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Trotz Corona: Dos and Don'ts für den Trainer im März

Wie vor jedem Zusammensitzen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder warten in Zeiten von Corona auch die Trainer gespannt, was in den kommenden Wochen erlaubt sein wird und was nicht. Hier gilt es, in den einzelnen Bundesländern genau hinzusehen, da hier höchstwahrscheinlich keine einheitlichen Regelungen getroffen sind. Die einen dürfen hier schon mehr, die anderen weniger. Doch einige Aufgaben stehen im März für alle Trainer gleichermaßen an – egal, ob Trainingsbetrieb wieder in eingeschränkter Präsenz oder nach wie vor nur per Eigentraining von zuhause möglich ist.

Die steigenden Temperaturen im Frühling haben in allen Jahren die Fußballer wieder nach draußen gelockt. In diesem Jahr ist der Wunsch, wieder gemeinsam draußen trainieren zu können, jedoch besonders stark ausgeprägt: Der Lockdown hat über lange Zeit persönliche Treffen unmöglich gemacht. Der Kontakt zu den Teamkameraden fehlt an allen Ecken und Enden.

Was ist erlaubt, was noch nicht?

Nun stehen die Zeichen langsam auf "Öffnung". Doch dies wird keinesfalls flächendeckend einheitlich erfolgen. Somit müssen die Trainer jeweils ganz genau prüfen, was sie mit ihren Teams bereits tun dürfen und was nicht. Fakt ist jedoch: Wie auch nach dem letzten Lockdown im vergangenen Jahr wird hier beim Start Kreativität gefragt sein. Nachstehend erläutern wir, wie die ersten Trainingsschritte aussehen könnten.

Bereits in den vergangenen Woche haben viele Trainer ihre Teams mit kreativen Trainingsideen für das Eigentraining zuhause versorgt. Einige waren sogar live vor der Webcam aktiv. Dieses Engagement haben wir mit einigen Tipps und Hinweisen unterstützt.

Sollten in dem einen oder anderen Bundesland auch weiterhin keine anderen Trainingsmaßnahmen erlaubt sein, so stellen wir nachstehend einige dieser Beispiele noch einmal zur Verfügung, damit das Training auch in den kommenden Tagen und Wochen weitergehen kann.

Heimtraining: Das 4-Wochen-Programm

Heimtraining im "MOVEmber": Das Training geht weiter

Kreatives Eigentraining: Der BVB-"Heimspiel"-Kurs

TSG Neustrelitz: Eigentraining für Kinder

In einigen Bundesländern ist es bereits wieder erlaubt, gemeinsam mit einer weiteren Person zu trainieren. Dies kann einerseits ein Trainer sein, der einen im Einzeltraining anweist, oder alternativ auch ein Freund für verschiedene Partnerübungen. Dabei ist man jedoch zumeist angehalten möglichst immer mit der gleichen Person zu trainieren.

In Bezug auf die Themen können sich solche Einheiten an den Inhalten des Eigentrainings zuhause orientieren. Außerdem bieten auch die "Spielekiste"-Inhalte für das Training mit einem Partner geeignete Praxisideen:

"Spielekiste" für das Partnertraining von Aktiven Ü 20

"Spielekiste" für das Partnertraining von U 16 bis U 19

"Spielekiste" für das Partnertraining von U 12 bis U 15

"Spielekiste" für das Partnertraining bis zur U 11

Sofern ein solches Training im jeweiligen Bundesland erlaubt ist, haben sich einige Vereine auch bereits mit einem kreativen Konzept an die zuständigen Behörden gewendet und ein solches teilweise auch genehmigt bekommen: Auf einer ausreichend großen Freifläche können hier unter strenger Einhaltung der bestehenden Abstands- und Hygieneregeln mehrere kleine Felder markiert werden, in denen jeweils zwei Spieler trainieren. Gemäß den Vorgaben dürfen hier immer nur die gleichen Spieler zusammenkommen. Außerdem dürfen diese jeweils keinen Kontakt zu anderen Spielerpaaren oder zu einem Trainer haben. Sie verlassen den Platz nach dem Training auf direktem Wege, können ihre Freunde so aber gegebenenfalls zumindest aus der Ferne sehen.

Noch einmal sei an dieser Stelle jedoch betont, dass solche Konzepte nur nach einer vorherigen Genehmigung durch die jeweils zuständigen Behörden umsetzbar ist!

Bereits nach dem ersten Lockdown im vergangenen Jahr startete das Training nach der Corona-Pause wieder in kleinen Gruppen. Ein solches Vorgehen steht auch in dem kommenden Wochen diesmal wieder zu erwarten. Wer sich hierauf bereits jetzt bestmöglich vorbereiten will, der kann nachstehend schon einmal erneut die Bedingungen von damals studieren. Außerdem stellen wir einige Beispiele für geeignete Praxisinhalte zur Verfügung.

Bedingungen für das Kleingruppentraining nach dem ersten Lockdown

Kleingruppentraining: Mit Hygiene und Abstand dem Virus keine Chance lassen!

Praxisformen für das Training nach der Corona-Pause

Im Kleingruppentraining facettenreich trainieren

Um das gegebenenfalls bald wieder mögliche Kleingruppentraining so sicher wie möglich gestalten zu können, sollte der Trainer zusätzlich zu den oben genannten Bedingungen darauf achten, dass möglichst immer die gleichen Spieler in einer Gruppen miteinander trainieren! Für die schlussendliche Durchführbarkeit gelten zudem zwingend die jeweils aktuellen Regularien vor Ort (z. B. in Bezug auf die maximale Anzahl der jeweils erlaubten Spieler pro Gruppe).

Jetzt schon an die kommende Saison denken!

