note?

Der zentrale Bestandteil des Bewertungsbogens ist die Note. Sie stellt die Zusammenfassung der Einzelrubriken dar und besitzt bei der Entscheidung über einen Aufstieg das meiste Gewicht. Die Bewertungsskala reicht in den meisten Fällen von 7,0 (schwache Leistung) bis 10 (hervorragende Leistung). Eine Note, die unterhalb einer 7,0 liegt, drückt eine ungenügende Leistung aus, wird jedoch nur in Ausnahmefällen vergeben. Ein entscheidender Faktor für die Notengebung ist der Schwierigkeitsgrad des zu leitenden Spiels. Teilt der Beobachter die Partie als normales (Kategorie 1) oder schwieriges (Kategorie 2) Spiel ein, kann der Schiedsrichter die Höchstnote nicht erreichen. Diese Möglichkeit besteht nur dann, wenn ein sehr schwieriges Spiel (Kategorie 3) zu leiten war.