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Futsal-Trainingseinheit: Verbesserung des Angriffsspiels mit einem Pivot im 1-3-1-System

Die Einführung des Futsals bei einer Jugend- oder Seniorenmannschaft gelingt am besten mit dem 1-3-1-System mit einem klaren Pivot im Zentrum oder auf der Seite.

Den Spielsystemen übergeordnet sind die allgemeinen Grundsätze des Angreifens. Diese sind unabhängig vom jeweiligen System oder anderen Faktoren und lassen sich auf alle Situationen des Angreifens anwenden. Sie geben den Spielern immer einen verläss­lichen Rahmen für ihre Aktionen. Auf dem Wege zu seinem bevorzugten Spielsystem muss sich der Trainer Gedanken um die vier unterschiedlichen Phasen des Spiels machen und angeben wie in diesen jeweils gespielt werden soll. Gängige Spielsysteme sind das 1-2-2, das 1-3-1 und das 1-4-0.


Das 1-3-1 System

Das 1-3-1-System war früher in fast allen Bereichen sehr beliebt, kam jedoch zuletzt mit dem Trend zum 1-4-0-System etwas außer Mode. Es hat allerdings weiterhin seine Berechtigung, zumal es sich gerade wieder im ‘Aufwind’ befindet und im Spitzenfutsal erneut an Bedeutung gewinnt.

Grundformation:

  • Ein Fixo: Sorgt für die Ordnung im Spiel; ist ein guter Passgeber und Distanzschütze.
  • Zwei Alas: Gut im 1 gegen 1, gute Passgeber; ihr Spielbereich verläuft nahe der Seitenlinien, um das Spiel breit zu machen und Passwege auf den Pivot zu eröffnen. Nach Möglichkeit agieren Beidfüßer als Alas, die besonders stark im Umschaltspiel in beide Richtungen sind.
  • Ein Pivot: Der Schlüsselspieler in diesem System. Er ist abschlussstark und hat eine gute Spielübersicht. Er steht oft mit dem Rücken zum Tor und muss den Ball deshalb behaupten können. Er gibt dem Spiel Tiefe.

Das 1-3-1-System lässt Rotationen und Positionswechsel zu, ohne dass die Ordnung zu stark aus den Fugen gerät. Dies ist für den Angriff von zentraler Bedeutung ist. Der Ballführende kann so stets auf Unterstützung zählen, weshalb das System gut dazu geeignet ist, den Spielrhythmus und das Spiel zu bestimmen. Das 1-3-1 ist nicht anfällig für Konter, sofern der Spielaufbau geduldig und klug erfolgt, da es zahlreiche unterschiedliche Möglichkeiten bietet, die defensive Ordnung aufrechtzuerhalten – stets mit einem oder mehreren Spielern hinter dem Ball.

Das System erleichtert das Besetzen von Räumen durch Freilaufen und verleiht dem Spiel gleichzeitig Tiefe und Breite. Dies ist auch die wichtigste Grundvoraussetzung, um ein erfolgreiches 1-3-1 spielen zu können. Das 1-3-1-System ist zudem sehr gut im Spiel gegen eine kompakt stehende Gegner-Abwehr und/oder für schnelle Vorstöße (Spielaufbau unter Druck) geeignet.

Für die meisten Mannschaften ist das 1-3-1 bzw. 1-1-2-1 System das erste was sie lernen werden. Hier soll bei den Praxiseinheiten vom Referenten besonders auf die Raumbesetzung geachtet werden. Auch ein Bezug zu den DFB Leitlinien lässt sich in vielen Situationen gut herstellen.

Für viele Trainer ist der Einstieg in dieses System leichter, da sich Spielzüge aufgrund der Raumaufteilung gut einstudieren lassen. Mit 2-3 Varianten kann eine Mannschaft schon viele Situationeen im Spiel (lösen aus dem Pressing, Torchance gegen tiefstehende Gegner, etc.) lösen. Wichtig ist es aber in der Entwicklung einer Mannschaft dahin zu kommen, dass immer weniger mit festen Laufwegen gearbeitet wird und eher die Spieler in der Lage das Spiel zu lesen, dass sie freie Räume und Passmöglichkeiten sehen und nutzen.