Wenn sich alle an die jeweils bestehenden Einschränkungen halten, dann wird sicher auch bald schon das erneute Mannschaftstraining und gegebenenfalls auch die Fortsetzung der laufenden Saison ein Thema sein. Doch selbst darüber hinaus muss sich der Trainer in diesen Tagen bereits Gedanken machen: Wie geht es in der kommenden Saison weiter? Der März ist ein geeigneter Zeitpunkt, um auch die folgenden Fragestellungen zu beantworten:

Mit dem Vereinsvorstand bzw. den Abteilungsleitern gilt es, die Vorhaben für die kommende Saison zu erörtern, um auf dieser Basis entscheiden zu können, ob die Zusammenarbeit auch über das Saisonende hinaus fortgesetzt werden soll.

Offene Fragen:

  • Stimmen die Vorstellungen zwischen dem Verein und dem Trainer- und Funktionsteam auch in Bezug auf die kommende Saison weiterhin überein?
  • Sind sich alle Beteiligten über die Fortsetzung der Zusammenarbeit einig?
  • Stehen gegebenenfalls neue Mitglieder im Trainer- und Funktionsteam bereits fest?

Sofern die Antworten auf die vorstehenden Fragen gefunden sind und der Verbleib des Trainerteams feststeht, kann der Trainer auch die weiteren vorbereitenden Arbeiten angehen.

In Zeiten von Corona sollten alle Trainer versucht haben, zumindest sporadisch Kontakt zu den Spielern zu halten. Diesen gilt es nun, im Hinblick auf die kommende Saison zu intensivieren und mit jedem Spieler ein Perspektivgespräch zu vereinbaren.

Offene Fragen:

  • Wie zufrieden ist der Spieler mit dem Verein, dem Trainerteam und den Mitspielern?
  • Was würde sich der Spieler wünschen, dass sich ändern sollte, um die Zufriedenheit weiter zu steigern?
  • Wie zufrieden sind die Spieler mit ihrer eigenen Situation und ihrer Position im Team?
  • Wie sollen sich diese Punkte in der kommenden Saison entwickeln, um die Zufriedenheit des Spielers gegebenenfalls noch weiter steigern zu können?
  • Plant der Spieler, in jedem Fall auch in der kommenden Saison im Team zu verbleiben?

Mit den Antworten auf all diese Fragen erhält der Trainer ein recht verlässliches Bild darüber, wie es um die Zufriedenheit in der Mannschaft bestellt ist bzw. an welchen Rädchen er in Zukunft noch drehen muss, um diese weiter zu steigern. Außerdem erhält er einen Überblick darüber, welche Spieler auch in der kommenden Saison noch weiter zur Verfügung stehen.

Die Information darüber, an welchen Stellen des Kaders noch personelle Lücken bestehen, die es gegebenenfalls für die kommende Saison noch zu füllen gilt, bestimmt die Ausgangslage für die bevorstehende Kaderplanung.

Offene Fragen:

  • Auf welchen Positionen gibt es konkreten Handlungsbedarf?
  • Gibt es potenzielle Kandidaten in den Reihen der Zweiten Mannschaft, die gerne aufrücken würden?
  • Kennt der Trainer alle A-Junioren des Vereins bzw. hat mit diesen bereits Gespräche über deren Ambitionen für die kommende Saison gesprochen?
  • Gibt es externe Spieler, die in der kommenden Saison gerne zur Mannschaft hinzustoßen wollen?

Auch wenn der Trainer in Zeiten von Corona keinen allzu aktuellen Eindruck von Spielern anderer Teams im eigenen Verein gewinnen konnte, so gilt es doch, diese in die eigenen Planungen zu integrieren. Hier sollte der Trainer jeweils frühzeitig das Gespräch suchen, ehe dies andere Vereine tun!

Alle Vereine leiden unter dem Lockdown und bangen um ihre Mitglieder. Ist es vor diesem Hintergrund wirklich eine gute Idee, ohne aktuelle sportliche Eindrücke und Möglichkeit zum fairen Vergleich blindlings Akteure der Nachbarvereine zu kontaktieren, um den eigenen Kader zu füllen? Die Antwort auf diese und die folgenden Fragen sollte sich jeder Trainer selbst geben.

Offene Fragen:

  • Lege ich als Trainer ausreichend Wert auf ein gutes Verhältnis zu anderen Mannschaften und Vereinen?
  • Informiere ich den anderen Verein rechtzeitig darüber, dass sich gegebenenfalls der Wechsel eines Spielers anbahnen könnte?
  • Habe ich zuvor alle Möglichkeiten geprüft, ob eine Lücke im Kader nicht auch aus den eigenen Reihen gefüllt werden könnte?
  • Lege ich Wert auf größtmögliche Transparenz und beziehe den abgebenden Verein in alle Prozesse des Spielerwechsels aktiv mit ein?
  • Sollte ich es im Zweifel nicht unterlassen, in der derzeitigen Situation Spieler anderer Vereine anzusprechen, wenn diese nicht selbst aktiv auf den Verein zugetreten sind?

Denkt immer daran: Fair geht vor! Und in der kommenden Saison könnte in verschiedenen Situationen auch ein gutes Verhältnis zum Nachbarverein von herausragendem Interesse sein!

Der Monat März ist also nicht nur der Monat, in dem die Temperaturen wieder steigen und alle mit großer Motivation zurück auf den Platz streben! Eine ganze Menge Arbeit steht für den Trainer an – ob Training nun derzeit stattfinden kann oder nicht. Wer sich also in diesen Tagen besonders engagiert, der hat die besten Aussichten, spätestens in der kommenden Saison auch wieder die Früchte seiner Arbeit ernten zu können.