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Tore vorbereiten und erzielen mit Dynamik

Über die Jahre ist das Fußballspiel deutlich komplexer geworden und stellt somit auch größere Anforderungen an die Akteure. Die Spieler*innen stehen immer neuen Spielsituationen gegenüber, für die es diverse Lösungsmöglichkeiten gibt. Doch wie kommt es rechtzeitig zur richtigen Entscheidung? Und wie können Trainer*innen die Wahl der richtigen Lösung in Zukunft beeinflussen? Diese und weitere Antworten liefert die Broschüre zum aktuellen DFB-Infoabend „Tore vorbereiten und erzielen mit Dynamik".

Was das Auge nicht sieht

Wenn es um die Veränderung des Fußballs über die Jahre geht, ist häufig die Rede davon, dass er "schneller" geworden sei. Dabei wird "Schnelligkeit" in der Regel eher im koordinativen und konditionellen Kontext benutzt und bezieht sich somit auf die subjektiv wahrnehmbaren Faktoren wie schnelle Passstafetten, Tempodribblings, oder Umschaltmomente.

All diese Faktoren werden jedoch durchaus tiefergehend begünstigt und machen somit nur einen kleinen, oberflächlichen Teil der Dynamik im Fußball aus. Denn bevor die Spieler*innen eine "Hochgeschwindigkeitsaktion" durchführen können, müssen sie im Voraus die aktuelle Spielsituation bewerten und etwaige Lösungsmöglichkeiten für potenziell entstehende Spielsituationen parat haben, um diese dann schlussendlich motorisch sauber umsetzen zu können.

Vier-Faktoren Modell

Dynamik lässt sich im Fußball auf vier wesentliche Faktoren herunterbrechen: Antizipation, Auslöser, Timing, und Konsequenz. Diese Faktoren lassen sich prima in Form von Trainingsbausteinen in die Arbeit auf dem Platz integrieren und können Trainer*innen dabei helfen, die Dynamik ihrer Teams nachhaltig und ganzheitlich zu trainieren. Jeder Baustein bringt dabei seine eigenen Lernziele mit.

Bei der Antizipation geht es darum, das Spiel richtig zu lesen und sich dementsprechend in den konkreten Spielsituation mit Hilfe von Vororientierung richtig zu positionieren. Auslöser sind bestimmte Aktionen, die die Spieler*innen rechtzeitig erkennen sollen, um Anschlussaktionen mit höchstmöglichem Tempo durchführen zu können. Dazu gehört es zum Beispiel, den Ball mit einem perfekten ersten Kontakt am Gegenspieler vorbeilegen zu können und anschließend Tempo aufzunehmen oder einen temporeichen Tiefenlauf zu starten, wenn ein Mitspieler den entsprechenden Laufweg "freizieht".

Mit Timing ist die aufeinander abgestimmte, zeitlich effiziente Abfolge aller (Teil-)Aktionen einer Spiellösung gemeint. Die Spieler*innen sollen sich innerhalb einer Spielsituation so abstimmen können, dass sich Pass- und Laufwege ideal ergänzen und so möglichst flüssige Kombinationen ermöglichen.

Konsequenz meint das zielgerichtete, konsequente Durchspielen und Abschließen einer Aktion nach Auslösen von Tempo und Dynamik. Die Spieler*innen sollen ermutigt werden, Risiken einzugehen, anstatt die Aktion frühzeitig abzubrechen, um selbstsicher zu werden und auch in Zukunft konsequent agieren zu können.

Lernen durch Fußball spielen

Die Broschüre liefert zu jedem dieser Bausteine konkrete Aufgaben, die die Spieler*innen im Training bewältigen sollen, um sich die jeweilige Fähigkeit anzueignen. Methodisch bewegen sich diese Aufgaben im Bereich der Spielformen, da das Entscheidungsverhalten und die Handlungsschnelligkeit in sich ständig ändernden Situationen geschult werden sollen.

Beim Einsatz von Spielformen ist es wichtig, dass diese zwar systematisch ablaufen, die Spieler*innen aber nicht in ihrer Kreativität beim Anwenden von Lösungsmöglichkeiten einschränken sollen. Darüber hinaus sollten sie effizient organisiert sein, um lange Stehzeiten zu vermeiden und immer neue Herausforderungen zu schaffen. Nichtsdestotrotz gilt es, die Spielformen in wichtigen Momenten zu unterbrechen und anschaulich zu demonstrieren, worauf man als Trainer besonderen Wert legt. Dabei sollten die Spieler*innen stets aktiv durch Fragen und an Vorwissen anknüpfend in den Lernprozess eingebunden werden.