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Zehntausend(e) Ballkontakte: Aus dem Einzeltraining ein Teamtraining machen!

In manchen Bundesländern sind die Corona-Beschränkungen im Fußballtraining immer noch sehr streng. Wie viele Spieler genau im Kleingruppentraining mit einem Trainer zusammenkommen dürfen, ist da sehr verschieden geregelt. Doch was, wenn dem Team überhaupt nur ein Trainer zur Verfügung steht? Mit einer strikten Zonentrennung kann ein Trainer gleich mehrere Gruppen gleichzeitig coachen.

DFB-Ausbilder Patrik Grolimund hat ein Kleingruppentraining mit Abstandsregeln veröffentlicht, das den Spielern zahlreiche Ballkontakte garantieren soll. Mit einer durchdachten Anordnung mehrerer Felder lässt sich das Training dabei für das ganze Team erweitern, ohne dass die Kleingruppenregel aufgelöst werden muss. Der Trainer postiert sich dabei im mittleren Feld und kann so vier Gruppen beaufsichtigen, die sich in den jeweils 12 x 12 Meter großen Eckfeldern befinden.

Ausgehend davon, dass pro Trainingsgruppe fünf Spieler erlaubt sind, könnte der Trainer so 20 Spieler gleichzeitig beschäftigen. Die Übungen sagt der Trainer dabei aus dem zentralen Feld an. Da die gesamte Feldgröße nur 36 x 36 Meter beträgt, ist er so für alle gut hörbar.

Die Gruppen aus der Feldmitte steuern

Die Gruppen erhalten alle die gleichen Aufgaben. Diese finden sich in unserem Beitrag 'Tausend(e) Ballkontakte'.

Um den Wettbewerbscharakter zu fördern, hat der Trainer hier selbst bei den einfachsten Technik-Übungen die Möglichkeit, die Gruppen jeweils gegeneinander antreten zu lassen. So kann ein Dribbelwettbewerb (z. B. Aufwärmen 2: 'Dribbel-Stafette' oder Hauptteil 2: 'Magisches Quadrat') mit der Frage "Welche Gruppe absolviert die Aufgabe zuerst?" die Motivation der Spieler um ein Vielfaches steigern. Im Mittelpunkt steht dann das Messen mit den anderen, und alle Technik-Aufgaben werden mit dem höchstmöglichen Tempo ausgeführt.

Die Qualität der Ausführung im Blick behalten

Mit zunehmendem Tempo besteht dabei jedoch die Gefahr, dass die Qualität der Ausführung ein wenig vernachlässigt wird. Hier ist der Trainer im zentralen Feld besonders gefordert: Er muss die Einhaltung aller Wettbewerbsregeln in allen Eckfeldern überwachen und auch beobachten, ob die Bewegungsausführung der Spieler den technischen Anforderungen entspricht. Beim schnelligkeitsorientierten Dribbling um ein Wendehütchen in der oben genannten 'Dribbel-Stafette' käme es hier vor allem auf einen guten Mittelweg zwischen dem höchstmöglichen Dribbeltempo und einer ausreichend engen Ballführung an, im 'Magischen Quadrat' wäre zudem ein präzises Zuspiel mit der Innenseite in den Lauf des Mitspielers erforderlich.

Im 4-gegen-1-Eckespiel (Hauptteil 1) ist die coronabedingte Abstandsregel nur vordergründig aufgelöst. Das Feld ist viel zu groß, als dass es hier wirklich zu Zweikampfsituationen kommen könnte. Umso mehr muss der Trainer darauf achten, den Verteidiger in der Mitte nach maximal einer Minute zu wechseln. Im Wettstreit mit den anderen Gruppen könnte die Aufgabe hier lauten: "Wie viele Pässe gelingen den Gruppen in 1 Minute Spielzeit?" Jeder Verteidiger, der einen Ball gewinnt, beendet im jeweiligen Feld die Aktion und sichert sich persönlich den Punkt. Kommt der Verteidiger nicht an den Ball, erhalten alle Ballbesitzer der Gruppe einen Punkt, die die meisten Pässe in der vorgegebenen Zeit gespielt haben. Alle anderen gehen leer aus. Nach mehreren Durchgängen lässt sich so ein Gesamtsieger küren.

Steigende Komplexität

Lediglich Hauptteil 3 ('4 gegen 1 dynamisch') lässt sich mit Abstandsregeln nur bedingt durchführen: Beim Felderwechsel kämen sich vier Gruppen garantiert zu nah. Wer auf die Trainingsform jedoch nicht verzichten möchte, dem sei ein Training mit drei Gruppen ans Herz gelegt. Hier könnten die Spieler in Dreiecksform auf die Felder verteilt werden (je 1 Gruppe in 2 Eckfeldern und die dritte diagonal gegenüber im mittleren Feld). Der Felderwechsel muss dann zwingend in die gleiche Richtung erfolgen (entweder im oder gegen den Uhrzeigersinn).

Kleingruppentraining muss also nicht langweilig sein! Der Wettbewerbscharakter der vorgestellten Übungen 'versteckt' die hohen Wiederholungszahlen der Technik-Aufgaben und garantiert so eine hohe Motivation. Zudem kann sich das Team wenigstens aus der Entfernung wieder sehen, und die Trainingseinheiten sind nicht auf wenige Spieler pro Trainer beschränkt. Ein hohes Maß an Kreativität ist also alles – auch auf dem Weg zurück auf den Platz!