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Die neue Saison naht: Jetzt die Weichen stellen

Auch wenn die letzten Wochen der Meisterschaftsrunden noch in vollem Gange sind, gilt es, den Blick nach vorne zu richten. Schließlich wollen alle Beteiligten, insbesondere die Spieler, Klarheit darüber, wie es in der kommenden Spielzeit weitergeht. Mit welchem Kader geht es in die neue Saison? Wie läuft die Vorbereitung ab? Welche Testspiele stehen auf dem Programm? Die Saison 2019/20 will früh geplant sein. Wir geben einen Überblick!

Dass ein Trainingslager in der Saisonvorbereitung frühzeitig geplant sein will, haben wir bereits in der vergangenen Woche erläutert. Doch eine gelungene Saisonvorbereitung ist wesentlich mehr als nur ein erfolgreich verlaufenes Trainingslager.

Das Team bestmöglich zusammenstellen

Oft hört man die Floskel: "Kaderplanung ist die halbe Miete!" Ob man so weit gehen möchte oder nicht – es ist nicht nur für den Trainer von Bedeutung, wer in der kommenden Saison in seinem Team spielt. Auch die Spieler untereinander wollen wissen, mit wem sie weiterhin zusammenspielen, ob und welche Neuzugänge es gibt und ob jemand nicht mehr zur Verfügung steht. Zunächst einmal muss sich der Trainer erneut einen Überblick über alle Spieler verschaffen. Dann gilt es zu überlegen, welche Spielphilosophie am besten zum Team passt. Zum Schluss besetzt er die zur Verfügung stehenden Positionen mehrfach.

Worauf es bei der Zusammenstellung der Mannschaft ankommt, haben wir schon einmal in einem Sammler-Beitrags seinerzeit zum Anlass des Confed-Cups 2017 veröffentlicht. Dabei haben wir auch das Teambuilding als sehr wichtigen Aspekt ausführlich thematisiert. Und auch Trainer-Novizen erhalten für ihren Einstieg ins Geschäft wichtige Informationen, was sie vorbereitend alles zu erledigen haben.

Aus Spielern ein Team formen!

Das Spielsystem auswählen

Die aktuellen Trends lassen erkennen, dass sich neben der Viererkette mit der Dreierkette ein weiteres Defensivsystem etabliert hat. Bei den jüngeren Teams haben wir diese Empfehlung ja bereits länger ausgesprochen:

Bei den C-Junioren wirklich schon mit Viererkette?

Doch auch die älteren Teams können sich aus dieser Argumentationssammlung interessante Erkenntnisse ableiten. Egal, ob sie sich schlussendlich für die Dreier- oder die Viererkette entscheiden, im Mittelpunkt steht jeweils eine systematische Erarbeitung in der Saisonvorbereitung. Schließlich hat man als Trainer im weiteren Saisonverlauf kaum mehr die Zeit, sich so ausführlich einem einzigen taktischen Schwerpunkt zu widmen. Außerdem stellen wir für beide Systeme auch exemplarische Trainingsinhalte zur Verfügung.

Die Viererkette systematisch schulen!

Die Dreierkette Schritt für Schritt erarbeiten!

Wer sich noch intensiver mit den taktischen Prinzipien der Viererkette auseinandersetzen möchte, für den hält DFB-Trainer Ralf Peter zudem ein Online-Seminar bereit:

DFB-Online-Seminar 'Einführung in die Viererkette'

Jüngere Teams benötigen 'Platzreife'

Solche mannschaftstaktische Überlegungen bedarf es im jüngeren Juniorenbereich selbstverständlich noch nicht. Hier geht es vielmehr darum, die Spieler systematisch auf die Anforderungen im 11 gegen 11 vorzubereiten. Dabei kommen sowohl individual- als auch gruppentaktische Überlegungen zum Tragen. Denn: Wenn die Spieler die Grundlagen nicht beherrschen, brauchen ihre Trainer die oben genannten Überlegungen überhaupt gar nicht anzustellen.

Ein systematisches Juniorentraining in einem Verein bedeutet bestenfalls, dass eine einheitliche Ausbildungsphilosophie besteht und dass dabei im Verlaufe der Jahre ein Rädchen jeweils ins andere greift. Dies würde ermöglichen, dass die C-Junioren optimal auf das Großspielfeld vorbereitet sind. Worauf es dabei ankommt, haben wir in dem folgenden Beitrag für Sie zusammengestellt:

Fit für's 11 gegen 11?

