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Mit Chip und App: Modernes Torschusstraining mit dem adidas Smart Ball

Der neue miCoach Smart Ball von adidas soll mit einer dazugehörigen App dabei helfen, Schusskraft und -technik zu verbessern. Der mit einem Sensor ausgestattete Ball liefert interessante Daten zum eigenen Schuss direkt auf das Smartphone. Die dazugehörige App wertet aus und bietet einige hilfreiche Tipps, die der Schütze beim Training beachten sollte. So sieht also das Eigentraining im Jahr 2015 aus! Wir haben ihn getestet.

Unboxing

Adidas liefert den knapp 200 Euro teuren Ball in einem sehr stabilem Karton, der seitlich aufgeklappt wird. Das erste Mal in der Hand fühlt er sich an wie ein gewohnt guter Matchball von adidas: gute Oberflächenstruktur, perfekt verarbeitete Panele und ein entsprechendes Gewicht.

Aufladen und miCoach-App

Zunächst müssen wir den Ball aufladen. Ungewöhnlich für einen Fußball, allerdings hat sich dies am Ende des Tests nicht als störend gezeigt, da die Akkulaufzeit wesentlich höher als die Ladezeit ist (eine Stunde laden für 2.000 Schuss). Der Ball muss in einer ganz bestimmten Position auf die Station gelegt werden. Bei unserem Test hat sich gezeigt, dass es hin und wieder etwas schwierig ist, den Ball richtig aufzulegen. Die angebrachten LED’s signalisieren den Ladestatus.

Während des Ladevorgangs laden wir die App „miCoach – Smart Ball“ im App Store herunter - die App ist allerdings nur für Apple iPhone, iPad sowie iPod touch zu beziehen. Andere Betriebssysteme werden nicht unterstützt.
Die App ist sehr klar und strukturiert aufgebaut. Zunächst müssen wir den Ball mit dem iPhone ‚pairen’. Bei anderen Geräten funktioniert das nicht immer reibungslos, allerdings nicht beim Smart Ball. Das ‚Pairing’ findet direkt in der App über ein simples Symbol statt, welches selbstständig den Smart Ball sucht und verbindet. Klappt mit unseren Testgeräten (iPhone 5s/iPhone 6) problemlos. Klasse, dann kann es ja losgehen!

Funktioniert es in der Praxis?

Die Schuhe sind geschnürt, wir können endlich loslegen. Das Prinzip ist kinderleicht: Wir wählen das Schussbein aus: rechts. Ein Klick auf das ‚Schießen’- Symbol in der Mitte und das Smartphone pfeift wie ein Schiedsrichter an. Wir müssen nicht mehr tun, als den Ball mindestens einen Meter hoch und zehn Meter weit zu schießen, damit die App verlässliche Werte liefert. Ich stelle mich einige Meter vom Ball entfernt breitbeinig auf und schnaufe durch. Natürlich werde ich den Ball wie mein Idol unter die Latte knallen. So zumindest der Plan. Tatsächlich wird es leider nur ein mäßiger Schuss, der rechts neben dem Pfosten einschlägt. Immerhin jubelt das iPhone.

Die Daten werden gesendet und wir bekommen auf dem Smartphone angezeigt, dass wir mit 89 km/h und 142 Umdrehungen pro Minute geschossen haben. Zudem können wir die grafisch dargestellte Flugkurve aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.
Generell besteht die Möglichkeit, einige Videos zur Ballbeherrschung anzusehen. Die Videos eignen sich gut zum Nachahmen, da sie zunächst schnell und dann in „Super-Slow“ ablaufen, haben allerdings mit der besonderen Fähigkeit des Balles nichts zu tun. Hier gibt es über das kleine ‚i’ am Bildschirmrand wieder nützliche Informationen zu Sinn und Zweck der Übung.

