Hilfe-Center

Hilfe-Center

Regionalliga

Regionalligen

Verbände

Verbände

Wenn Du dich bei unserer Community einloggst, kannst du Vereine und Mannschaften als Favoriten speichern und direkt von hier aus schnell und einfach erreichen.

Matchkalender

Begegnungen in deiner Nähe

{{typeaheadInput.text}}

* Pflichtfelder

Amateurstatistiken

Ronaldo – der komplette König des Spiels

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland hat ihr erstes Ausrufezeichen! Das iberische Duell zwischen Spanien und Portugal endete mit sechs Toren und einer Punkteteilung. Dabei hätte es auch ein spanisches Tiki-Taka-Festival werden können, wäre da nicht – ja wäre da nicht Cristiano Ronaldo gewesen. Der portugiesische Superstar war auch für topaufgelegte Spanier nicht zu bezwingen und rang dem Team von Fernando Hierro quasi im Alleingang ein Unentschieden ab. Dabei vereinte er die Komplexität des Fußballs in seiner Person: Kraft, Schnelligkeit, Dribbling, Schusstechnik und Mentalität.

Blitzschnelle Finten

Schon die Szene, die nach nur vier Minuten zum Elfmeter führte, machte deutlich, worauf sich die Spanier einzustellen hatten: Die blitzschnellen kleinen Bewegungen von Ronaldo sind kaum zu verteidigen. Eine Finte nach rechts, eine nach links und dann mit einem 'Affenzahn' auf einer Seite vorbei. Nacho hatte noch nicht einmal mehr die Zeit, aus dem Weg zu gehen. Außergewöhnliche Finten sind dabei oftmals gar nicht erforderlich. Es sind die einfachen Scheren und Übersteiger – in ihrer Bewegung perfektioniert – die den Unterschied ausmachen. Im Training benötigen die Spieler also keineswegs ein riesiges Fintenrepertoire, dafür jedoch ständige Wiederholungen weniger Täuschungen – geübt bis zur absoluten Perfektion!

Finten richtig trainiert!

Der Spanier Nacho weiß genau, welches Missgeschick ihm in dieser Szene widerfahren ist. © 2018 Getty Images
Der Spanier Nacho weiß genau, welches Missgeschick ihm in dieser Szene widerfahren ist.

Der Gefoulte schießt selbst!

Für die meisten Fußballer wäre die Aktion mit dem Foul beendet gewesen, nicht aber für Ronaldo. Hochkonzentriert legte er sich den Ball selbst zurecht und verwandelte wie eine Maschine: (Selbst-)Zweifel – Fehlanzeige. Der Führungstreffer somit ein erster Vorgeschmack: Ronaldo ist ein Mentalitätsmonster! Hierauf kommen wir später noch einmal zurück.

Ronaldo richtete seinen absoluten Fokus auf das Verwandeln des Strafstoßes und blendete dabei alle und alles um ihn herum aus. Diese Fähigkeit lässt sich trainieren! Beim mentalen Training lassen die Spieler verschiedene Abläufe, wie sie z. B. beim Elfmeter vorkommen, im Detail vor ihrem 'geistigen Auge' im Kopf ablaufen. Was zunächst abstrakt erscheint, kann sich bei steter Wiederholung durchaus auch in der Realität auswirken. Mentales Training ist im Team möglich, kann allerdings – sofern die Spieler die Abläufe verstanden haben – auch individuell durchgeführt werden.

Mentales Training

Mann ohne Nerven: Cristiano Ronaldo verwandelt selbst. © 2018 Getty Images
Mann ohne Nerven: Cristiano Ronaldo verwandelt selbst.

39 km/h Spitzengeschwindigkeit

Schon in der Folge des Führungstreffers hätten die Portugiesen nachlegen können. Mehrmals konterten sie gefährlich aus der eigenen Hälfte. Ronaldo zeigte dabei seine Sprinterqualitäten: Seinen Antritten konnte niemand folgen. Bei den Tempogegenstößen erreichte er die für einen Fußballer schier unfassbare Laufgeschwindigkeit von 39 km/h. Zum Vergleich: Sprinter Usain Bolt erreichte bei seinem Weltrekordlauf von 2009 eine Maximalgeschwindigkeit von 44,72 km/h – weniger mehr als der erwartete Unterschied. Mit eiserner Disziplin trainierte Ronaldo über Jahre seine Kraft und Schnelligkeit bis zu dieser Leistung.

