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DFB-Trainer Meikel Schönweitz: Mit der U 19 schnell und effektiv angreifen

Deutschlands U19-Junioren haben ein großes Ziel: Nach dem dritten Platz bei der U17-EM 2016 in Aserbaidschan will sich der 1999er-Jahrgang nun auch für das nächste große Endrundenturnier qualifizieren. Die erste von zwei Qualifikationsrunden auf dem Weg zur U19-EM in Finnland wurde souverän gemeistert. Vor der zweiten Runde, die im März 2018 in Deutschland ausgetragen wird, lud der DFB zu einem neuntägigen Trainingslager auf Zypern ein – für den Stab und das Trainerteam die letzte längere Gelegenheit, die Entwicklung der Mannschaft weiter voranzutreiben. DFB-Trainer Meikel Schönweitz blickt in der Ausgabe 01+02/18 des DFB-Magazins 'fussballtraining' auf die Vorbereitung zurück und gibt praktische Trainingstipps zum zielgerichteten Angreifen.


Gutes noch besser machen

Die Qualifikation für die U19-Europameisterschaft ist eine extrem schwierige Aufgabe, da sich neben dem Gastgeber lediglich sieben weitere Mannschaften qualifizieren und es somit bereits im Vorfeld zu Duellen auf Endrundenniveau kommt. Wir haben mit dem 1999er-Jahrgang jedoch eine sehr gute Entwicklung genommen, sind in der ersten Quali-Runde überaus dominant aufgetreten und können entsprechend selbstbewusst in das finale Qualifikationsturnier gehen. Im Trainingslager auf Zypern wollten wir daher vor allem an dem feilen, was uns ohnehin stark macht: auf Basis der Leitlinien der DFB-Spielauffassung variabel und lösungsorientiert anzugreifen. Konkret galt es, aus einem möglichst zielstrebigen Spielaufbau heraus, Wege ins Angriffsdrittel und vor allem hinter die letzte Abwehrreihe des Gegners zu finden, um noch zuverlässiger Torchancen herauszuspielen.


Spielschnelligkeit als Schlüssel

Als Schlüssel hierzu haben wir ein noch höheres Spieltempo ausgemacht und meinen damit das kontinuierliche Bemühen, Raumgewinn in Spielrichtung vorwärts zu erzielen, Verteidiger zu überspielen und in den Rücken der Abwehr zu gelangen. Kann der Angreifer also zwischen mehreren Optionen wählen, sollte er diejenige ergreifen, durch die der größte Raum gewonnen, die meisten Gegenspieler überspielt und das Angriffsspiel am zielstrebigsten fortgesetzt wird. Voraussetzung, um schnell und sicher durch die Reihen des Gegners zu kombinieren, ist eine optimale Orientierung und Positionierung im Raum. Von der Orientierung ist in erster Linie die Entscheidungsfindung abhängig. Schließlich kann ein Spieler nur dann die situativ beste Entscheidung treffen, wenn er das Feld zuvor in alle Spielrichtungen ‘gescannt’, die Positionen von Mit- und Gegenspielern erfasst und keine Handlungsoption übersehen hat. Aus der Positionierung ergeben sich wiederum die Spielfortsetzungsmöglichkeiten. Ein besonders wichtiger Bezugspunkt hierbei ist die Position des direkten Gegenspielers. Anstatt sich in dessen Blickfeld kurz anzubieten, sollten die Angreifer deren Rücken suchen, um den Verteidiger bereits mit dem Pass aus dem Spiel nehmen zu können.

Worauf die Angreifer noch achten sollen, haben wir in neun Leitfragen zusammengefasst. Eine besonders wichtige Fähigkeit, um dem Gegner stets einen Schritt voraus zu sein, ist das vorausschauende Denken und Handeln. Also nicht nur die aktuelle Situation zu beurteilen, sondern auch zu überlegen, von wem ich den Ball in einem nächsten Schritt bekommen und wie ich das Spiel dann fortsetzen würde. Nur so lassen sich die häufig spielentscheidenden Gedanken- und Bewegungsvorsprünge erzielen.

Hier erhalten Sie Einblick in die Praxis einer Trainingseinheit:

Weitere Praxis finden Sie in der Ausgabe 01+02/18 des DFB-Magazins 'fussballtraining'.


Die situativ beste Lösung finden

Anstatt mit den Spielern konkrete Abläufe einzustudieren, bevorzugen wir es, sie durch Spielformen mit Provokationsregeln mit wiederkehrenden Aufgaben zu konfrontieren, die sie selbstständig auf Basis der Leitlinien lösen sollen. Dabei geben wir lediglich das Ziel vor – hier also, in den Rücken der Abwehr zu gelangen. Ob dieses Ziel durch ein Dribbling, einen Pass in die Schnittstelle, einen Chipball über die Abwehr oder eine Steil-klatsch-Kombination erreicht wird, ist zweitrangig. Wichtig ist der Impuls, durch Läufe in die Tiefe solche Situationen zu schaffen und die situativ beste Lösung zu finden.