Schießen lernen

Uns stehen verschiedene Schussvarianten zur Auswahl: Power-Kick, Spin-Kick und Knuckleshots (der Cristiano Ronaldo-Effet-Schuss). Alle Schüsse werden in einer Statistik festgehalten, wodurch Verbesserungen schnell sichtbar werden. Dazu liefert die App sehr gute Erklärungen und Videos, wie die entsprechenden Schüsse auszuführen sind. So einfach in der Theorie, gestaltet sich die Praxis nicht ganz so leicht: Nun versuchen wir, ein paar Spin-Kicks durchzuführen. Nach den ersten drei Schüssen fällt auf, dass die Übung zum Ausdauertraining wird, da man dem Ball nach jedem Schuss hinterherlaufen muss. Hier macht ein Partner Sinn, der diese Aufgabe sowie die Bedienung des Smartphones übernimmt. Positiv zu bewerten ist die Möglichkeit, den Schuss als Video aufzunehmen. So hat man direkt im Anschluss die Option, seinen Anlauf, Körperhaltung, Treffpunkt und Flugkurve des Balles zu verfolgen. Wann hat man schon einmal die Möglichkeit, seine Schüsse im Video zu analysieren?

Die ‚Trainer-Notizen’, die von der App ausgegeben werden, scheinen allerdings nicht so nützlich. Die App lobt uns zu häufig, auch nach Schüssen über den fünf Meter hohen Abfangzaun.

"Challenge accepted!"

Kommen wir zu den Challenges: In der App gibt es Power und Profi Challenges. In den Power Challenges stellt man eine bestimmte Geschwindigkeit ein und versucht, diese im definierten Bereich von plus-minus 10-20 km/h zu erreichen. Die interessantere Challenge ist die Profi Challenge:
Aus verschiedenen Positionen rund um den Strafraum sollen wir versuchen, den Ball wie vorgegeben im Netz unterzubringen. Dabei achtet die App auf Geschwindigkeit, Effet und Flugkurve. Spielniveau eins gibt vor, den Ball seitlich an den 16-Meter-Raum zu legen und ihn um die Mauer an den langen Pfosten zu zirkeln.

Wie einfach ... weit gefehlt. Um 5 Sterne zu erhalten, muss man den Ball in Flugkurve und u/min genauso schießen wie im Beispielvideo. Ob der ausgeführte Schuss ohne Erreichen der vorgegebenen Attribute dennoch Weltklasse war, interessiert die App leider nicht. Da bleiben Sätze wie „Ach, der war trotzdem richtig gut“ oder „den hätte nicht mal Neuer gehalten“ in der Challenge mit dem Trainingspartner nicht aus.

Sehr gut ist, dass die App auch für den berühmten Knuckleshot, den Christiano Ronaldo geprägt hat, ein Tutorial eingebaut hat. Die Effektivität dieser Art des Torabschlusses ist unumstritten. Durch Hilfe der App (Erklärung und Videoanalyse) haben selbst wir es geschafft, ein paar gefährliche „Knuckleshots“ aufs Tor zu bringen.

Fazit: Macht Sinn und Spaß

Zwar verursacht der Ball mit 200 Euro vergleichsweise hohe Anschaffungskosten, allerdings bekommt man auch einiges dafür. Nach unseren Tests und den Meinungen der Probanden eignet sich der Ball gut, um die eigene Schusstechnik zu verbessern. Man kann mit dem Smart Ball besser an seiner Technik feilen als zehn Bälle in Reihe zu legen und aufs Tor zu schießen. Bringt man Zeit, Geduld und den Wunsch, sich zu verbessern, mit, ist der Ball genau der richtige. In der Gruppe ist der Ball als Trainingspartner auch sehr empfehlenswert. Spielt jemand den Balljungen und ein anderer den Kameramann, ist Unterhaltung in den Challenges garantiert. Die Erklärungen und die Videoanalyse machen das System zu einem wirklich hilfreichen Trainingstool. Rundum hat der Ball Spaß gemacht, alle konnten ihre Schusstechnik mehr oder weniger verbessern. adidas betritt mit dem Smart Ball Neuland im Bereich des Individualtrainings. Für das Mannschaftstraining sehen wir ihn aktuell nicht geeignet.

Pro und Contra in der Übersicht

+ -
Premium Matchball-Qualität Hoher Anschaffungspreis
Verbesserung der Schussqualität Kompatibilität nur auf iOS Geräten
Gut strukturierte App Trainernotizen wenig hilfreich
App läuft ruckelfrei Die App analysiert nicht den Abstand zum Tor
Messwerte wirken genau Ball muss immer in eine ganz bestimmte Position gelegt werden
Einfaches ‚Pairing’
Videoaufnahme des Schusses möglich
Gute Challenges
Gute Tipps zu den Schusstechniken
Treffpunkt des Balles, Flugkurve, Schusskraft werden direkt an die App gesendet