Das Aufwärmen

Das Aufwärmen ist ein unverzichtbarer Bestandteil jeder Trainingseinheit. Neben den dynamischen Aufwärmübungen werden mehrere Elemente der Futsal-Grundtechniken trainiert:

  • Ballführung
  • Ballan- und -mitnahme
  • Passspiel
  • Torschuss

Zum Ende des Aufwärmens wird die Intensität kontinuierlich gesteigert. Zusätzlich wird ein Pivot – der vorderste Spieler – als Vorbereitung auf die Angriffsübungen im Hauptteil eingesetzt. Dies dient der Hinführung zum 1-3-1-System.

Passen und Nachlaufen

Organisation

  • Ein halbes Futsalfeld als Spielfeld markieren.
  • Die Spieler auf die Positionen 1 bis 8 verteilen.
  • Die Spieler bei 5 haben Bälle.

Ablauf

  • 5 passt zu 2 und läuft seinem Abspiel nach.
  • Gleichzeitig startet 1 nach vorne, erhält das Zuspiel von 2 und passt auf 6 weiter.
  • 6 nimmt nach vorne mit, passt auf 3 usw.
  • Alle Spieler laufen ihren Abspielen zur jeweils nächsten Position nach.

Variationen

  • 1 und 2 spielen direkt.
  • 2 soll mit der Sohle auf 1 ablegen.
  • 6 muss mit genau 2 Kontakten spielen.
  • Mit einem Fuß mitnehmen und mit dem jeweils anderen weiterleiten.
  • Zur jeweils nächsten Position passen und zur vorherigen laufen.
  • Den Ablauf um 90 Grad drehen (Passfolge: 5 passt auf 4 auf 1 auf 8).

Tipps und Korrekturen

  • Je nach Anzahl der Spieler für einen zügigen Ablauf mit mehreren Bällen gleich nacheinander starten.
  • Auf ein korrektes Timing und präzise Zuspiele in den Fuß der Mitspieler achten.
  • Eine sichere An- und Mitnahme mit der Sohle fordern.
  • Den Zuspielen jeweils nach Blickkontakt aktiv entgegenstarten.
  • Möglichst mit dem ersten Kontakt in die neue Bewegungsrichtung mitnehmen und sofort weiterspielen.

Passspiel 1

Organisation

  • Auf dem ganzen Spielfeld die Positionen gemäß Abbildung besetzen.
  • A mit Bällen mehrfach, die restlichen Positionen einfach besetzen.
  • 2 Torhüter wechseln sich im Tor ab.

Ablauf

  • A passt zu B, der klatschen lässt.
  • A passt zu C und C zu D.
  • D dribbelt Richtung Tor und schließt ab.
  • Alle Spieler rücken eine Position weiter.
  • Danach über die andere Seite spielen.

Variationen

  • A passt zu B, der klatschen lässt. A passt zu C, der auf den nachrückenden B klatschen lässt. B spielt einen Doppelpass mit C, der zu D passt. D dreht auf und schließt nach einem kurzen Dribbling ab.
  • A passt zu B, der klatschen lässt. A passt zu C. B rückt nach und bietet sich seitlich an. C spielt auf B, der direkt zu D spielt. D dreht auf und schließt nach einem kurzen Dribbling ab.

Tipps und Korrekturen

  • Pässe mit dem richtigen Timing spielen.
  • Darauf achten, dass die Pässe auf das richtige Spielbein gespielt werden.

Passspiel 2

Organisation

  • Den Grundaufbau beibehalten.
  • Position P ('Pivot') gemäß Abbildung einfach besetzen.

Ablauf

  • A passt zu B, der klatschen lässt.
  • A passt zu C, der auf B klatschen lässt.
  • B passt zu D, der auf C klatschen lässt.
  • C passt zu P, der auf D klatschen lässt und dann abschließt.
  • Alle Spieler rücken eine Position weiter.
  • Danach über die andere Seite spielen.

Tipps und Korrekturen

  • Pässe mit dem richtigen Timing spielen.
  • Darauf achten, dass die Pässe auf das richtige Spielbein gespielt werden.


