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Wück und Meister im Videochat: Tipps für Amateurtrainer

An einen regulären Spielbetrieb in Deutschland ist aufgrund der Corona-Krise momentan zwar nicht zu denken, die gemeinschaftliche virtuelle Fragestunde von kicker, DFB.de und FUSSBALL.DE für Amateurtrainer ging dafür aber in die dritte Runde. Dieses Mal gaben Christian Wück, Trainer der U 17-Nationalmannschaft, und Marc-Patrick Meister, Chefcoach der U 15-Junioren, in einer rund zweistündigen Videosprechstunde ihr Wissen, Tipps und Ratschläge an Amateurtrainer weiter.

Dabei durfte jeder der 26 Teilnehmer seine Frage stellen - so wurde innerhalb der zwei Stunden eine breite inhaltliche Spannweite abgedeckt: von allgemeinen Coaching- und Trainingstipps über Themen wie Kontakterhaltung und Motivation während der Corona-Krise bis hin zu spezifischen Aufgaben der U-Trainer bei Lehrgängen.

"Spielt keine Rolle, ob du Neuner bist oder Innenverteidiger"

Ein wichtiger Aspekt, der immer wieder thematisiert wurde, ist die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen. Viele, so betonten beide DFB-Trainer, seien in dieser Zeit eben noch in der Findungsphase - auch auf dem Platz. Hier sei es besonders wichtig, bestimmte Charaktermerkmale wie Leader-Eigenschaften sei es durch die Persönlichkeit oder die Leistung auf dem Platz zu erkennen und zu fördern. Auch der Umgang mit einem sehr heterogenen Leistungsniveau im Amateurfußball wurde ebenso wie die Diskussion um eine feste Position eines Spielers thematisiert.

Dazu Wück: "Viele Jungs spielen in den Nachwuchsnationalmannschaften auf anderen Positionen als im Verein, und das geht auch völlig in Ordnung." Die Orientierungsfähigkeit auf dem Platz sei zentral: "Da spielt es keine Rolle, ob du Neuner bist oder Innenverteidiger", verdeutlichte der U 17-Coach. Auf die Frage, ob Talente auch Jahrgänge überspringen sollten, antwortete Meister, dass dabei immer auf die individuellen Fähigkeiten der Spieler geachtet werden solle und vor allem "die Spielpraxis darunter nicht leiden" dürfe.

Doch genau diese Problematik sei momentan in der U 19 bis U 21 deutlich zu spüren: "Die Jungs spielen eben in ihren Vereinen nicht genug", so Meister. "Deshalb wollen wir mit unserem 'Projekt Zukunft' solche Diskrepanzen umgehen." Auch ein Aspekt, der in den vergangenen Jahren vernachlässigt wurde, ist die Freiheit auf dem Platz. "Alle warten immer nur darauf, was der Trainer als nächstes ansagt", so Wück. Viel wichtiger sei es, diese Bolzplatzmentalität - die Freiheit auf dem Platz und die Lust auf den Fußball - wieder zu stärken, da besonders die intrinsische Motivation in der Jugend heute oftmals fehle. 

Trainingsgestaltung nach der langen Pause

Alle Trainer, ob auf Profi- oder Amateurniveau, fiebern dem Moment entgegen, wenn die Jungs wieder gemeinsam auf den Platz dürfen. Nur: Wie soll das Training nach solch einer langen Pause gestaltet werden? Marc Meister prognostizierte, dass die Spieler nach solch einer langen Auszeit erst einmal eher gebremst statt gecoacht werden müssen und Trainer daher anfangs nur Coachingschwerpunkte setzen sollten. Wück kann der momentanen Situation auch etwas Positives abgewinnen. In dieser entschleunigten Zeit könne überdacht werden, "ob nicht vielleicht auch das Pensum im Jugendbereich etwas heruntergefahren und die Spieler wieder in den Mittelpunkt gestellt werden sollten."

Nach den ersten beiden Videosprechstunden mit Meikel Schönweitz, Cheftrainer der U-Nationalmannschaften, und U 21-Coach Stefan Kuntz sowie U 20-Trainer Manuel Baum und Guido Streichsbier, Chefcoach der U 19, konnten mit der dritten Runde bisher insgesamt 73 Amateurtrainer von den Ratschlägen und Tipps der U-Trainer profitieren. 
 

Am kommenden Donnerstag wird die virtuelle Trainersprechstunde in eine Verlängerung gehen: In der vierten Auflage können Amateurtrainerinnen und Amateurtrainer Fragen an Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg und Friederike Kromp, die für die U 17-Juniorinnen zuständige DFB-Trainerin, stellen.

