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Die sozialen Netzwerke: Segen oder Fluch?

Da wird das Erstellen von Adressenlisten schon zum kleinen Problem: "Trainer, ich habe gar keine E-Mail-Adresse!" Und wie sollen jetzt Terminpläne und mannschaftsinterne Informationen vom Trainer zum Spieler gelangen? Jetzt mag der außenstehende Beobachter in Unkenntnis praxisfern vermuten: "Ist doch einfach: Ausdrucken und im Training an die Spieler verteilen!" Die Wahrscheinlichkeit, mit der nach dem Duschen durchnässte Terminzettel jedoch auch wirklich an der heimischen Pinnwand der Spieler ankommen, ist verschwindend gering!

Kommt der Prophet nicht zum Berg, muss der Berg dann wirklich zum Propheten kommen? Heißt im Klartext: Hilft es dem Trainer, wenn er sich auf die Kommunikationsmittel der Jugendlichen einlässt? Diese heißen im Zeitalter von Smartphones WhatsApp, Facebook & Co.! Und manchmal wechseln die Trends dabei so schnell, dass es einem schwindelig werden kann.

Die folgenden Informationen sollen es Ihnen erleichtern, sich im Dschungel der sozialen Netzwerke zurechtzufinden, sie für Ihr Team gewinnbringend einzusetzen und dabei sowohl über Chancen aber auch über die Gefahren dieser Medien aufklären. Konkret beschränken wir uns dabei auf die gängigsten: Facebook und WhatsApp. Die meisten Regeln und Richtlinien sind dabei jedoch auch auf alle anderen Netzwerke gleichermaßen anwendbar.

Facebook

Facebook dient sowohl als Plattform für mögliche Posts und Veröffentlichungen aller Art als auch als Kommunikationsplattform zwischen Einzelpersonen, aber auch mit mehreren in eingerichteten Gruppen. Außerdem lassen sich Interessen und Ansichten mit Freunden teilen – einerseits als frei verfassbare Meldungen, andererseits als Link oder schlicht mit einem Klick auf 'Gefällt mir' für den Post eines Anderen.

Das Team kann Facebook wie folgt nutzen:

  • Verknüpfung aller Teammitglieder untereinander;
  • Möglichkeit zum gegenseitigen Kontakt und jegliche Form der Kommunikation;
  • Einrichten einer (internen) Gruppe für Termine und andere Teambelange;
  • schnelle Umfrage- und Abstimmungsmöglichkeiten;
  • Mannschaftspostings wie Presseberichte, sportinhaltliche Themen und Links und gegenseitige Motivation.

WhatsApp

WhatsApp ist ein Messaging-Dienst für den Austausch von Text-, Bild-, Video- und Tonnachrichten. Auch hier können sowohl Einzelpersonen miteinander kommunizieren als auch Gruppen gebildet werden. Außerdem lässt sich eine Art 'Newsletter' einrichten. Mit dieser Funktion können z. B. Rundschreiben an verschiedene Adressaten verteilt werden.

Das Team kann WhatsApp wie folgt nutzen:

  • Möglichkeit zum Vernetzen aller Teammitglieder untereinander;
  • schnelle und direkte Kontaktmöglichkeit;
  • Einrichten einer Teamgruppe für Termine und andere Belange;
  • Möglichkeit zum Meinungsaustausch;
  • Mannschaftspostings wie Presseberichte, sportinhaltliche Themen und Links und gegenseitige Motivation.

Egal ob Facebook oder WhatsApp, beide Dienste birgen Risiken, die jedem Nutzer unbedingt bewusst sein müssen. Hier ist es auch Aufgabe des Trainers, die Spieler entsprechend aufzuklären:

  • Kinder und Jugendliche gehen oftmals leichtfertig mit ihren Daten um. Sie stellen Fotos oder persönliche Informationen online, ohne darüber nachzudenken, wie viele Menschen Zugriff auf diese Daten haben, sie abspeichern und verbreiten können – selbst wenn die Daten bei Facebook wieder gelöscht wurden.
  • Kinder und Jugendliche machen sich oftmals nicht die Mühe, die kompliziert hinterlegten Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook zu verschärfen! Theoretisch ist es nämlich möglich, alle Inhalte nur mit bestimmten Freunden zu teilen. Doch dies ist mühsam. So gerät es oft in Vergessenheit oder die User verzichten absichtlich darauf.
  • In sozialen Netzwerken können Kinder und Jugendliche mit pornografischen oder gewaltverherrlichenden Inhalten in Kontakt kommen.
  • Die Kinder und Jugendlichen können in sozialen Netzwerken von fremden Personen belästigt werden. Oftmals sind die Identitäten dieser Personen nicht nachvollziehbar, da die entsprechenden Profile gefälscht sind. Besonders gefährlich wird es, wenn Erwachsene versuchen, mit Minderjährigen über die sozialen Netzwerke sexuelle Inhalte auszutauschen ('Sexting') oder sogar reale Treffen zu vereinbaren!
  • Mobbing hat Einzug in die sozialen Netzwerke gehalten. Was oftmals harmlos beginnt, kann vor allem bei jungen Usern schnell ernsthafte Folgen haben.

Die Einrichtung und Überwachung von Social-Media-Aktivitäten beinhaltet in jedem Fall einen Mehraufwand für den Trainer, über den sich dieser bewusst sein muss. Wie hier jeder seinen persönlichen Spagat findet, hängt letztendlich auch von der individuellen Mannschaftsführungsstrategie ab. Einige Überlegungen vorab sind jedoch unerlässlich!

