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Elfmeter: So klappt's vom Punkt

Der Berliner Sportpsychologe Dr. Georg Froese ist Spezialist für Elfmeter und gibt wertvolle Tipps, wie Ihr vom Punkt sicher seid und worauf es beim Elfmeter ankommt. Ein guter Torschuss ist das Ergebnis eines gezielten Trainings. Doch kann man auch das Psychospiel Elfmeter trainieren? Dr. Georg Froese sagt: "Ja!"

Froese gewann den ersten DFB-Wissenschaftspreises mit seiner Doktorarbeit zum Thema "Sportpsychologische Einflussfaktoren der Leistung von Elfmeterschützen". Seit 40 Jahren gibt es den Elfmeter. Im Vergleich zum Fußball an sich ist das Elfmeterschießen eine noch junge Disziplin. Dabei liegt der Ball exakt 10,97 Meter, also 12 Yards, vom Tor entfernt. Ein platzierter Schuss, ein Tor. Klingt nach einer leichten Aufgabe, sollte man meinen. Sportpsychologe Froese sieht das anders: Für ihn ist der Elfmeter ein Zusammenspiel komplexer Faktoren.

Die Persönlichkeit des Schützen:
Während einer Elfmeter-Situation steht der Schütze unter dem enormen Druck des Wettkampfes. Wichtig für den Schützen in dieser Situation: Cool bleiben! Ein Spieler, der auch außerhalb des Platzes die Lage gut überblicken kann und möglichst viele Faktoren in seine Entscheidungen einbezieht, ist auch gut für einen Elfmeter geeignet. Wer dann noch Ruhe bewahren und abwarten kann, für welche Ecke sich der Torwart entscheidet, hat einen entscheidenden Vorteil.

Der beste Spieler ist nicht automatisch der beste Elfmeterschütze:
Welcher Spieler den Elfmeter schießt, sollte nicht nur von seinen fußballerischen Fähigkeiten, sondern auch von seiner "Wettkampfsängstlichkeit" abhängig gemacht werden. Je besser der Schütze mit der Drucksituation des Wettkampfes umgehen kann, desto höher ist seine Trefferquote. Außerdem entscheidet ein gutes Auge, um die sogenannten "Clues" zu erkennen und richtig zu deuten. Torhüter senden unbewusst Zeichen, in welche Ecke sie springen werden, beispielsweise durch ein angewinkeltes Sprungbein.

Typabhängig schießen!
Dr. Georg Froese unterscheidet zwei Elfmeter-Typen. Typ A schießt strategisch und torwartabhängig. Typ B schießt den Ball mit genauem Plan im Vorfeld, torwartunabhängig. Bei wichtigen Spielen sind die Schüsse erfahrener und taktisch versierter Spieler deutlich härter und unplatzierter. Getreu dem Motto: "Augen zu und durch" schießt der Spieler in eine zuvor ausgespähte Ecke und achtet kaum auf die Bewegungen des Torwarts (Typ B). Eine deutlich höhere Trefferquote hat der Schütze, der torwartabhängig schießt (Typ A). Er beobachtet den Torwart genau und hat die Fähigkeit sich noch im letzten Moment für die offene Ecke zu entscheiden. Wichtig ist, sich als Schütze für eine Schusstechnik zu entscheiden. "Kompromiss-Schüsse" werden oft pariert.

Platziert schießen!
Die Platzierung des Elfmeters spielt eine bedeutende Rolle. Schüsse in das obere Drittel des Tors treffen insgesamt häufiger das Tor als flache Schüsse. Elfmeterschützen wählen häufiger ihre natürliche Seite. Ein Rechtsfuß schießt lieber in die linke Ecke. Allerdings ist die Trefferquote auf der anderen Seite höher!

Training unter Wettkampfbedingungen
Am besten lässt sich der Elfmeter unter realen Bedingungen trainieren. Einfach eine Strategie auswählen - egal ob torwartunabhängig oder torwartabhängig - und gleich bei der nächsten Gelegenheit testen! Denn nur so baut sich der Druck ab und mit der Routine kommen auch die Sicherheit und das Selbstvertrauen, sich am Punkt zu behaupten.

Keine Angst vor den Konsequenzen
"Suche einen Spieler mit guter Schusstechnik aus, der wenig Angst vor den Konsequenzen hat." Der Druck sollte für den Schützen nicht zu groß werden, auch wenn viel für Eure Mannschaft auf dem Spiel steht. Schief gehen kann es immer. Immerhin treffen nur etwa 75 Prozent aller Elfmeterschüsse ins Tor. "Das ist für den Schützen eine befreiende Erkenntnis", sagt Froese. Aber besser nicht vom Negativfall ausgehen.