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Feedback geben: der Fußball-Sprechtag

Warum das Feedback von Dritten für die sportliche und persönliche Weiterentwicklung so wichtig ist!

Ob als Profi, Jugendspieler oder Minikicker – nur durch Rückmeldungen kann man sich verbessern. Tipps und Tricks der Eltern können dabei genauso förderlich sein wie Hilfestellungen eines Trainers oder die Meinung des besten Freundes. Feedbacks von außen führen also zur Weiterentwicklung. Die höchste Form jedoch: Eine interne Lehr- und Lernkultur zu entwickeln, die zur Selbstreflexion anregt. „Was kann ich gut?“ und „Wo muss ich mich noch verbessern?“ – typische Fragen, die helfen, das eigene Potenzial zu steigern. Doch wie kann ich einen solchen Prozess als Trainer anstoßen? Können tatsächlich schon junge Kicker ihre Leistung hinterfragen und analysieren und ist dies überhaupt im Fußballalltag zu leisten? Die Antwort lautet: Ja! Kindersprechtage bieten dazu als Einstieg eine besonders gute Möglichkeit!

Leitfaden für Entwicklungsgespräche

Setzen Sie sich ein- bis zweimal jährlich mit Ihren Kickern zusammen. Sowohl im Herbst als auch im Frühjahr bietet sich eine solche Zusammenkunft an, die nicht länger als 15 Minuten dauern sollte, denn: Als Trainer sind Sie für viele Spieler verantwortlich – da kommen einige Stunden zusammen, wenn man sich allen intensiv widmen möchte.

Und so gehts

Die Basis für das Gespräch bilden Einschätzskalen, die sich natürlich mit den sportlichen Aspekten der Saison befassen: „Fit wie ein Turnschuh“, „Schnell und beweglich“, „Gut am Ball“ – so oder ähnlich könnten auch Ihre Themengebiete heißen, die Sie natürlich ganz individuell Ihrer Lerngruppe anpassen können. Auf einem Tisch sollten die verschiedenen Einschätzbögen bereitliegen. Mit Hilfe der Stifte haben Ihre Spieler nun die Möglichkeit zur Selbsteinschätzung, indem sie ein Kreuz in die entsprechenden Smiley-Felder machen.

Sie als Trainer nutzen die Phase vor allem zur Beobachtung. Es ist hochinteressant zu sehen, ob sich ein Spieler eher unter- oder überschätzt. Häufig liegen die Kinder mit ihrer Selbstwahrnehmung sogar goldrichtig. Machen Sie sich in der Zwischenzeit Notizen – und füllen Sie am Ende des Gesprächs einen so genannten Entwicklungsbogen aus. Hier halten Sie schriftlich fest, was Ihr Kicker gut kann und wie die Absprachen für die kommenden Monate lauten. Das wird in einem Abschlussgespräch gemeinsam erörtert. Führen Sie hier zunächst die positiven Dinge auf – um dann Vorschläge zu machen, was noch wie verbessert werden muss. Achtung: Legen Sie den Fokus auf höchstens drei Dinge, die es zu verbessern gilt. Denn: Das ist für die Kinder übersichtlich und machbar – und für Sie als Coach ebenso.

Neben den sportlichen Fähigkeiten, die es zu reflektieren gilt, dürfen soziale und emotionale Aspekte nicht zu kurz kommen. Schließlich kann man nur dann an seine Grenzen gehen, wenn man sich einem Team zugehörig fühlt und angenommen wird. Auch hierfür bietet ein Fußball-Sprechtag einen passenden Rahmen – und gegebenenfalls haben auch Sie als Trainer endlich mal die Möglichkeit zu sagen, was gut klappt, und was im Umgang mit anderen noch besser werden muss. All dies übrigens im Beisein einer dritten Person. Denn Mama oder Papa gehören zu einem Sprechtag immer dazu. Ganz wichtig: Füllen Sie den Entwicklungsbogen zweifach aus. Einen Bogen für die eigene Dokumentation – und den anderen Bogen für das Kind. Dieser kann im Kinderzimmer an die Fußballwand gehängt werden – oder sogar an den Kühlschrank in der Küche. Auf diese Weise haben auch Mama und Papa immer alles im Blick.

Die Themen des Sprechtags im Überblick

  • Fit wie ein Turnschuh? Gesundheitserziehung spielt auch für Minikicker eine wichtige Rolle. Viel trinken? Gesund essen? Na klar – dazu kann jeder etwas sagen!
  • Schnell und beweglich? Auch hierzu kann sich jeder äußern! Bin ich flink wie ein Hase? Kann ich auf einem Bein hüpfen oder mit einem Seil springen?
  • Gut am Ball? Das weiß jeder! Kinder können sich erstaunlicherweise sehr genau einschätzen. Sie wissen um ihre Stärken – und was sie noch verbessern müssen!
  • Teamplayer? Bin ich freundlich und hilfsbereit? Halte ich mich an die Regeln? Eigne ich mich vielleicht sogar als Vermittler und Streitschlichter?
  • Stark im Kopf? Kinder denken in der Regel positiv. Gebe ich immer mein Bestes? Habe ich auch nach einer Niederlage meine Gefühle im Griff?

Auch das noch:

Nachdem Sie in einer letzten Rückmeldung nochmals alles zusammengefasst sowie den einen oder anderen Ratschlag erläutert haben, fragen Sie nach den Wünschen und Anliegen Ihres Spielers! Es ist immer interessant, Kindern zuzuhören und von ihrer Wahrnehmung der Dinge zu lernen. Der hohe Aufwand und die Zeit und Energie, die Sie als Trainer in eine solche Kommunikationsform stecken, zahlt sich aus – durch ein besseres Miteinander und Verstehen auf und neben dem Platz. Denn: Durch positive Kommunikation entstehen positive Beziehungen.

Die Ziele...

... sollten realistisch, aber trotzdem herausfordernd sein, so dass die Kinder sich in Training und Spiel immer anstrengen müssen, um sie zu erreichen. Gegebenenfalls sollten Sie Ihre Planung anpassen, wenn klar wird, dass Ziele nicht mehr erreichbar sind.

Die Bögen zur Selbsteinschätzung zu den unterschiedlichen Themen des Sprechtags können sich im Bereich 'Downloads' herunterladen und ausdrucken.

Weitere Tipps und Hinweise für die Betreuung der jungen Kicker sind unter 'Themenverwandte Links' zusammengestellt.