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Taktik-Kniffe für die Halle

Der Winter und damit auch die Hallenturniere stehen vor der Tür. Damit sie mehr als nur eine willkommene Abwechslung darstellen und auch erfolgreich bestritten werden, haben wir einige Tipps zur Hallentaktik zusammengestellt.

Im Hallenfußball wird in der Regel mit 4 Feldspielern plus Torhüter gespielt. Damit ist auch die Anzahl praktikabler Spielsysteme auf das 2-2-System sowie die Raute begrenzt.

Die Aufgabenverteilung im klassischen 2-2, in dem sich die meisten Teams ‘wohlfühlen’, ist recht einfach: 2 hinten, 2 vorne. Allerdings sind dadurch die ­Abstände recht groß, was das mannschaftliche Zusammenspiel und die Kommunikation in Offensive wie Defensive etwas erschwert.

In der Raute hingegen wird das Spielfeld in Breite und Tiefe besser besetzt: Sowohl bei eigenem wie auch bei gegnerischem Ballbesitz können so schnell die wichtigen Dreiecke gebildet werden. Das Spiel wird dadurch ­variabler, die Taktik aber auch anspruchsvoller.

Die folgenden Praxisbeispiele geben Ihnen für ausgesuchte Spielsituationen die passenden Verhaltensweisen an die Hand.

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Eröffnung durch den Torwart – Gegner spielt in der Raute

Ablauf

  • ­Jeder Spieler deckt den in seinem Raum postierten Gegenspieler auf der inneren Linie, um jederzeit auf Balleroberung gehen zu können.
  • Spielt der Torwart z. B. zu 3, setzt 4 diesen eng und aggressiv unter Druck und zwingt ihn möglichst in den Zweikampf.
  • Bei Positionswechsel der gegnerischen Spieler jeweils übergeben, um keine freien Räume entstehen zu lassen.

Ausnahme beim Übergeben

  • Pass in die Tiefe: Wenn die gegnerische Spitze 5 kurz entgegenkommt, geht 2 mit und bleibt eng an ihm ‘dran’, um ständigen Druck auszuüben.
  • Dann decken auch 3, 4 und 5 ihre jeweiligen Gegenspieler eng und übergeben nicht.
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Eröffnung vom Torhüter über die Positionen 2 oder 5

Ablauf

  • Prinzipiell gilt: Ist 2 im Zentrum frei und in ­offener Stellung anspielbar, erhält er auch den Ball! 2 kann sich mit einer Konter­bewegung lösen, muss sich dann aber schnell in Spielrichtung aufdrehen!

Platz schaffen für 5

  • 2 startet in die Tiefe (oder nach außen).
  • 5 kommt durchs Zentrum entgegen und wird angespielt.

Positionswechsel mit 3 oder 4

  • 2 läuft nach außen.
  • Der jeweilige Außenspieler (hier 3) startet ins Zentrum, wird angespielt und nimmt den Ball möglichst in die Bewegung mit (schwarze Pfeile).

Hinweis

  • Der Spielaufbau über die Position 2 ist in der Raute eine optimale Lösung, da 2 alle Möglichkeiten einer Spielfortsetzung hat: nach links, rechts und in die Tiefe.
  • 2 darf nicht den Torhüter ‘zulaufen’ und den Ball bei ihm abholen!
  • 3 und 4 stehen möglichst hoch (kurz vor der Mittellinie), um Raum für 2 zu schaffen.
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Eröffnung durch den Torwart – Gegner spielt in der Raute

Ablauf

  • Jeder deckt einen Gegenspieler (also Anpassung an das gegnerische System) auf der inneren Linie.
  • Hohe Aufmerksamkeit: Wechseln die Gegenspieler ihre Positionen, wird übergeben (siehe auch Hinweise).
  • Ausnahme: Wenn die Spitze 5 kurz entgegenkommt, muss der Gegenspieler 2 eng dran bleiben und mitgehen. Ebenso decken die Mitspieler eng, um ständig Druck auszuüben.

Hinweise

  • Die Raute ist flexibler als das 2-2-System.
  • Daher erfordert das 2-2 gegen eine Raute in der ­Defensive viel Laufarbeit. Also ebenfalls in der Raute agieren und bei Wechseln übergeben!
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Eröffnung durch den Torwart über die Positionen 2 bzw. 3

Ablauf

In den Rücken des Gegners

  • 4 startet ins Zentrum und zieht seinen Gegenspieler mit.
  • 2 löst sich mit einer Konterbewegung von seinem Gegner, startet mit Tempo in den von 4 geschaffenen Raum und erhält das Zuspiel vom Torhüter.

Positionswechsel mit 5 (schwarz)

  • 3 und 5 tauschen mit Tempo ihre ­Positionen.
  • Je nach Gegnerverhalten (Übergeben/ Übernehmen, Schrecksekunde) kann der Torhüter 3 oder 5 anspielen.
  • Ist 5 frei, kann dieser sich sofort in Spielrichtung aufdrehen.

Hinweis

  • Die Eröffnung im recht starren 2-2-System kann gegen einen offensiv verteidigenden Gegner nur über gut abgestimmte, raumöffnende Freilauf­aktionen gelingen.
  • Die hier vorgestellten Lösungen können sogar durchaus parallel auf beiden Seiten durchgeführt werden, so dass der Torhüter sich für eine Möglichkeit entscheiden kann.
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Eigener Freistoß (Tordistanz: mehr als 12 Meter)

Ablauf

  • Alle Spieler nehmen ihre Positionen ein (hier: 2-2-System).
  • Kein Spezialist notwendig: Der dem Ausführungsort nächste Spieler führt den Freistoß aus – meist also bei größeren Distanzen einer der hinteren Spieler.
  • Durch Lauffinten und/oder Positionswechsel schaffen die vorderen Spieler 4 und 5 Anspielstationen bzw. offene Räume (hier 5 für 2).
  • Den ersten Ball möglichst nach vorne spielen, um den Gegner unter Druck zu setzen.

Hinweise

  • Das Verhalten bei eigenen wie gegnerischen Standardsituationen ist unabhängig vom jeweiligen Spiel­system.
  • Ob der Freistoß nach vorne gespielt wird, hängt stets auch vom Spielstand ab: Bei eigener Führung kann es sinnvoll sein, ihn ‘hintenrum’ auszuführen, um auf Ballhalten zu spielen.
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Überzahl bei eigenem Ballbesitz

Ablauf

  • Oberstes Ziel: Schnellstmöglich, aber geduldig Torchancen herausspielen!
  • Rautenformation einnehmen: 2 als zentraler Spielmacher, 3 und 4 ­machen das Feld vor dem Ball breit und 5 agiert direkt vor dem Tor.
  • Die Breite halten und dem Mitspieler Platz schaffen: Enger Raum erleichtert dem Gegner die Verteidigung.
  • 2, 3 und 4 üben bei Ballbesitz ­jeweils Druck auf den Gegenspieler aus und ‘binden’ ihn, um dann zu passen oder selbst durchzubrechen.

Hinweise

  • Oft reicht bereits ein Treffer! Also schnell, aber nicht überhastet kombinieren: Ein Mitspieler ist immer frei.
  • Den Gegner ‘müde’ spielen, bis sich eine Lücke zum Torabschluss oder zu einem Pass in die Tiefe öffnet.
  • Bei Ballverlust sofort auf Pressing umschalten!