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Amateurstatistiken

Das Spiel lesen lernen!

Fußballer befinden sich während eines Spiels häufig in komplexen Situationen, in denen sie nur wenig Zeit haben, alle relevanten Dinge zu erfassen. Gute Spieler zeichnen sich dadurch aus, dass sie die vorhandenen Informationen besser und schneller wahrnehmen und verarbeiten können.


Das komplexe Spiel erfassen

Viele Spielsituationen erfordern, dass gleichzeitig Mitspieler, Gegenspieler, der Ball und die räumliche Position auf dem Feld im Blick behalten werden. Analysen von Blickbewegungen zeigen, dass erfahrene Fußballer Spielsituationen ‘lesen’, in dem sie das, was sie wahrnehmen, besser strukturieren und so Muster erkennen. Ein gutes Beispiel ist Mesut Özil, der durch eine schnelle Analyse der Positionen der gegnerischen Verteidiger in kürzester Zeit Muster ableitet und aufgrund dessen beispielsweise einen freien Raum bespielen kann. Absichten von Mit- und Gegenspielern lassen sich bereits anhand von kleinsten Hinweisreizen erkennen. Bei der Wahrnehmung spielen persönliche Vorerfahrungen und eigene Erwartungen eine große Rolle.


Wahrnehmung: besser, breiter und schneller

Wir halten fest: Ein Spieler muss eine Situation zunächst einmal richtig erfassen, um möglichst gut auf sie reagieren zu können. Hierzu ist auf der einen Seite das Erkennen von Mustern, auf der anderen Seite eine möglichst genaue Wahrnehmung wichtig. So nimmt die Schussgenauigkeit zu, wenn der Blick auf das Schussziel gerichtet ist. Und Finten beim Elfmeterschießen wirken sich weniger stark auf den Torwart aus, wenn dieser sich nicht auf den Anlauf, sondern auf den Moment des Fuß-Ball-Kontakts konzentriert. Hinzu kommt, dass auch Informationen aus dem seitlichen Blickfeld eine bedeutende Rolle spielen. Steht in der Peripherie ein Mitspieler frei, kann diese Wahrnehmungsleistung zu deutlich besserem Entscheidungsverhalten führen. Zusätzlich kommt es in vielen Spielsituationen auch noch auf eine möglichst schnelle Einschätzung der Situation an. Schnelligkeit wird vor allem dann erzielt, wenn es gelingt, Abläufe zu automatisieren.


Trainingsformen zur Verbesserung der Wahrnehmung

Organisation

  • Ein 15 x 15 Meter großes Feld markieren.
  • Die Spieler in Paare einteilen.
  • Pro Paar 1 Ball

Ablauf

  • Jedes Paar bestimmt einen Vorder- und einen Hintermann.
  • Der Vordermann dribbelt los und darf nach Belieben die Laufrichtung ändern (rechts, links, vorwärts, rückwärts), den Ball abstoppen oder jonglieren, Täuschungen einbauen oder das Tempo verschärfen bzw. drosseln.
  • Das andere Kind dribbelt unmittelbar hinter ihm und versucht, schnellstmöglich auf die Bewegungen des Vordermanns zu reagieren und diese möglichst genau zu imitieren.
  • Nach ca. 1 Minute wechseln die Spieler die Rollen und Aufgaben.

Organisation

  • Ein Jugendtor aufstellen.
  • Das Tor mit einem Torwart besetzen.
  • Dem Tor maximal 5 Schützen zuweisen.
  • Unter Umständen weitere Tore für die anderen Spieler aufstellen (alternativ Stangentore nutzen).

Ablauf

  • Bei diesem kleinen Spiel führen die Kinder Strafstöße aus.
  • Hierbei kommt dem Trainer eine besondere Rolle zu. Er soll den Spielern vorher eine Anweisung geben: „Achtet beim Schießen auf die freien Ecken!“ (So bitte nicht: „Achtet nicht auf den Torhüter!“)
  • Denn wenn man den Spielern sagt, dass sie auf etwas nicht achten sollen, wird die Aufmerksamkeit gerade genau dorthin gelenkt.
  • Je nach Leistungsniveau den Strafstoß auch aus 9 oder 11 Metern ausführen lassen.

Organisation

  • Ein Jugendtor aufstellen und mit Stangen Ecken von ca. 1 bis 2 Meter Breite (je nach Leistungsstand) markieren.
  • Vor dem Tor mit Hütchen einen Slalom errichten.
  • Spieler und Trainer postieren sich gemäß Abbildung.
  • Der Trainer hält 2 verschiedenfarbige Leibchen in der Hand.

Ablauf

  • Der erste Spieler beginnt und dribbelt durch den Hütchenslalom.
  • Nach dem Slalom und kurz vor dem Schuss hält der Trainer ein Leibchen hoch.
  • Bei einem gelben Leibchen soll der Spieler in die linke Torecke, bei einem grünen Leibchen in die rechte Torecke abschließen.
  • Je nach Leistungsniveau lässt sich diese Übung auch mit bestimmten Schusstechniken verknüpfen (z. B. Abschluss mit der Innenseite, der Außenseite, dem Spann etc.).
  • Da beim Dribbling der Blick auf den Ball gerichtet ist, wird hier die seitliche Wahrnehmung geschult.

Organisation

  • Ein 20 x 25 Meter großes Feld errichten.
  • Auf den beiden breiten Grundlinien je 2 Minitore aufstellen.
  • 2 Mannschaften à 4 Spieler bilden.
  • Einen weiteren neutralen Spieler (‘Joker’) im Feld postieren.

Ablauf

  • Freies Spiel der beiden Viererteams auf je 2 Tore.
  • Der ‘Joker’ spielt immer zusammen mit der ballbesitzenden Mannschaft und bildet so eine 5-gegen-4-Überzahl.
  • Achtung: Die Spielform ist intensiv, daher auf kurze Spielzeiten und ausreichend Pausen achten.

Variation

  • Mit 2 neutralen ‘Jokern’ spielen.

Hinweis

  • Sowohl die 2 Angriffsziele wie auch die Überzahl lassen für die Ballbesitzer vorteilhafte Situationen entstehen, die möglichst schnell erkannt und ausgenutzt werden sollen.


Durch kleine Regeländerungen, Anpassungen der Teamgrößen oder mehrere Angriffsziele lassen sich Situationen kreieren, in denen Spieler verstärkt ihr Umfeld scannen müssen, um erfolgreich zu sein!

Tipps und Hinweise zum Training der Kognition sind unter 'Themenverwandte Links' zusammengestellt.