Grundlagen für Kraft und Schnelligkeit

Schnell bis zum Schluss

Per Schuss von der Strafraumgrenze zum 2:1

Nochmal zur Betonung: Auch Spanien zeigte in dem Spiel eine Topleistung! Dennoch konnte das Team von Fernando Hierro nicht verhindern, dass trotz zwischenzeitlichem Ausgleich kurz vor der Pause erneut 'Ronaldo-Time' war. Der Portugiese kam an der Strafraumgrenze an den Ball und zog ab. Spaniens Torhüter De Gea machte bei dem Schuss zwar keine glückliche Figur, doch Ronaldos Schusstechnik ist einzigartig. Und der Keeper war ob Ronaldos ständiger Nadelstiche in der ersten Halbzeit längst entnervt.

Schnellkrafttraining, wie oben beschrieben, fördert auch den Torschuss. Dass ein Torschuss in seinem komplexen Bewegungsablauf jedoch erfolgversprechend ist, dafür braucht es auch eine optimale Schusstechnik, die es in allen Altersklassen zu trainieren gilt. Der Vorteil für den Trainer dabei: Torschusstraining macht allen Spaß!

Competitive Matrix: Torschusswettkämpfe

Ronaldo trifft den Ball aus allen Lagen. © 2018 Getty Images
Ronaldo trifft den Ball aus allen Lagen.

Willkommen im 'Tiki-Taka-Land'!

Und trotz all dieser Glanzlichter der Portugiesen, wäre es um ein Haar auch eine Volleyschussgranate des Gegners gewesen, die Ronaldos Team ins Tal der Tränen befördert hätte: Das Tor im Olympiastadion in Sotschi wackelte nach Nachos Doppelpfostentreffer zum 3:2 Führungstreffer der Spanier sicher noch längere Zeit nach. Diese zwischenzeitliche Führung von Spanien war keineswegs unverdient. Der Ball lief sehr sicher durch die Reihen von Iniesta, Busquets, Koke, Isco & Co.! Das spanische Direktpassspiel über nur wenige Meter – 'Tiki Taka' genannt – verbunden mit blitzschnellen Tempowechseln am Flügel, brachte stets Gefahr.

Das sichere Passen ist dabei schon mit den Jüngsten sehr gut trainierbar. Auch für die Passtechnik gilt: Je mehr Wiederholungen korrekt ausgeführter Pässe im Verlauf der Fußballausbildung zu verzeichnen sind, desto eher können sie die Spieler auch in komplexen Wettkampfsituationen einsetzen. Das spanische 'Tiki Taka' ist also eine Folge, eines immer wiederkehrenden Trainings von Passkombinationen.

Passen lernen mit kleinen, einfachen Tipps!

Direkter Freistoß – Tor!

Die Spanier 3:2 in Front, Cristiano Ronaldo geschlagen? Mitnichten! Das Spiel endete, wie es begonnen hatte. Stichwort: 'Mentalitätsmonster'. Zwei Minuten vor Schluss 'zog' Ronaldo ein Foulspiel in Strafraumnähe. Und wer genau hinsah, konnte erkennen: Schon auf dem Boden liegend, nestelte Ronaldo Schienbeinschoner und Stutzen zurecht. Das hochgezogene Hosenbein ließ den muskelbepackten Oberschenkel zutage treten. Doch wer mit einem Hammer gerechnet hatte, sah sich getäuscht: Ronaldo 'zwirbelte' den Ball diesmal unhaltbar für De Gea über die Mauer hinweg in die Maschen.

Woher Ronaldo seine Fertigkeiten nimmt, ist dabei einfach erläutert: Nach jedem Training nimmt sich der Portugiese mehrere Bälle und trainiert Freistöße. Dabei kann es vorkommen, dass er nach einer Einheit 60 und mehr Schüsse mit Einsatz verschiedener Schusstechniken auf das Tor feuert. Am Beispiel unseres Nationalspielers Marvin Plattenhardt, der in seiner Bundesligakarriere bisher ebenfalls zahlreiche direkte Freistoßtreffer erzielt hat, haben wir vor einigen Wochen einen Beitrag zum Eigentraining des Freistoßes veröffentlicht, den wir hier ebenfalls zur Verfügung stellen.

Freistöße schießen wie Marvin Plattenhardt

Der Stoß ins Glück: Ronaldo trifft in der 88. Minute zum 3:3. © 2018 AMA Sports Photo Agency
Der Stoß ins Glück: Ronaldo trifft in der 88. Minute zum 3:3.


Das 3:3 im Spiel zwischen Spanien und Portugal war das leistungsgerechte Ergebnis in diesem WM-Spitzenspiel. Damit ist der Auftakt gemacht. Auch die folgenden Partien werden wir regelmäßig mit Fachbeiträgen begleiten, sodass alle Trainer die zahlreichen Inhalte unserer Rubrik Training & Servicegewinnbringend in ihr Training integrieren können. Auf dem Weg zum kompletten Fußballer, den Cristiano Ronaldo in der Partie gegen Spanien verkörperte, bleibt ihnen dabei wenig Zeit.