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Ein Leitfaden für das Hallenturnier

Tricks, Tore und Spektakel: Hallenturniere erfreuen sich bei Kindern aufgrund des temporeichen Spiels und der besonderen Stimmung unter dem Dach großer Beliebtheit. Auch die Eltern der Kleinen sind oftmals mit Feuereifer dabei. Für Trainer hingegen kann der Budenzauber für Betreuungsstress pur sorgen, denn es warten viele Herausforderungen – so will die Anreise vernünftig organisiert sein, statt nur einem gibt es gleich mehrere Spiele mit der Mannschaft zu besprechen und eine kleine Spielidee will den Jungen und Mädchen natürlich auch vermittelt werden.

Hinzu kommt, dass es zumeist aufgrund der Raumenge und der vielen Mannschaften kaum Platz für ein durchdachtes Aufwärmprogramm gibt. Auch mit dem Ein- und Auswechseln ist es nicht ganz so einfach: Wie geben Sie allen Kindern ausreichend Spielzeiten? Tauschen Sie je nach Spielstand aus oder rotieren Sie in Blöcken?

Weitere ‘Problemchen’ warten auf den Trainer in den meist langen Pausen zwischen den Spielen. Hier ist er auch schon mal als Entertainer gefragt, um keine große Langeweile unter den Kids aufkommen zu lassen. Auch die Ernährung zwischen den Spielen ist so eine Sache: Vielleicht lohnt es sich ja, über Alternativen zu Pommes rot/weiß, Frikadellen mit Senf oder den üblichen Süßigkeitentüten nachzudenken.

Sollte nach einem erfolgreichen Turnierverlauf schlussendlich auch noch ein Pokal eingeheimst werden, geht meist die große Schlacht unter den Spielern los. Wer darf ihn zuerst mit nach Hause nehmen? Und wie lange darf er ihn behalten, um ihn stolz Oma, Opa oder Freunden zu präsentieren? Dieser Leitfaden führt durch einen exemplarischen Turniertag und zeigt, wie Sie all diese offenen Fragen spielend leicht in den Griff bekommen.

Begleiten statt anleiten

Hallenturniere sind für Kids absolute Spaßveranstaltungen. Dieses positive Gefühl sollten wir ihnen nicht nehmen – sondern lieber noch verstärken. Begleiten statt anleiten ist hier das Motto! Wir lassen unser Team frei aufspielen, erzeugen keinen Druck, weder in den Besprechungen vor einem Spiel noch im Wettkampf selbst. Vielmehr ist eine motivationale Ansprache gefragt („Haut alles raus, ich glaube an euch! Zeigt euren Eltern mal, was ihr an Tricks und Bewegungen drauf habt!“). Für Druck genug bei den Kids sorgt schon der Wettbewerbsmodus an sich, bei dem oftmals schon eine Niederlage ausreicht, um sich nicht für die K.o.-Spiele zu qualifizieren. Dennoch bekommen die D-Junioren ein, zwei taktische Tipps und eine Spielidee an die Hand, um gut Gerüst in die Spiele zu gehen.

Platz als begrenzender Faktor

Das Dilemma kennt jeder Trainer. Wo nur soll ich meine Mannschaft vernünftig aufwärmen? Bei kleinen Hallen und vielen teilnehmenden Teams ist Platz nämlich ein stark begrenzender Faktor. Auf dem Feld finden meist pausenlos die Spiele statt, draußen vor der Halle ist es in den Wintermonaten eindeutig zu kalt und die Erkältungsgefahr damit zu hoch – bleibt uns für das Einstimmen auf die Spiele noch die Tribüne, der Umkleidegang oder eben die Umkleide selbst. Viel Platz sieht immer noch anders aus.

Zum Glück benötigen Kinder aufgrund ihrer muskulären Strukturen noch keine systematische Erwärmung. Also nehmen wir für jedes zweite Kind einen Ball mit und machen in Partnerarbeit eine 5-minütige intensive Ballschule.

