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Schwere Verletzungen im Fußball: Wenn das Spiel in den Hintergrund rückt

War es zuletzt noch der Herzstillstand des Dänen Christian Eriksen, der Fußball-Fans auf der ganzen Welt den Atem stocken ließ, so wird ähnliches zumindest bei den deutschen Fans im Fall Marco Meyerhöfer passiert sein. Der Fürther Rechtsverteidiger war unglücklich in hohem Tempo mit dem heranrauschenden Jens-Petter Hauge zusammengekracht und verdrehte sich sein Bein dabei so übel, dass sowohl sein Gegen- als auch die Mitspieler sich sofort abwenden mussten und hektisch das medizinische Personal auf den Platz winkten.

Auch wenn die Schwere dieser Verletzung am vergangenen Spieltag alles überschattete, so war sie nicht die einzige. Innerhalb weniger Augenblicke wurde die Konferenz-Übertragung aufgrund von Verletzungsunterbrechungen vom einen ins nächste Stadion geschaltet. Im Spiel des VfL Bochum gegen die TSG Hoffenheim war zunächst Torhüter Manuel Riemann seinem Rechtsverteidiger Cristian Gamboa auf den Oberschenkel gestiegen. Der Costa Ricaner wurde unmittelbar daraufhin ausgewechselt. Im Anschluss daran folgte die Meyerhöfer-Verletzung und von dieser aus ging es direkt weiter zum Spiel der Arminia Bielefeld gegen den VfB Stuttgart, wo die Köpfe der Bielefelder Alessandro Schöpf und Fabian Klos aneinander knallten. Stuttgarts Sasa Kalajdzic beschleunigte die medizinische Erstversorgung und brachte die Trage für Bielefelds Klos höchstpersönlich auf den Platz.

Achtsamkeit und Fair-Play

Auch wenn es im Fußball irgendwo dazugehört, Fouls zu ziehen und somit beispielsweise vielversprechende Freistoßsituationen herauszuholen, so sollte auch bei vermeintlich leichten Kontakten und Zusammenstößen eine gewisse Sensibilität für die Situation aufgebracht werden. Zwar liegt es offiziell im Ermessen des Schiedsrichters, die Schwere eines Unfalls zu beurteilen und das Spiel gegebenenfalls zu unterbrechen, doch das eigenständige "Ball-ins-Aus-Schießen" kann weiterhin dazu beitragen, schlimmere Verletzungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Auch bei Krämpfen sollte schnell gehandelt und nicht erst darauf gewartet werden, dass ein*e Spieler*in aus der Mannschaft des/der Krampfenden oder gar die medizinische Betreuung Abhilfe leistet. Bei allem sportlichen Ehrgeiz ist die Gesundheit letztendlich das oberste Gut und die Grundvoraussetzung dafür, dass überhaupt Fußball gespielt werden kann.

Für jede Verletzung die passende Versorgung

Wie in jeder anderen Sportart kommt es beim Fußball zu Verletzungen verschiedenster Art. Für Ersthelfer*innen gilt schon lange die "PECH"-Regel als universeller Leitfaden für das korrekte Verhalten bei Verletzungen und Sportunfällen. "PECH" steht für Pause, Eis, Compression, Hochlagern und soll vor allem dabei helfen, den ersten Schmerz zu lindern und den/die Verletzte zu beruhigen, um schließlich weitere Schritte einleiten zu können. Besonders bei Gelenk- und Muskelverletzungen ist diese Methode effektiv und hilft dabei, den Schaden möglichst gering zu halten. Doch was, wenn im Bein plötzlich eine offene Wunde klafft, wie im Falle Cristian Gamboa? Oder wenn es sich offensichtlich um eine Kopfverletzung handelt, wie bei Fabian Klos?

Wenige Faktoren assoziieren wir so unmittelbar mit einer Verletzung wie Blut. Gerade bei Kindern kann eine offene Wunde Panik auslösen und sollte entsprechend sensibel behandelt werden. Dabei ist es wichtig, zunächst nur die Wundränder und das Gebiet um die Wunde herum zu säubern. Der Rest reinigt sich durch die Blutung ganz natürlich. Deckt die Wunde keimfrei ab und lasst sie unter geeignetem Verbandmaterial oder einem Pflaster verschwinden - "aus den Augen, aus dem Sinn".


Kopfverletzungen sind ein ernstes Thema und nicht umsonst auch bei den Profis noch stärker in den Fokus gerückt. Die UEFA hat im Winter 2021 daher ein Protokoll vorgegeben, das unter anderem vorsieht, die verletzten Spieler*innen nicht mehr selbst über eine Rückkehr auf den Platz entscheiden zu lassen. Dabei sollte die Behandlung auf dem Feld maximal drei Minuten andauern, ehe weitere Tests abseits des Platzes durchgeführt werden, die das medizinische Personal schließlich zu einer Entscheidung über die Einsatzfähigkeit des/der Verletzten bringen sollen. Atmung und Kreislauf müssen dabei streng überwacht werden. Schwindel, Übelkeit und ähnliche Symptome bis hin zur Bewusstlosigkeit sind Indikatoren für ein Schädel-Hirn-Trauma und sollten zu einer sofortigen Auswechslung des/der Spieler*in führen. Eine unmittelbare Behandlung bei einem Arzt und Nachsorge auch an den Folgetagen ist dringend anzuraten.


Als Grundgerüst stellt das knöcherne Skelett die stabilste Struktur unseres Körpers dar. Bei Stauchungen, Prellungen und Brüchen kam es zuvor also meist zu heftigen Schlägen, die einen ebenso heftigen Schmerz auslösen. Eine genaue Diagnose ist in der Regel erst mit einem Röntgenbild möglich, weshalb der/die Betroffene unmittelbar nach dem Unfall ins Krankenhaus gebracht werden sollte. Um den Weg dahin bestmöglich zu überbrücken, ist die Anwendung der PECH-Regel empfohlen. Bei offenen Brüchen, wie im Fall Meyerhöfer, sollte allerdings kein Druck und schon gar kein Einrenkungsversuch vorgenommen werden. Die offene Stelle wird abgedeckt und ruhig gestellt, um einen Schock des/der Verletzten zu verhindern. In diesen Fällen sofort den Notarzt rufen.


Weitere Handlungsempfehlungen für diverse andere Verletzungen findet ihr in unserem Erste-Hilfe-Exkurs für Sportverletzungen. Um Verletzungen vorzubeugen, stellte DFB Training & Service außerdem einen ganzen Prophylaxe-Guide zum Thema Belastungssteuerung im Fußball in Zusammenarbeit mit Peloton zur Verfügung. Dort gibt unter anderem Simone Schubert, die Athletiktrainerin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft, einen Einblick in ihre Arbeit und den Einfluss auf die Gesundheit der Spieler*innen. Außerdem aus dem Bereich der Prävention kommen die neuen Empfehlungen der DFB-Kommission zum Kopfballspiel. Diese haben eine besondere Relevanz für das Kindertraining, sollten aber auch im Jugendfußball konsequent weiter verfolgt werden, um Folgeschäden zu vermeiden.