[jsc]

An einen regulären Spielbetrieb in Deutschland ist aufgrund der Corona-Krise momentan zwar nicht zu denken, die gemeinschaftliche virtuelle Fragestunde von kicker, DFB.de und FUSSBALL.DE für Amateurtrainer ging dafür aber in die dritte Runde. Dieses Mal gaben Christian Wück, Trainer der U 17-Nationalmannschaft, und Marc-Patrick Meister, Chefcoach der U 15-Junioren, in einer rund zweistündigen Videosprechstunde ihr Wissen, Tipps und Ratschläge an Amateurtrainer weiter.

Dabei durfte jeder der 26 Teilnehmer seine Frage stellen - so wurde innerhalb der zwei Stunden eine breite inhaltliche Spannweite abgedeckt: von allgemeinen Coaching- und Trainingstipps über Themen wie Kontakterhaltung und Motivation während der Corona-Krise bis hin zu spezifischen Aufgaben der U-Trainer bei Lehrgängen.

"Spielt keine Rolle, ob du Neuner bist oder Innenverteidiger"

Ein wichtiger Aspekt, der immer wieder thematisiert wurde, ist die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen. Viele, so betonten beide DFB-Trainer, seien in dieser Zeit eben noch in der Findungsphase - auch auf dem Platz. Hier sei es besonders wichtig, bestimmte Charaktermerkmale wie Leader-Eigenschaften sei es durch die Persönlichkeit oder die Leistung auf dem Platz zu erkennen und zu fördern. Auch der Umgang mit einem sehr heterogenen Leistungsniveau im Amateurfußball wurde ebenso wie die Diskussion um eine feste Position eines Spielers thematisiert.

Dazu Wück: "Viele Jungs spielen in den Nachwuchsnationalmannschaften auf anderen Positionen als im Verein, und das geht auch völlig in Ordnung." Die Orientierungsfähigkeit auf dem Platz sei zentral: "Da spielt es keine Rolle, ob du Neuner bist oder Innenverteidiger", verdeutlichte der U 17-Coach. Auf die Frage, ob Talente auch Jahrgänge überspringen sollten, antwortete Meister, dass dabei immer auf die individuellen Fähigkeiten der Spieler geachtet werden solle und vor allem "die Spielpraxis darunter nicht leiden" dürfe.

Doch genau diese Problematik sei momentan in der U 19 bis U 21 deutlich zu spüren: "Die Jungs spielen eben in ihren Vereinen nicht genug", so Meister. "Deshalb wollen wir mit unserem 'Projekt Zukunft' solche Diskrepanzen umgehen." Auch ein Aspekt, der in den vergangenen Jahren vernachlässigt wurde, ist die Freiheit auf dem Platz. "Alle warten immer nur darauf, was der Trainer als nächstes ansagt", so Wück. Viel wichtiger sei es, diese Bolzplatzmentalität - die Freiheit auf dem Platz und die Lust auf den Fußball - wieder zu stärken, da besonders die intrinsische Motivation in der Jugend heute oftmals fehle. 

Trainingsgestaltung nach der langen Pause

Alle Trainer, ob auf Profi- oder Amateurniveau, fiebern dem Moment entgegen, wenn die Jungs wieder gemeinsam auf den Platz dürfen. Nur: Wie soll das Training nach solch einer langen Pause gestaltet werden? Marc Meister prognostizierte, dass die Spieler nach solch einer langen Auszeit erst einmal eher gebremst statt gecoacht werden müssen und Trainer daher anfangs nur Coachingschwerpunkte setzen sollten. Wück kann der momentanen Situation auch etwas Positives abgewinnen. In dieser entschleunigten Zeit könne überdacht werden, "ob nicht vielleicht auch das Pensum im Jugendbereich etwas heruntergefahren und die Spieler wieder in den Mittelpunkt gestellt werden sollten."

Nach den ersten beiden Videosprechstunden mit Meikel Schönweitz, Cheftrainer der U-Nationalmannschaften, und U 21-Coach Stefan Kuntz sowie U 20-Trainer Manuel Baum und Guido Streichsbier, Chefcoach der U 19, konnten mit der dritten Runde bisher insgesamt 73 Amateurtrainer von den Ratschlägen und Tipps der U-Trainer profitieren. 
 

Am kommenden Donnerstag wird die virtuelle Trainersprechstunde in eine Verlängerung gehen: In der vierten Auflage können Amateurtrainerinnen und Amateurtrainer Fragen an Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg und Friederike Kromp, die für die U 17-Juniorinnen zuständige DFB-Trainerin, stellen.

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