Bei Ausball und eigenem Ballbesitz

Erinnern Sie sich noch an Ihre eigenen Auftritte in der Halle? Richtig, der Kick unter dem Dach geht mächtig an die Substanz! Zwar haben Kinder mehr ‘Luft’ für dieses Spiel als Erwachsene, auch hier lohnen sich aber kurze Einsatzzeiten. Da wir allen Kindern gleichlange Einsatzzeiten gewähren wollen, bietet sich ein Wechsel in Blöcken alle 2 bis 3 Minuten an. Hier lässt sich auch schön ‘intern’ rotieren: Mal spielt eine Reihe vorne im Angriff, mal hinten als Verteidiger. Alternativ klappt auch der Volleyball-Wechsel: Alle Kids rotieren hier eine Position nach links bzw. vorne. Der Spieler vorne rechts geht raus, ein neuer betritt auf der Hinten-rechts-Position das Feld. Egal für welchen Wechsel Sie sich auch entscheiden: Getauscht wird immer nur bei Ausball und eigenem Ballbesitz.

Langeweile ade

Wartezeiten von 45 Minuten und mehr sind bei Turnieren keine Seltenheit. Viele Trainer überlassen die Kinder nach einem Spiel sich selbst. Ihnen wird schnell langweilig, sie werden unruhig oder kommen gar auf ‘dumme’ Ideen. Das gemeinschaftliche Erlebnis ‘Turnier’ geht so schnell verloren. Mannschaftssportarten definieren sich nicht nur durch gemeinsames Agieren auf dem Platz, sondern über den Spielfeldrand hinaus! Auch die Pausen sind wichtig – wenn man sie effektiv und sinnvoll zu nutzen weiß. Sie sind ‘Ressourcenauffrischer’, die Spannung ab- (Stress) und aufbauen (Konzentration) können. Nicht jede Pause soll aber minutiös mit Spielen verplant werden. Auch die Begegnung mit den Eltern ist wichtig. Eine gute Mischung macht’s!

Das Auge isst mit

Pommes rot/weiß, Würstchen, Kuchen oder die Süßigkeitentüte: Das kulinarische Angebot auf Hallenturnieren verleitet schnell dazu, viel Ungesundes ‘in sich reinzustopfen’. Zudem macht es den Magen träge. Mit einem Völlegefühl im Bauch lässt es sich danach auch nicht mehr so gut spielen. An dieser Stelle können wir Trainer kreativ werden und darüber hinaus zur Gesundheit unserer Spieler beitragen. Statt des ungesunden Snacks werden Melonenhaie, Gurkenschnecken oder Apfelfrösche aus Gemüse oder Obst serviert. Sie werden staunen, wie schnell Ihre Kids aufgrund der besonderen Optik auf das gesunde ‘Fastfood’ abfahren. Übertreiben Sie es aber nicht mit den bunten Kreationen – eine Pommes darf es natürlich auch mal sein.

Jeder darf mal stolz sein

Egal, ob Turniersieg oder Vorrundenaus – bei vielen Hallenturnieren gibt es mittlerweile für jedes teilnehmende Team einen Pokal. Spätestens mit der Übergabe der Trophäe ist die letzte Niederlage vergessen. Glänzende Augen unter den Kindern, wohin man nur schaut. Natürlich will jeder den Pokal am liebsten selbst direkt mit nach Hause nehmen und stolz Oma und Opa oder den Freunden präsentieren. Lassen Sie Ihren Spielern also diese Freude und geben Sie die Trophäe einmal komplett herum, bevor sie endgültig in den Vitrinenschrank des Vereins wandert. Zu jeder Zusammenkunft – egal ob Training oder Spiel – wird der Pokal neuerlich herumgereicht. Planen Sie selbst einmal ein Turnier, organisieren Sie besser Medaillen: Hiervon hat jedes Kind sofort etwas.

Weitere Tipps und Informationen zum Spiel mit D-Junioren sind unter 'Themenverwandte Links zusammengestellt.