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Amateurstatistiken

Mit komplexem Training mehrere 'Fliegen' auf einmal schlagen

Die Zeit ist knapp – im Jugend- und Amateurtraining ganz besonders. Fußball ist ein komplexes Spiel. Alle Anforderungen an die Spieler isoliert zu trainieren, ist nicht möglich! Zudem stehen in den unteren Spielklassen maximal zwei Trainingseinheiten pro Woche zur Verfügung. Es gilt, Inhalte gezielt zu kombinieren und in Spielformen komplex zu schulen.

Inhalte gezielt verbinden

Isoliert trainierte Inhalte sorgen bei nur wenigen Einheiten pro Woche häufig dafür, dass das Fußballspielen im Training zu kurz kommt. Nicht nur, dass die Spieler sich natürlich immer wieder in Spielformen gegenseitig messen wollen – vor allem müssen sie die Trainingsinhalte anwenden und ausprobieren, um sie schlussendlich in ihr Repertoire an Fertigkeiten für das freie Wettspiel übertragen zu können. Dem Trainer stellt sich also die Aufgabe, mehrere Schwerpunkte in Spielformen gleichzeitig zu schulen, um hier keine Zeit zu verlieren. Dies erfordert eine große Sicherheit im Umgang mit den Faktoren der Spielsteuerung sowie in einem gezielten Einsatz von geeigneten Provokationsregeln.

Schon im Aufwärmen lassen sich mit motivierenden Spielen mehrere 'Fliegen' mit einer Klappe schlagen. Im Anschluss sollte der Trainer für sein jeweiliges Trainingsziel geeignete technisch-taktisch orientierte Spielformen auswählen. Schon allein diese Bezeichnung zeigt, dass gute technische Fertigkeiten nur in einem angemessenen taktischen Kontext richtig zur Geltung kommen können. Zu einem gezielten Training von Bewegungsabläufen gehört also immer auch, diese auch im richtigen Moment im Spiel zum Einsatz zu bringen.

Konditionelle und koordinative Schwerpunkte 'versteckt' mittrainieren

Besonders deutlich wird die Erfordernis eines komplexen Trainingsansatzes im Jugend- und Amateurbereich am Beispiel des Konditionstrainings: Dass isolierte Ausdauereinheiten wie Waldläufe nicht nur 'out' sondern auch wenig zielführend sind, da sie im Vergleich zum Fußball andere Ausdauerbereiche ansprechen, dürfte mittlerweile allen klar sein. Sie ermöglichen höchstens das Schaffen einer für alle weiteren Schwerpunkte erforderlichen Grundlagenausdauer. Die viel bedeutendere fußballspezifische Ausdauer wird hingegen in komplexen Spielformen geschult – bei garantiert deutlich höherer Spielermotivation.

Auch lassen sich mittels komplexer Spielformen auch für verschiedene Spieler oder Mannschaftsteile ganz unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Diese können sowohl positionsspezifisch als auch auf Stärken oder Schwächen bezogen sein. Ein Beispiel hierfür findet sich auch in den unten gezeigten Spielformen: Im vorgestellten 'Versus'-Spiel tritt ein Dribbel-Team gegen eine Mannschaft mit einer Provokationsregel zur Akzentuierung des Kombinationsspiels an.

50 Spielformen auf Trainingskarten

Wer sich ein umfangreiches Repertoire an komplexen Spielformen zulegen möchte, für den ist im Philippka-Sportverlag eine Kartothek zum Thema 'Komplextraining' erschienen (siehe 'Themenverwandte Links'). Diese stellt in den fünf Kategorien 'Aufwärmspiele', 'Technisch-taktisches Training', 'Verstecktes Konditionstraining', 'Wahrnehmungstraining (Koordination)' und 'Versus-Spiele' gleich 50 Spielformen bereit. Jede dieser Spielformen stellt mindestens zwei Schwerpunktthemen in den Mittelpunkt, sodass jeweils ein umfassendes Training garantiert ist.

Nachstehend gewähren wir einen exklusiven Einblick in die Kartothek, indem wir pro Kapitel eine Spielform herausnehmen und diese in ihrem Basisablauf zur Verfügung stellen. Neben weiteren Variationen stehen in der Kartothek auch weitere Abbildungen zu den vorgestellten Spielformen zur Verfügung – außerdem wie bereits erwähnt noch 45 weitere Komplexspiele: Mit seinen Kartotheken bietet der Philippka-Sportverlag jeweils 50 Praxisformen zu geeigneten Themen an. Die handlichen Karten kann der Trainer einfach mit auf den Platz nehmen. Aufbauen und los geht's!

Organisation

  • Ein 30 x 30 Meter großes Feld markieren.
  • In den Ecken des Feldes mit verschiedenfarbigen Hütchen Dreiecke als Zielzonen markieren (z. B. rot, gelb, blau, weiß).
  • Gleichmäßig Hütchenkappen in den Farben der Zieldreiecke an die Spieler verteilen.
  • Die Spieler mit je 1 Ball und den jeweiligen Hütchenkappen in den Händen im Feld verteilen.

Ablauf

  • Die Spieler dribbeln frei im Feld und tauschen dabei die Hütchen mit entgegenkommenden Spielern.
  • Auf ein Trainerkommando dribbeln die Spieler schnellstmöglich in die entsprechendfarbige Zielzone.
  • Die Spieler, die zuerst mit den Hütchen gleicher Farbe komplett ihr Zieldreieck erreichen, erhalten jeweils 1 Punkt.
  • Welcher Spieler hat zum Schluss die meisten Punkte gesammelt?

