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Amateurstatistiken

28.09.2021

Den Gegner lenken – auch ohne Ball bestimmen, wo es langgeht!

Ein Zeichen einer dominanten Spielweise ist es, über den gesamten Spielverlauf das Spiel aktiv gestalten zu wollen – egal ob mit, oder ohne Ball. Eine versuchte Balleroberung wird wesentlich erfolgsversprechender, wenn diese planvoll geschieht. Dabei ist es ein Mittel, den Gegner in Zonen zu lenken, in denen eine Überzahl in Ballnähe erzeugt werden kann, wodurch eine Balleroberung wahrscheinlicher wird. Um als Team diese Situationen zu erzeugen, benötigen alle Spieler*innen das nötige Rüstzeug. Thomas Klimka, Trainer der U 15 von Borussia Münster, hat sich diesem Thema angenommen und eine passende Einheit entwickelt. Zum Start der Einheit lässt er technische und koordinative Fertigkeiten schulen, auf denen im Hauptteil weiter aufgebaut wird. Anschließend geht es von individualtaktischen Prinzipien zum Lenken des Gegners im 1 gegen 1 hin zum gruppen- bzw. mannschaftstaktischen Anwenden dieser Prinzipien.

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Laufkoordination

Organisation

  • Zwei 17 x 7 Meter große Felder markieren.
  • Die Spieler gleichmäßig auf die Felder verteilen.
  • In beiden Feldern die Hälfte der Spieler mit Bällen auf einer Grundlinie postieren, die anderen Spieler mit 3 Meter Abstand gegenüber aufstellen.

Ablauf

  • Die Ballbesitzer dribbeln auf die Spieler ohne Ball zu.
  • Die Spieler ohne Ball laufen rückwärts mit Blickrichtung zu den Ballbesitzern.
  • Die Ballbesitzer spielen einen Pass auf die jeweils gegenüberlaufenden Spieler.
  • Diese lassen den Ball im Lauf zurück klatschen und bewegen sich weiter rückwärts.
  • An der Grundlinie wechseln die Spieler die Rollen.

Variationen

  • Die Ballbesitzer werfen die Bälle zu und die Spieler ohne Ball spielen per Volleyschuss zurück.
  • Die Ballbesitzer dribbeln die Spieler ohne Ball an (auch seitlich), sodass diese sich wie Verteidiger den Dribblings entsprechend anpassen und ausrichten müssen.

Tipps und Korrekturen

  • Aktionsbereit sein: Leicht in die Knie gehen und auf dem Vorfuß laufen.
  • Den Ball stets im Blick haben.
  • Beim Dribbling des Gegenübers stets eine diagonale Position einnehmen und so eine Seite anbieten (= Verteidigungshaltung)
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1 gegen 1 auf Farbentore

Organisation

  • Den Grundaufbau beibehalten.
  • Auf den Grundlinien jeweils 2 Minitore aufstellen.
  • In beiden Feldern 2 farbliche Zonen (5 Meter tief) vor den Toren einer Grundlinie markieren.
  • Pro Feld 2 Teams bilden und je einer Grundlinie zuordnen.
  • Die Teams an den Grundlinien gegenüber der farbliche Zonen haben Bälle.

Ablauf

  • Die ersten Ballbesitzer dribbeln ins Feld und versuchen, in der gelben Zone einen Treffer zu erzielen.
  • Sobald der jeweilige Angreifer ins Feld dribbelt, startet der Verteidiger von der anderen Grundlinie ins Feld und versucht, den Ball zu erobern.
  • Erobert der Verteidiger den Ball, so kontert er auf die Minitore gegenüber.
  • Nach einige Durchgängen die Positionen und Aufgaben tauschen.

Variationen

  • Als Angreifer auf das Tor der roten Zone angreifen.
  • Der Angreifer sagt mit dem Andribbeln an, auf welches Tor gespielt wird .
  • Der Verteidiger eröffnet durch einen Pass auf den Angreifer.

