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Szarka: "Stützpunkttraining hat mir einen Schub gegeben"

"Er wird auch aus diesem Spiel die richtigen Lehren ziehen", ist sich Damir Dugandzic sicher. Der DFB-Stützpunktkoordinator im Bereich des Badischen Fußballverbandes verfolgt den Weg von Robin Szarka schon lange. So auch den ersten Auftritt in der Startelf von 1899 Hoffenheim gegen den VfL Wolfsburg im September 2013. Szarka hatte es auf seiner linken Abwehrseite mit dem pfeilschnellen Vierinha zu tun, der ihn das ein oder andere Mal vor Probleme stellte. "Für ein Startelf-Debüt war es trotzdem okay", so Dugandzic. "Robin wird sich schnell an das höhere Niveau der Bundesliga gewöhnen. So wie er es bisher immer getan hat."

Der Weg von Robin Szarka beginnt beim ASV Feudenheim, wo der gebürtige Mannheimer das Fußballspielen unter seinem Vater lernt. Noch während er im Dorfverein kickt, werden die Talentspäher auf ihn aufmerksam. Ab 2001 trainiert er zusätzlich beim DFB-Stützpunkt Leutershausen. Ab 2003 dann noch einmal für zwei Jahre in Pfingstberg. Hier gibt es ein "Wiedersehen" mit Vater Szarka, der dort zehn Jahre als Stützpunkt-Trainer tätig war. "Das war einerseits sehr schön, andererseits wurde ich natürlich ein bisschen mehr beäugt", erzählt der heute 22-Jährige.

"Training auf höchstem Niveau"

Durchweg positive Erinnerungen hat Szarka, wenn er an seine Zeit in den Stützpunkten zurückdenkt. "Hier trafen sich die besten Spieler des Rhein-Neckar-Kreises. Das Training auf höchstem Niveau und die individuelle Arbeit haben mir einen unglaublichen Schub gegeben." Viel Wert auf Details wurde in den Einheiten gelegt. An einzelne Übungen zum Passspiel, für die Ballan- und mitnahme oder an diverse Finten erinnert sich Szarka heute noch.

Der Aufwand lohnt sich. Mit 13 wechselt er zum VfL Neckarau und ist damit zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Noch heute sprechen sie über den 91'er Jahrgang von einer "Goldenen Generation" in Neckarau. Die damaligen B-Junioren werden Verbandsligameister, steigen auf und gewinnen "fast jeden Pokal, den es zu holen gab", erinnert sich Szarka. Das bleibt in der Region nicht unbemerkt. 2007 wechseln gleich sieben Spieler von Neckarau zur TSG 1899 Hoffenheim, unter anderem Marco Terrazzino (aktuell: SC Freiburg), Manuel Gulde (Karlsruher SC) und Pascal Groß (FC Ingolstadt).

Das erleichtert die Eingewöhnungszeit. Die Hoffenheimer B-Junioren werden dank der nachbarschaftlichen "Unterstützung" in der ersten Saison Deutscher Meister, in der darauf folgenden holen sie den DFB-Junioren-Vereinspokal in Berlin. Danach trennen sich die Wege der "Goldenen Neckarauer Generation". "Manche haben woanders ihr fußballerisches Glück gefunden, ein paar haben andere Wege eingeschlagen", so Szarka. Einer hat es bei Hoffenheim gepackt.

Enges Verhältnis zu Trainer Markus Gisdol

Den Grund dafür sieht Szarka auch im Trainer Markus Gisdol. "Vor seinem jetzigen Engagement habe ich bereits ein Jahr bei den Amateuren unter ihm gespielt. Er kennt mich und weiß, wo meine Stärken liegen." Als klar ist, dass Gisdol die Profis übernimmt, zieht er Szarka von den Amateuren nach oben. Dieses Vertrauen ermutigt den Linksverteidiger dazu, seinen Vertrag in Hoffenheim bis 2015 zu verlängern. "Ich weiß, dass wir Jungen unter Markus Gisdol unsere Chancen bekommen werden."

Chance eins nutzte Szarka famos: Letzter Spieltag der Bundesliga-Saison 2012/2013. Hoffenheim steht vor dem Absturz in die 2. Bundesliga. In Dortmund muss ein Sieg her. 80.000 pfeifen die Kraichgauer bei jeder Ballberührung aus. Nach 45 Minuten führt der BVB 1:0. Wegen Gelb-Rot-Gefahr muss Gisdol Sebastian Rudy zur Halbzeit rausnehmen. Robin Szarka kommt zu seinem Bundesliga-Debüt. Mit dem damals noch 21-Jährigen siegen die Hoffenheimer in einem unglaublich spannenden Finale mit 2:1, erreichen die Relegation und bleiben schlussendlich in der Bundesliga. "Eines der schönsten Erlebnisse meines Lebens", sagt Szarka rückblickend. "Dass mir Markus Gisdol in diesem Spiel das Vertrauen geschenkt hat, zeigt, was für ein Trainer er ist."

Chance zwei folgte gegen Wolfsburg, das erste Mal von Beginn an. "Es lief nicht optimal, aber ich kann darauf aufbauen." Selbstkritisch setzt sich Szarka mit seinem Auftritt auseinander. Auch eine seiner großen Stärken. "Er ist vom Typ her nicht gefährdet, abzuheben oder den Kopf hängen zu lassen", sagt Damir Dugandzic. "Wenn diese Charaktereigenschaften mit denen eines tollen Fußballers gepaart werden, haben alle in der Ausbildung gute Arbeit geleistet." Vom Amateurklub, über den DFB-Stützpunkt bis zum Bundesligaverein.