Hinweis

  • Das Spiel verbindet verschiedene Formen der Ballführung mit einer Schulung der Wahrnehmung. Als Trainer sowohl optische (Handzeichen) als auch akustische Signale (Aufrufen) geben.

Organisation

  • In der Mitte einer Spielfeldhälfte mehrere 1 Meter breite Hütchentore errichten.
  • 2 Teams einteilen.

Ablauf

  • 8 gegen 8 im Feld mit dem Ziel, die Hütchentore im Zentrum zu durchdribbeln.
  • Gelingt es einem Spieler, ein Hütchentor zu durchdribbeln, so bleibt er in Ballbesitz und kann sofort weitere Hütchentore durchdribbeln.
  • Jedes Dribbling durch ein Hütchentor ergibt 1 Punkt für die Mannschaftswertung.

Hinweise

  • Das Spiel läuft bewusst frei ab. Die Hütchentore im Zentrum garantieren, dass der Ball so gut wie nie aus dem Feld gespielt wird.
  • Mit dem Dribbling im Zentrum rücken alle Spieler eng zusammen. Der Ballbesitzer muss hier den Überblick bewahren und das Spiel rechtzeitig wieder nach außen öffnen, ehe ein Ballverlust droht.
  • Das Spiel ist sehr belastungsintensiv. Harte Zweikämpfe um den Ball zulassen, aber ausreichend Pausen einplanen.

Organisation

  • Acht 15 x 10 Meter große Felder mit 2 Meter breiten Stangentoren markieren.
  • Die Felder mit Liganamen benennen (z. B. ‘Champions League’, ‘Europa League’, ‘Bundesliga’, ‘2. Liga’, ‘3. Liga’, ‘Regionalliga’, ‘Oberliga’ usw.).
  • Die Spieler nach Leistungsstärke paarweise zuordnen und den Feldern zuweisen (schwächere Paare zu Beginn in nominell stärkere Ligen einteilen).
  • Pro Feld 1 Ball.

Ablauf

  • 1 gegen 1 in allen Feldern mit dem Ziel, durch das gegnerische Stangentor zu dribbeln.
  • Spieldauer: jeweils 30 Sekunden, bei Unentschieden 15 Sekunden Verlängerung mit ‘Sudden Death’.
  • Steht es auch nach Verlängerung noch Unentschieden, folgt ein Zielschießen von der eigenen Torlinie.
  • Die Sieger steigen ein Feld auf, die Verlierer rücken ein Feld nach unten.

Hinweise

  • In der Belastungszeit müssen die Spieler hochintensiv in Bewegung sein. Daher gegebenenfalls weitere Ersatzbälle bereithalten.
  • Zwischen den Spielen 1 Minute Pause für den Felderwechsel einplanen.
  • 16 Durchgänge spielen: Welcher Spieler gewinnt zum Schluss in der ‘Champions League’?

Organisation

  • Ein 40 x 25 Meter großes Feld mit Jugendtoren errichten.
  • Die Mittellinie markieren.
  • 2 Mannschaften einteilen.
  • Jedes Team stellt 1 Torhüter.
  • Der Trainer postiert sich mit Bällen an der Seitenlinie des Feldes.
  • Die beiden Teams stellen sich seitlich von ihm auf.

Ablauf

  • Der Trainer ruft eine Zahl auf und passt gleichzeitig neutral ins Feld.
  • Die aufgerufene Anzahl an Spielern beider Teams läuft ins Feld und versucht jeweils, beim gegnerischen Tor einen Treffer zu erzielen.
  • Die Aktion ist beendet, wenn ein Treffer erzielt oder der Ball ins Aus gespielt wurde.
  • Anschließend ruft der Trainer die nächste Zahl auf usw.

Hinweise

  • Durch die unvorhersehbaren Kommandos müssen sich die Spieler immer wieder auf neue Situationen einstellen.
  • Auch ändern sich je nach Spielerkonstellation auf dem Platz die inhaltlichen Schwerpunkte (z. B. von Gleichzahl/Dribbeln zu Überzahl/Passen).

Organisation

  • Ein 70 x 50 Meter großes Feld mit Toren errichten.
  • Die Mittellinie markieren.
  • 2 Mannschaften einteilen.
  • Jedes Team stellt 1 Torhüter.

Ablauf

  • 8 gegen 8 auf die Tore mit Torhütern.
  • Blau agiert bei Ballbesitz im Direktspiel, Rot hat 3 Pflichtkontakte.

Hinweise

  • Mit ‘Versus’-Spielen kann der Trainer für die Teams jeweils verschiedene Schwerpunkte setzen. In dieser Spielform stehen für Blau das Direktpassspiel und für Rot die An- und Mitnahme sowie das Dribbling im Mittelpunkt.
  • Stehen 2 Trainer zur Verfügung, so sollten diese jeweils das Coaching für ein Team übernehmen.
  • Blau: Auf präzise Zuspiele in den Fuß des Mitspielers achten.
  • Rot: Als Passempfänger möglichst mit dem ersten Kontakt in den freien Raum mitnehmen und zielstrebig zum Gegner-Tor dribbeln.