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Nicht 'rumeieren': Der FC Zürich folgt mit den Letzikids einem klaren Konzept!

Das Kinderfußballprojekt ‘Letzikids’ des FC Zürich startete im Sommer 2003 und basiert strukturell auf dem Konzept des Schweizerischen Fußballverbandes (SFV). Ein großer Baustein darin: das Vielseitigkeitstraining! Die Letzikids gewichten die Vielseitigkeit insbesondere in der U8, U9 und U10 höher als der SFV, weshalb ihr Anteil an der Trainingseinheit größer ist als vom Dachverband vorgeschlagen (50 Prozent anstatt ein Drittel). In der U11 und U12 beträgt er am Training immer noch ein Drittel.


Sehen, Hören, Spüren ...

Vielseitigkeit sollen die Kinder in jedem Training erfahren. Im Hauptteil ist neben dem Schwerpunkt ‘Fußballspielen erlernen’ stets auch der Baustein 'Vielseitigkeit erleben’ fest verankert. Kinder werden auch vielseitig gefordert, wenn verschiedene Sinne über unterschiedliche Wahrnehmungskanäle angesprochen werden. Gut ausgebildete Sinne – gemeint sind Sehen, Hören, Spüren und die inneren Informationssysteme, Bewegungssinn (kinästhetisch) und Gleichgewichtssinn – beeinflussen die Handlungsschnelligkeit positiv. Kinder sind grundsätzlich keine Spezialisten, sondern neugierige, kreative Allrounder. Für eine ganzheitliche Entwicklung benötigen sie vielfältige Bewegungserfahrungen. Diesem natürlichen kindlichen Bedürfnis entspricht das Prinzip der Vielseitigkeit. Dadurch eignen sich die Kinder eine breite Basis an motorischen Kompetenzen, sprich Bewegungsgrundformen an.


© Philippka/Conny Kurth

Kurzinterview mit Heinz Russheim (Leiter FCZ-Akademie, FC Zürich)

Fußballtraining Junior: Wie definiert ihr für euch das Leitmotiv ‘Lachen, Lernen, Leisten’?

Russheim: Der Schweizerische Fußballverband hat dieses Konzept entwickelt. Ich habe es übernommen und für unseren Verein und unsere Rahmenbedingungen angepasst. Im Kinderfußball steht das Lachen im Fokus, im Aufbaubereich das Lernen und im Leistungssektor – wie es der Name auch schon sagt – das Leisten.

Fußballtraining Junior: Bleiben wir doch direkt beim Kinderfußball und dem Lachen ...

Russheim: Fußball muss Freude bereiten. Wir wollen Freude entfachen und sehen uns durch ein Kinderlachen während des Trainings in unserer Arbeit bestätigt. Wenn ich eine Einheit sehe, in der die Jüngsten keinen Spaß haben, dann ist das Ziel in dieser Altersklasse für mich nicht erreicht. Kinder sind immer ehrlich und direkt! Ihnen ist am Gesichtsausdruck anzusehen, wie sie die Trainingseinheit finden. Und was macht ihnen in aller Regel am meisten Spaß? Natürlich spielen!

Fußballtraining Junior: Wie sind für euch denn Kinder zwischen sieben und elf Jahren? Welche Merkmale zeichnen sie aus?

Russheim: Unsere Ausbildung basiert auf der Überzeugung, dass Kinder neugierige und kreative Allrounder sind. Entsprechend setzen wir uns für eine ganzheitliche Entwicklung im Sinne der Vielseitigkeit und Polysportivität ein. Das freie Spielen steht bei uns sehr lange im Vordergrund.

Fußballtraining Junior: Wie setzt ihr die Ausbildungsideen mit den Letzikids in die Praxis um?

Russheim: Die Spielerinnen und Spieler sollen sich miteinander messen und daran Spaß haben. Die Konzentrationsfähigkeit in dieser Altersklasse ist zeitlich stark limitiert. Ein Zehnjähriger kann nicht 20 Minuten am Stück üben. Da reichen wenige Minuten aus, bevor er wieder in eine Spielphase gehen muss. Ich glaube, dieser Grundgedanke kommt sehr gut in der Trainingseinheit mit unserer U9 heraus.


Trainingspraxis: Stationstraining

Organisation

  • Ein 24 x 20 Meter großes Minifußballfeld mit einer Mittellinie, 2 Abschlusszonen (6 Meter) und 4 Minitoren markieren.
  • 3 Bälle in der Feldmitte auslegen.
  • 1 Angreifer (Blau) und 3 Verteidiger (Rot) bestimmen und gemäß Abbildung links verteilen.