Verhaltensregeln

  • Respektvoller, freundlicher und höflicher Umgang!
  • Alle Postings in der Gruppe werden teamintern und vertraulich behandelt!
  • Keine Beleidigungen, kein Mobbing und keine gegenseitige Kritik in der Gruppe!
  • Probleme persönlich und nicht über soziale Netzwerke klären!

Die Teamgruppe einrichten und richtig führen!

  • Der Trainer selbst sollte der Administrator der Gruppe sein!
  • Darauf achten, dass alle Teammitglieder Zugang zu den in der Gruppe geposteten Informationen haben, so dass keiner ausgeschlossen wird!
  • Viele Gruppen geben auch Informationen preis, wann diverse Posts von wem gelesen wurden! Erwarten Sie eine zuverlässige Bearbeitung aller Anfragen, aber auch wenn Spieler die Posts gelesen haben, so heißt das nicht, dass sie auch sofort antworten können oder wollen! Entsprechend Zeit einplanen!

Diese Frage muss der Trainer für sich persönlich klären!

Ein "Nein!" auf diese Frage bedeutet, dass lediglich Teambelange geklärt werden dürfen. Dies macht den Informationsfluss in der Gruppe deutlich übersichtlicher! Allerdings ist davon auszugehen, dass die Spieler in diesem Falle untereinander eine weitere Gruppe betreiben werden. Die Kontrolle der Einhaltung der oben genannten Regeln (z. B. Mobbing usw.) ist dem Trainer so nicht möglich! Die Reduzierung auf Teaminhalte ermöglicht dem Trainer jedoch eine deutlich größere Distanz zum Team – verbunden mit allen Vor- und Nachteilen.

Ein "Ja!" auf diese Frage ist einfach dahingesagt, bedarf jedoch der Bereitschaft des Trainers für einen gehörigen Mehraufwand. Nicht nur, dass er die Einhaltung der oben genannten Regeln jetzt aktiv überwachen muss, er kommt zwangsläufig auch mit außersportlichen Themen in Kontakt. Mit diesen umzugehen, muss der Trainer lernen! So muss er mit Bedacht auf Informationen wie Partyaktivitäten, Alkoholkonsum usw. reagieren und gegebenenfalls auch als Ansprechpartner für private Belange fungieren. Ein entsprechend vertrauensvolles Miteinander kann für alle Beteiligten sehr wertvoll sein. Hierfür ist jedoch erforderlich, dass das Heranrücken ans Team von allen Seiten gewollt ist und zudem nicht mit einem Autoritätsverlust einhergeht. Und außerdem gilt: Auch wenn der Trainer mitliest, er muss und darf sich nicht in jedes Thema seiner Jungs einbringen!

Facebook bietet größere und etwas komfortablere Möglichkeiten zur Einbindung von Inhalten (Posts, Links usw.). Allerdings: Braucht man wirklich alle diese Funktionen für's Team? In einer Mannschaftsgruppe sind alle Posts sauber und übersichtlich untereinander aufgelistet. Persönliche Diskussionen werden auf den Facebook-Messenger-Dienst ausgelagert, so dass diese die Übersichtlichkeit nicht belasten.

In WhatsApp hingegen rutschen die Informations-Posts gegebenenfalls schnell nach unten, wenn viel kommentiert wird oder auch private Diskussionen über die gleiche eindimensionale Plattform laufen. Dem kann man nur dadurch entgegenwirken, dass man zusätzlich zu den Gruppenpostings eine Art 'Newsletter' einrichtet, mit dem man wichtige Informationen zusätzlich auch noch an die private Pinnwand aller beteiligten Mitglieder versendet.

Facebook-Gruppen bieten zudem den Vorteil, dass sie auch komplexere Umfragemöglichkeiten einräumen. So können Abstimmungen schnell und präzise online durchgeführt werden. Der Trainer behält so immer den Überblick, wer bereits teilgenommen hat und für welche der vorgegebenen Möglichkeiten sich die Mehrheit ausspricht.

Bei WhatsApp hingegen 'sprechen' bzw. schreiben oftmals nur diejenigen mit, die gerade online sind, wenn eine Fragestellung im Team diskutiert werden soll. Aber die einfache Darstellung wiederum sorgt auch dafür, dass WhatsApp viel besser für mobile Endgeräte geeignet ist und somit die Spieler auch unterwegs sehr gut erreicht werden können.

Ein weiteres Argument für die Nutzung von WhatsApp ist, dass das Ansehen von Facebook in der Gunst der Jugendlichen deutlich gesunken ist. Vor allem sie gehen vorrangig über Smartphones online. Entsprechend bevorzugen sie hier passendere Applikationen.

Fazit: Sowohl Facebook als auch WhatsApp bieten interessante Möglichkeiten für einen gewinnbringenden Einsatz mit Ihrem Team. Das Versenden von E-Mails ist so fast überflüssig geworden. Beide Netzwerke lassen sich jedoch auch parallel nebeneinander einsetzen: Facebook könnte so eher als Informationsplattform und WhatsApp als Messenger-Dienst dienen. Warum also nicht Neuigkeiten auf Facebook posten, auf WhatsApp darüber diskutieren und auf Facebook darüber abstimmen?

Wir hoffen, dass Ihnen diese Ausführungen dabei geholfen haben und sie sich selbst ein Bild von Ihren Wünschen und Bedürfnissen im Social-Media-Bereich machen konnten. Beim Einsatz dieser komplexen Hilfsmittel in Ihrem Team wünschen wir Ihnen stets ein glückliches Händchen und viel Spaß beim Kommunizieren mit Ihren Spielern!