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5 aus 6 – das Bausteinprinzip

Gefragt ist, was Spaß macht – den Kindern, aber auch den Trainern. Das Training mit Bambini und F-Junioren besteht daher bei Arne Barez und Pascal Koopmann aus einer Aneinanderreihung von Spielen und Wettbewerben.


Vom Bambini - ins F-Junioren-Alter

Wer mit seiner Mannschaft von den Bambini in die F-Junioren aufrückt, steht sogleich auch vor der Frage, ob er weiterhin so wie bisher spielen und üben will oder einen Methodenwechsel vornimmt. Fakt ist: Kinder aus U8-Mannschaften haben bereits erste Erfahrungen im Vereinsfußball gesammelt. Dementsprechend ist es auch möglich, die Trainingsmethodik anzupassen: Zwar spielt Vielseitigkeit weiterhin eine große Rolle, sie soll aber jetzt vermehrt in fußballspezifischen Inhalten zum Tragen kommen – besonders dann, wenn nur einmal pro Woche trainiert wird.

Der Bausteinkasten

Diese Trainingsmethodik besteht aus sechs Inhaltsbausteinen, auf die in jeder Einheit zurückgegriffen wird und die auf den Fußball-Grundtechniken aufbauen. Sie lauten Laufspiele, Dribbling, 1 gegen 1, Zusammenspiel, Schießen und Freies Spiel. Fünf der sechs Bausteine fließen in jedes Training ein. Ihre Anordnung ist frei wählbar, häufig wird mit dem Block Dribbling gestartet, um die Kinder sofort an den Ball und ‘in Bewegung’ zu bringen. Dabei ist es überhaupt nicht schlimm, einzelne Spiele oder ganze Trainingseinheiten regelmäßig zu wiederholen. Im Gegenteil: Bewährte Aufgaben erleichtern die Durchführung, garantieren Spaß und Freude und machen Lernerfolge sichtbar.

Die Bausteine im Überblick

Fangspiele und Staffelwettbewerbe erfordern Aufmerksamkeit, Reaktionsschnelligkeit und Geschick. Schnell, flink und wendig wie ein Hase – das ist das Bewegungsbild, das gefördert werden sollte.
Hier lernen die Kinder, den Ball zu beherrschen. Dazu müssen sie einfach nur mit dem Ball laufen und dabei immer wieder die Richtung wechseln. Indem die Kinder unterschiedliche Ziele ansteuern oder in Staffeln gegeneinander antreten, lässt sich das Dribbling in ganz unterschiedliche Spielideen verpacken.
In jeder Mannschaft gibt es Kinder, die das Spiel dominieren – und es gibt Kinder, an denen es komplett vorbeiläuft! Um alle in Situationen zu bringen, in denen sie sich am Ball behaupten bzw. dem Gegenüber das Spielgerät abnehmen müssen, wurde dieser Baustein bestimmt. In großen Spielen kommen direkte Duelle nämlich viel zu selten vor.
In Überzahlspielen erlernen die Kinder das Zusammenspiel. Sie lernen, den Blick vom Ball zu lösen und sich neben oder vor dem Ballführenden anzubieten, anstatt zum Ball zu laufen. Wie der Ball zum Mitspieler kommt, ist dabei erst einmal ‘egal’. Schwerpunkt ist nicht die Verbesserung der Passtechnik, sondern die der Spielübersicht.
Auch hier geht es noch nicht um die Vermittlung eines technischen Leitbildes. Vielmehr sollen die Kinder durch motivierende Wettbewerbe an die Zieltechnik herangeführt werden. Kleine Tricks wie das Schießen aus der Hand (erfordert den Einsatz des Spanns) oder das Zurollen des Balles (erleichtert den Torschuss) helfen dabei.
Hier liegt der Fokus auf dem Coaching. Alle Spieler sollen ständig am Spiel beteiligt sein. Abgelenkte oder schüchterne Kinder werden ermutigt, aktiv am Spiel teilzunehmen. Aber auch die ‘Ballmagneten’, die im Auge manches Elternteils immer alles alleine machen, müssen für ihre Laufbereitschaft gelobt und in ihrem Mut zum 1 gegen 1 bestärkt werden.


Auch Trainer müssen Spaß haben

Für die Planung und Durchführung sind zwei große Ziele gesetzt: Zum einen wollen wir unsere Trainingsstunden so planen, dass wir uns keinem unnötigen Stress aussetzen und in freudvoller, entspannter Atmosphäre mit den Kindern spielen und üben können. Komplexe Übungen, die einen aufwändigen Aufbau oder langatmige Erklärungen erfordern, sind tabu. Stattdessen verpacken wir die Aufgaben in möglichst einfache Spiele und Wettbewerbe und bedienen uns einer einheitlichen Organisationsform, die während der gesamte Stunde beibehalten wird. Zum anderen glauben wir, dass die Kinder in die Vereine kommen, um Fußball zu spielen – und wir dieses Anspruchsdenken auch unbedingt einlösen sollten. Mittlerweile hat sich das Sportangebot in Schule und Freizeit für die meisten Kinder derart verändert, dass vielseitige Bewegungserfahrungen bereits in ausreichendem Maße abseits des Fußballvereins gesammelt werden.