Tipps und Korrekturen

  • Als Verteidiger schnellstmöglich die Distanz zum Angreifer verkürzen.
  • Rechtzeitig abstoppen und das Tempo sowie die Laufrichtung des Angreifers aufnehmen.
  • Dem Angreifer bewusst eine Seite anbieten.
  • Mit dem versuchten Durchbruch des Angreifers auf die angebotene Seite den Zweikampf suchen und aktiv den Ball erobern.
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1 gegen 2 mit Kontertoren

Organisation

  • Den Grundaufbau beibehalten.
  • Die farblichen Zonen mit den dazugehörigen Minitoren entfernen.
  • In jedem Feld 3 Angreifer und 5 Verteidiger bestimmen.
  • Die Angreifer stehen mit Bällen zwischen den Toren, die Verteidiger an der Grundlinie gegenüber.

Ablauf

  • Der erste Ballbesitzer dribbelt ins Feld und startet so den Angriff.
  • Gleichzeitig starten von der anderen Grundlinie 2 Verteidiger ins Feld.
  • Der Angreifer versucht, im 1 gegen 2 die Grundlinie der Verteidiger zu überdribbeln.
  • Erobern die Verteidiger den Ball, so kontern sie auf die Minitore.

Variationen

  • Angreifer und Verteidiger aus unterschiedlichen Positionen starten lassen.

Tipps und Korrekturen

  • Ein Verteidiger lenkt den Angreifer bzw. bietet eine Seite an, der andere sichert diagonal dahinter ab und "lauert" auf den Ballgewinn.
  • Den Angreifer möglichst zum Mitspieler lenken und so die Überzahl bewusst nutzen.
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8 gegen 8 in drei Zonen

Organisation

  • Ein 40 x 25 Meter großes Feld mit 3 Längszonen markieren.
  • 2 Teams mit Torhütern einteilen.

Ablauf

  • Die Teams spielen in einer 3-1-3-Grundordnung.
  • Der Torhüter von Blau startet jeden Angriff.
  • Die Angreifer sind an ihre Zonen gebunden und dürfen diese im Angriff nicht verlassen (jeweils 2 Außen und 3 im Zentrum).
  • Die Verteidiger (= Rot) dürfen sich frei bewegen und versuchen, den Ball zu erobern und zu kontern.
  • Nach einiger Zeit die Aufgaben der Teams tauschen.

Variationen

  • Die Angreifer in unterschiedlichen Verhältnissen an die Zonen binden (z. B. 3-1-3, 3-2-2 oder 1-4-2).
  • Die Angreifer im 7 gegen 9 frei spielen lassen.

Tipps und Korrekturen

  • Pass- und Laufwege so zustellen, dass dem Gegner bewusst nur eine Zone angeboten wird.
  • Ballorientiert agieren und sich von Gegenspielern nicht aus der Ordnung ziehen lassen.
  • Bei Überzahl in Ballnähe entschlossen und aktiv zupacken.
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8 gegen 8 in drei Farben-Zonen

Organisation

  • Den Grundaufbau und die Organisation beibehalten.
  • Die Außenzonen farblich markieren (z. B. mit Stangen, Hütchen oder Leibchen).

Ablauf

  • Grundsätzlich freies Spiel im 8 gegen 8.
  • Der Trainer gibt immer wieder eine Pressingzone vor (Rot, Mitte oder Blau).
  • Erobert ein Team den Ball in der entsprechenden Zone, erhält es 3 Extrapunkte.

Variationen

  • Die Teams entscheiden sich vor Beginn selbst für eine Pressingzone, die sie nur dem Trainer und nicht dem gegnerischen Team mitteilen.
  • Querzonen anstatt der Längszonen nutzen.
  • Freies Spiel im 8 gegen 8.

Tipps und Korrekturen

  • Kompakt im Team agieren.
  • Gegenseitig coachen und klare Kommandos geben, besonders bei Pressingauslösern (z. B. schlechter Pass oder nach Pass in die gewählte Pressingzone).
  • Pass- und Laufwege so zustellen, dass der Gegner in die entsprechende Zone gelenkt wird.
  • Mit dem gegnerischen Betreten der Pressingzone aktiv auf die Balleroberung gehen.