Zweiter Schwerpunkt: Athletik

Apropos "fit": Konditionelle Inhalte bilden den zweiten großen Schwerpunkt in der Saisonvorbereitung. Eine wichtige Erkenntnis ist dabei jedoch, dass es nicht unbedingt eines isolierten Konditionstrainings bedarf, um die Spieler für die Saison fit zu bekommen. Hierfür steht in den meisten Vereinen viel zu wenig Trainingszeit zur Verfügung. Und außerdem ist Konditionstraining in Spielformen für die Spieler viel motivierender als langweilige Läufe durch den Wald.

4-mal 4 Minuten: Mehr Ausdauer durch kleine Fußballspiele

Die Ausdauer vornehmlich mit Ball trainieren!

Je älter die Teams, desto mehr steigt dabei der Wunsch eines systematischen Fitnesstrainings. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass Kondition individuell trainiert werden muss, sind gemeinschaftliche Waldläufe im Teamverbund nicht nur suboptimal sondern je nach Art der Durchführung teilweise sogar kontraproduktiv.

Prof. Dr. Tim Meyer, Mitglied im Team der Mannschaftsärzte der deutschen Nationalmannschaft, erläutert in dieser Hinsicht die Möglichkeiten der Leistungsdiagnostik. Klar: Nicht jede Mannschaft hat die Möglichkeiten, dabei auf eine Laktatdiagnostik zurückzugreifen. Aber, so wird deutlich, auch andere Leistungstests, darunter so klassische Varianten wie der 'Cooper-Test' haben durchaus ihre Daseinsberechtigung und lassen wichtige Rückschlüsse über den Leistungsstand des Einzelnen und der Mannschaft zu.

Laktattest ist optimal für die Trainingssteuerung

Gefährliche Standards

Je nach Zeit, die in der Saisonvorbereitung zur Verfügung steht, kann neben den technisch-taktischen sowie konditionellen Inhalten auch noch die Entwicklung von kreativen Standardsituationen ein wichtiger Baustein sein. Schließlich sind gefährliche Standards immer wieder Auslöser für Torgefahr. Dabei kommen sowohl Eckbälle als auch Freistöße in Betracht. Bei Ersteren ist vor allen Dingen darauf zu achten, dass man sowohl Varianten gegen eine Raum- als auch gegen eine Gegnerdeckung im Repertoire hat. Schließlich sind beide Verteidigungssysteme in den höheren Altersklassen durchaus vorzufinden.

Kreative Standards: Ecke – Variante – Tor!

Freistoß nach Plan: Kreativ erfolgreich

Das Sechs-Wochen-Rundum-Sorglos-Paket

Wie an unserem Beitrag unschwer zu erkennen ist: Der Trainer hat alle Hände voll zu tun, wenn er mit seinem Team erfolgreich in die kommende Saison starten möchte. Und für die Saisonvorbereitung allgemein gilt natürlich wie auch für das Konditionstraining: Individuell abgestimmte Programme versprechen möglicherweise die besten Ergebnisse!

Dennoch haben wir versucht, aus dem Trainingsarchiv von DFB-Training online ein sechswöchiges Rundum-Sorglos-Paket zusammenzustellen, in dem alle Einheiten der Saisonvorbereitung bereits integriert sind. Sollte sich ein Trainer also nicht zutrauen, die Periodisierung der Trainingseinheiten sowie die inhaltliche Planung nicht selbst zu stemmen, oder sollte schlicht nicht ausreichend Zeit hierfür zur Verfügung stehen, so ist er mit unserem Sechs-Wochen-Plan gut versorgt.

Sechs Wochen bis zum Start: Hier gibt's die komplette Saisonvorbereitung!

Auch wenn sich Erfolg nicht immer hundertprozentig vorausplanen lässt, mit diesen Unterlagen sind Sie auf jeden Fall schon einmal gut gerüstet. Ob die in der Saisonvorbereitung vorgesehenen Mittel und Inhalte allerdings auch wirklich greifen, sollte jeder Trainer bereits frühzeitig – lange vor dem Start der eigentlichen Wettspiele – auch gegen Mannschaften von anderen Vereinen stichhaltig testen. Je nach Zielsetzung sind hierfür Testspiele gegen unter-, gleich- oder höherklassige Teams zu empfehlen.

Testspiele sind angewandte Trainingseinheiten

Nach den letzten Wochen der laufenden Saison dürfen die Spieler in die verdiente Sommerpause und ein wenig durchschnaufen. Doch schon bald geht es wieder los: Die Saison 2019/20 wirft ihre Schatten voraus. Anpacken ist gefragt! Wer sich noch ausführlicher über die bevorstehende Saisonvorbereitung informieren möchte, dem legen wir Fußballtraining FOKUS Band 4: Saisonvorbereitung ans Herz. Nähere Informationen zu dieser Publikation finden Sie unter 'Themenverwandte Links'.