Beispielhafte Trainingseinheit

Philippka

Der einheitliche Aufbau

  • Ein 20 x 20 Meter großes Feld errichten.
  • 2 rote und 2 blaue Hütchentore gemäß Abbildung aufbauen (Breite: 5 Meter).
  • Jedes Kind erhält einen Ball.
  • Für Spiel 5 Leibchen bereithalten. Zuvor werden keine Mannschaften benötigt.
  • Es stehen keine Jugendtore zur Verfügung.

Hinweis

  • Die farbige Markierung der Tore erleichtert die Orientierung. Um sicherzustellen, dass alle Kinder die Tore erkennen, zu Beginn vier Kinder auffordern, sich in die Tore zu stellen.
Philippka

Wer entkommt dem Torwächter? Alle!

Organisation und Ablauf

  • Die Kinder mit je einem Ball einer Grundlinie zuweisen.
  • Der Trainer steht ihnen als Torwächter gegenüber.
  • Auf Kommando („Auf die Plätze, fertig, los!“) müssen die Kinder an dem Torwächter vorbei durch eines der gegenüberliegenden Hütchentore dribbeln.
  • Abgefangene Kinder werden Fänger. Fänger, die einen Ball erobern, werden wieder Dribbler. Der Trainer bleibt Fänger.

Hinweis

  • Zunächst können Sie keines der Kinder fangen: Sie sind einfach zu flink. Nach einigen Durchgängen ein Kind fangen oder um Unterstützung bitten.
Philippka

Torschussrundlauf

Organisation und Ablauf

  • Die Spieler gleichmäßig aufteilen und in einem roten und einem blauen Hütchentor aufstellen.
  • Die Trainer stehen in den Toren gegenüber.
  • Das jeweils erste Kind schießt den Ball aus der Hand zum Trainer. Dieser fängt den Ball und rollt ihn als Vorlage zurück ins Feld. Das Kind läuft an und schießt.
  • Anschließend auf der jeweils anderen Seite anstellen.

Hinweise

  • Beim Zuspiel aus der Hand lernen die Kinder, den Ball mit dem Spann zu treffen.
  • Das Zurollen des Balles erleichtert den Torschuss. Da brennen den Trainern schon mal die Hände („Aua!“).
Philippka

Trainer frisst Ball

Organisation und Ablauf

  • Das gesamte Spielfeld nutzen. 3 Spieler mit Ball
  • Aufgabe der Kinder ist es, die Bälle vor dem ‘hungrigen’ Trainer zu sichern. Dazu können sie dribbeln oder zu einem Mitspieler schießen/passen.
  • Erobert der Trainer einen Ball, steckt er ihn unter sein T-Shirt. Das Spiel läuft weiter, bis der Trainer alle drei Bälle erobert bzw. gefressen hat.
  • Soll ein zweiter Durchgang gespielt werden, fallen dem Trainer die Bälle ‘aus Versehen’ wieder heraus.

Hinweis

  • Den Kindern zu Beginn oder nach dem ersten Durchgang den Tipp geben, einen großen Kreis zu bilden.
Philippka

Wer setzt sich durch?

Organisation und Ablauf

  • Die Kinder gleichmäßig auf beide Seiten verteilen und in der Mitte zwischen den Hütchentoren postieren.
  • Auf einer Seite bekommt jedes Kind einen Ball.
  • Das Kind mit Ball schießt auf die andere Seite. Nach dem Zuspiel wird es Verteidiger und versucht, den Angreifer am Torerfolg (Schuss oder Dribbling durch eines der beiden seitlichen Tore) zu hindern.
  • Erobert der Verteidiger den Ball, kontert er auf die gegenüberliegenden Tore.

Hinweis

  • Die Reihenfolgen so festlegen, dass in etwa gleich starke Spieler gegeneinander antreten.
Philippka

5 gegen 5 auf 4 Tore

Organisation und Ablauf

  • 2 Teams einteilen.
  • Freies Spiel auf je 2 Hütchentore ohne Torhüter

Hinweise

  • Das Spiel auf je 2 Tore ist ein einfaches Mittel, um eine ausgewogenere Verteilung der Spieler auf dem Feld und ein erstes Zusammenspiel zu provozieren.
  • Es sollte daher möglichst oft, idealerweise auch in kleineren Gruppen (z. B. im 3 gegen 3) in Turnierform angeboten werden.
  • Wird es von den Kindern als kein ‘richtiges’ Spiel ver-standen („Wann spielen wir richtig?“), kann auch auf große Hütchentore mit Torhütern gespielt werden.

Weitere Tipps und Hinweise zum Training mit den jüngsten Kickern sind unter 'Themenverwandte Links' zusammengestellt.