Der Hauptteil

Das 1-3-1-System ist das am häufigsten gespielte System im Futsal. Im Angriffsspiel versuchen die drei übrigen Spieler, den Pivot anzuspielen. Gelingt dies, rücken sie schnellstmöglich nach und versuchen, zum Torabschluss zu kommen. Im Hauptteil werden vier verschiedene Laufwege, den Pivot einzusetzen und zum Torschuss zu kommen, vermittelt. Der Pivot hat die Aufgabe, den Ball anzunehmen und abzuschirmen. Die anderen Spieler müssen sofort nachrücken. Wichtig ist dabei, dass nicht alle drei Spieler gleichzeitig eine Offensivbewegung machen, sondern einer weiterhin die Defensive bewacht und als Absicherung fungiert.

Im Angriffsspiel wird von folgenden Grundsätzen ausgegangen:

  • Wir machen das Spielfeld groß!
  • Tief denken, tief spielen!
  • Keine Tiefe? Den Ballbesitz halten!
  • Spiel in die Breite als Vorbereitung auf das Spiel in die Tiefe!
  • Optimale Feldbesetzung!

Angriff im 1-3-1 I

Organisation

  • Die Spieler gemäß Abbildung im 1-3-1-System aufstellen.

Ablauf

  • 3 passt zu 2.
  • 2 passt zurück zu 3.
  • 3 passt zu 4.
  • In dem Moment löst sich 5 auf die Außenposition von 4.
  • 4 passt zu 5.
  • 4 startet diagonal nach vorne weg.
  • 3 bietet sich zum Anspiel von 5 an.
  • 5 passt zu 3.
  • Mit dem Pass zu 3 sichert 2 das Zentrum.
  • 3 kann selbst abschließen oder 4 anspielen.

Variation des Ablaufs

  • 3 passt zu 2.
  • 2 passt zurück zu 3.
  • 3 passt zu 4.
  • In dem Moment löst sich 5 auf die Außenposition von 4.
  • 4 passt zu 5.
  • 4 startet diagonal nach vorne.
  • 3 bietet sich zum Anspiel von 5 an, hinterläuft diesen nach dessen Dribbling ins Zentrum.
  • 5 kann 3 oder 4 einsetzen oder selbst abschließen.

Tipps und Korrekturen

  • 3 sollte ein Links-, 5 ein Rechtsfuß sein.  Sollte 5 ein Linksfuß sein, dann über die andere Seite spielen.
  • So genau wie möglich und so scharf wie nötig passen.
  • Anspieloptionen in offener Stellung und dem richtigen Timing schaffen.

Angriff im 1-3-1 II

Organisation

  • Die Spieler gemäß Abbildung im 1-3-1-System postieren.

Ablauf 1

  • 3 passt zu 2.
  • 2 passt zurück zu 3.
  • 3 passt zu 4.
  • In diesem Moment läuft sich 3 im Bogen frei.
  • 4 passt zu 3 und 5 löst sich auf die Außenposition.
  • 3 passt zu 5, der nach innen dribbelt.
  • variable Spielfortsetzungen (siehe Hauptteile zuvor)

Tipps und Korrekturen

  • wie zuvor


Der Schlussteil

Im Schlussteil werden die zuvor trainierten Angriffsspielzüge und Laufwege in einem Abschlussspiel eingefordert. Dabei wird zunächst vereinfacht begonnen und die Schwierigkeit sukzessive mit Hilfe methodischer Steuerungsmittel erhöht. Mit der Verkleinerung des Spielfeldes wird der Gegnerdruck erhöht und die Übungsform vom Einfachen zum Schweren angepasst.

5 gegen 5 im Zonenspiel

Organisation

  • Das gesamte Spielfeld in 3 Zonen gemäß Abbildung einteilen und 2 Tore mit Torhütern aufstellen.
  • 2 Teams à 4 Spieler plus Torhüter bilden.

Ablauf

  • 5 gegen 5 mit Zonenzuweisung
  • 3 gegen 3 in der Mittelzone
  • In die Endzonen jeweils 1 Pivot stellen (1 gegen Torhüter).
  • Der Torhüter eröffnet das Spiel mit einem Pass in die Mittelzone.

Variationen

  • 1 Verteidiger darf in die Endzone nachrücken.
  • 1 Angreifer darf zum 2 gegen Torhüter nachrücken.
  • 1 Angreifer und 1 Verteidiger dürfen zum 2 gegen 1 plus Torhüter nachrücken.
  • Bevor der Pivot angespielt werden darf, muss jeder Spieler in der Mittelzone den Ball berührt haben.
  • Eine Anzahl von Pässen vorgeben, bevor der Pivot angespielt werden darf.