Ablauf

  • 1 gegen 3 auf 4 Minitore: Der Angreifer hat 3 aufeinanderfolgende Versuche, gegen die 3 Verteidiger zu einem Torerfolg zu kommen.
  • Wie viele Treffer gelingen ihm?
  • Erobern die Verteidiger den Ball, dürfen sie auf ein Tor der anderen Spielfeldhälfte (nicht in der des Ballgewinns) kontern.
  • Erzielt der Angreifer einen Treffer, zählt dieser 3 Punkte.
  • Ein Kontertor der Verteidiger zählt 1 Punkt.
  • Anschließend neue Angreifer-Verteidiger-Konstellationen bilden.

Coachingtipps

  • Sofort mit der Ballmitnahme Tempo machen und einen freien Raum andribbeln.
  • Mut / Durchsetzungswillen einfordern.

Organisation und Ablauf

  • Ein 24 x 20 Meter großes Minifußballfeld mit zwei Abschlusszonen (6 Meter) und 4 Minitoren markieren. Für diese Trainingsform beide Längshälften des Feldes separat nutzen (mit Hütchen abstecken).
  • Die Spieler in 2 Gruppen (Angreifer und Verteidiger) einteilen.
  • 1-gegen-1 Fangspiel: Die jeweiligen Angreifer versuchen, in die Abschlusszone des Verteidigers zu gelangen. Sie dürfen sich nur vorwärts bewegen und ihren Lauf nicht abbrechen.
  • Die Verteidiger versuchen, den Angreifer rechtzeitig vor Erreichen der Abschlusszone abzuschlagen (2 Punkte) oder ihn über eine Seitenlinie ins Aus zu steuern (1 Punkt).

Variation

  • Die gleiche Übung mit Ball (Dribbelaufgabe) durchführen.

Coachingtipps

  • Verteidiger: Den Angreifer sofort unter Druck setzen und gezielt eine Seite anbieten.
  • Angreifer: Je nach Situation Tempo rausnehmen oder verschärfen und Lauffinten einsetzen.

Organisation und Ablauf

  • Ein 24 x 20 Meter großes Minifußballfeld mit zwei Abschlusszonen (6 Meter) und 4 Minitoren markieren.
  • Die Spieler gleichmäßig mit je 1 Ball auf die Grundlinien verteilen.
  • Alle Kinder dribbeln gleichzeitig zur jeweils gegenüberliegenden Abschlusszone und schießen dort auf eines der Tore.
  • Sobald alle Spieler wieder bereit sind, ändert sich die Spielrichtung und der Trainer nennt eine neue Dribbelaufgabe:
    • rechter Fuß außen/innen; linker Fuß außen/innen
    • linker Fuß außen/innen; rechter Fuß kreuzt
    • – rechter Fuß außen; Knie; rechter Fuß außen/innen
    • Auf die diagonalen Tore spielen (siehe Abbildung). Die Spieler treffen sich in der Mitte und müssen sich orientieren.
    • Bei Kommando »1!« bei jeder Ballberührung abwechselnd vor und hinter dem Körper einmal in die Hände klatschen
    • Bei Kommando »2!« bei der Kreuzbewegung auch oben kreuzen: Kreuzt das linke Bein, die rechte Hand auf die linke Schulter legen

Hinweis und Trainingsziel

  • Unterschiedliches Ballmaterial (kleine, große, schwere, leichte) nutzen.
  • Dribbeln unter koordinativ schwierigen Bedingungen.

Organisation und Ablauf

  • Nebeneinander 3 Slalomparcours (Länge: 12 Meter) mit je 1 Minitor gemäß Abbildung errichten.
  • Jeder Spieler hat 1 Badmintonschläger, einen Softball und einen Fußball. Sie dribbeln durch den Parcours und versuchen dabei gleichzeitig, den Softball so auf dem Schläger zu balancieren, dass dieser nicht herunterfällt.
  • Am Ende des Parcours den Softball auf dem Schläger jonglieren und den Ball ins Minitor passen, ohne dass der Softball herunterfällt.

Trainingsziele

  • »Ich will das schaffen und der Beste sein!«
  • »Durch das Üben kann ich mich verbessern!«
  • Freude über Erfolg
  • Gleichzeitiger Einsatz von Armen und Beinen.


Weitere Best-Practice-Beispiele sind unter den themenverwandten Links zusammengestellt.