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Ein erster WM-Trend: Kompaktes Zentrum

Die ersten Tage der WM sind vorbei. Ein erster Eindruck hat sich gefestigt: 'Kleinere' Fußballnationen konzentrieren ihr Spiel vermehrt darauf, das Zentrum vor dem eigenen Tor und die so gefährlichen Nahtstellen sowie die Zwischenräume zwischen den Ketten zu schließen. Mit beachtlichem Erfolg: Island, Mexiko und die Schweiz punkteten als 'Underdogs' – die 'Großen' fanden bisher noch kein geeignetes Mittel!

Messi kam nicht durch

Messis Dribblings 'auf dem Bierdeckel' sind oftmals eine Augenweide. Doch was, wenn der 'Bierdeckel' zu klein, die Räume zu eng werden? Gegen die isländische Defensive war mit Messis Dribblings durch das Zentrum kein Kraut gewachsen. Zu kompakt standen die Nordeuropäer. Zu entschlossen verteidigten die Wikinger ihr Gehäuse. Da war so kein Durchkommen – der isländische Punktgewinn beim 1:1 gegen Argentinien die logische Konsequenz.

Ähnlich standhaft wehrten sich die 'wackeren Eidgenossen' gegen Brasilien. Auch den Schweizern gelang es, mit Neymar einen Superstar des Gegners erfolgreich aus dem Spiel zu nehmen. "Ich glaube, er hatte nicht viel Spaß", befand Schweiz-Keeper Yann Sommer. Die Brasilianer agierten trotz Führungstreffer zu passiv und kassierten ebenfalls noch den 1:1-Ausgleich.

Die Mexikaner brachten ihren 1:0 Vorsprung gegen Deutschland gar über die Zeit und hatten sogar noch einige Konterchancen. Ebenfalls defensiv kompakt, wenngleich (teilweise knapp) mit weniger Erfolg, agierten die Ägypter beim 0:1 gegen Uruguay und die Australier beim 1:2 gegen Frankreich.

Die Zwischenräume waren keine!

Das Ziel dieser Mannschaften bestand darin, das Zentrum vor dem eigenen Tor zu schließen. So postierte sich jeweils fast das gesamte Team bei gegnerischem Ballbesitz unmittelbar vor dem eigenen Strafraum. Die Abstände zwischen allen Spielern waren dabei extrem gering. So agierten die Viererketten nicht selten auf einer Gesamtbreite von weniger als 30 Metern. Strafraumbreite war gestern! Pässe zwischen zwei Verteidigern hindurch in die Spitze, die sogenannten Schnittstellenpässe, wurden so im Keim erstickt.

Und auch zwischen den Ketten, zwischen Verteidigern und Mittelfeldspielern, war kaum Platz für eine erfolgversprechende Ballkontrolle. Sofort sahen sich die Ballbesitzer gleich mehreren Verteidigern gegenüber.

Kompaktheit trainieren

Selbstverständlich lässt sich eine kompakte Verteidigungsstrategie nicht nur auf Nationalmannschaftsniveau trainieren. Wenngleich die Philosophien im Nachwuchsbereich eher offensiv ausgerichtet sein sollten, so kann man den Spielern jedoch auch hier vermitteln, dass ein aktiver Ballgewinn durchaus auch erst in der eigenen Hälfte angestrebt werden kann. Wichtig ist in erster Linie ein mannschaftlich geschlossenes aktives Verhalten gegen den Ball.

Unter 'Themenverwandte Links' stellen wir mehrere Trainingseinheiten zur Verfügung. Dabei thematisieren wir auch, dass eine kompakte Spielweise im Zentrum selbstverständlich auch mit einer Dreierkette zur Durchführung kommen kann, wenngleich diese bei der Fußball-WM bisher noch nicht zu sehen war. Außerdem präsentieren wir die möglichen Pressingvarianten auch noch einmal im Detail und stellen die jeweiligen Angriffsräume vor.

Wie reagieren die Spitzenteams?

In den folgenden WM-Spielen wird sich nun zeigen, wie die 'großen' Fußballnationen auf diese Spielweise reagieren werden. Oder gelingt es auch weiterhin, das Abwehrpressing mit einem schnellen Umschaltspiel auch zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen? Wir werden ein Auge drauf haben!