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Simone Schubert über die Zusammenarbeit zwischen Peloton und der DFB-Akademie

Simone Schubert ist als Athletiktrainerin bei der Deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft beschäftigt und arbeitet für die DFB-Akademie an verschiedenen Projekten im Bereich der Fitness und Verletzungsprophylaxe. Neben den "Performance Days" gehört dazu auch die Partnerschaft mit Peloton. Im Interview mit FUSSBALL.DE spricht die Diplom-Sportwissenschaftlerin über ihre Arbeit mit den DFB-Frauen, die Projekte der Akademie und erklärt, wie auch Amateurfußballer*innen vom Kursangebot in der Peloton-App profitieren können.

FUSSBALL.DE: Hallo Simone, schön dass Sie sich Zeit für uns genommen haben. Stellen Sie sich bitte kurz vor.

Simone Schubert: Mein Name ist Simone Schubert und ich bin aktuell Athletiktrainerin bei der DFB-Frauen-Nationalmannschaft. 2019 habe ich dort bei der U 19 und der U 20 angefangen. Davor war ich – nach Abschluss meines Studiums für Sportwissenschaften mit dem Schwerpunkt "Leistungssport" – zehn Jahre in der gleichen Rolle bei den Frauen des FC Bayern München tätig.

FUSSBALL.DE: Außerdem sind Sie auch an Projekten der DFB-Akademie beteiligt, richtig?

Schubert: Genau. In der Akademie bin ich aktuell vor allem an der Konzipierung und Durchführung der "Performance Days" beteiligt.

FUSSBALL.DE: Können Sie das einmal näher erläutern?

Schubert: Die "Performance Days" sind zunächst speziell für die Auswahlteams der Juniorinnen angelaufen. Mit der U 17 haben wir angefangen und uns konkret mit den individuellen Bedürfnissen der Spielerinnen in Bezug auf Verletzungsprophylaxe beschäftigt. Dazu werden die Spielerinnen zweimal pro Jahr an einen bestimmten Standort – beispielsweise eine Sportschule – eingeladen. Dort erhalten sie zum einen umfangreiche Informationen aus verschiedenen fußballrelevanten Teilbereichen wie Ernährung, Regeneration oder Psychologie. Zum anderen werden beispielsweise biomechanische Testverfahren durchgeführt, mit deren Hilfe wir uns assoziative Richtungswechsel oder die Absprung- und Landebewegung der Spielerinnen ansehen. Diese Tests haben stets das Ziel, potenzielle Risikofaktoren für Verletzungen aufzudecken. Basierend auf den Testergebnissen erhält jede Spielerin individuelle Trainings- und Handlungsempfehlungen, die sie in Absprache mit ihrem Verein in das Mannschafts- oder Eigentraining integrieren kann.

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FUSSBALL.DE: Und wie genau sieht nun die Zusammenarbeit der DFB-Akademie mit Peloton aus?

Schubert: Mit Peloton haben wir einen Partner gefunden, der für ambitionierte Sportler gerade im Amateurbereich einen großen Mehrwert darstellen kann. Peloton bringt die Expertise von "Connected Fitness" mit ein und ist Spezialist, wenn es um maximale Motivation geht. Die Experten der DFB-Akademie unterstützen inhaltlich hinsichtlich fußballspezifischen Fitnesstrainings oder ganzheitlichem Hintergrundwissen.

FUSSBALL.DE: Wie profitieren denn die einzelnen Fußballer*innen von der Zusammenarbeit?

Schubert: Die Partnerschaft gewährt den Spieler*innen einen dreißigtägigen kostenlosen Zugriff auf Pelotons Kursprogramme, der im November sogar auf 60 Tage erweitert wurde. So können sie auch eigenverantwortlich an ihren Schwachstellen arbeiten, sich über den Winter fit halten und optimal auf die Rückrunde vorbereiten – immer vor dem Hintergrund der Verletzungsprophylaxe.

FUSSBALL.DE: Als Athletiktrainerin erwarten wohl viele noch von Ihnen, dass Sie den Spielerinnen "Beine machen" und mit ihnen Kondition "bolzen". Wie passt da die Verletzungsprophylaxe rein?

Schubert: Wir sind garantiert keine Schleifer. Die Spieler*innen verletzungsfrei zu halten, hat oberste Priorität! Schließlich kann man nur mit gesunden Spieler*innen erfolgreich arbeiten. Eine unserer Hauptaufgaben besteht beispielsweise darin, die Spieler*innen ideal mit einem gezielten Warm-up auf die anstehende Belastung vorzubereiten. Außerdem sorgen wir dafür, dass muskuläre Dysbalancen nach und nach abgebaut werden und sind maßgeblich an der Regeneration der Spieler*innen beteiligt. Neben einer ausgewogenen Ernährung, ausreichend und qualitativ hochwertigem Schlaf sowie einer guten Belastungssteuerung tragen all diese Komponenten dazu bei, dass die Spieler*innen gesund und frisch auf dem Platz stehen, um den bestmöglichen Fortschritt im Training mitnehmen und natürlich die maximale Leistungsfähigkeit im Spiel abrufen zu können.

FUSSBALL.DE: Belastungssteuerung und Periodisierung sind zwei Begriffe, die in diesem Zusammengang in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen haben. Wie sieht das bei Ihnen konkret aus?

Schubert: Die Belastungssteuerung ist immer abhängig vom Wettkampfkalender. Besonders in Auswahlmannschaften ist es wichtig, zu berücksichtigen, dass die Spieler*innen ihr Pensum aus dem Ligabetrieb mitbringen. Spiele sind natürlich die intensivste Belastung, die Fußballer*innen erfahren und deshalb gilt: Je mehr Spiele, desto wichtiger die Regeneration! Generell arbeiten wir viel auf Basis solcher Prinzipien. So wollen wir beispielsweise Belastung und Erholung stets ideal aufeinander abstimmen und nach freien Tagen die Intensität langsam wieder steigern und nicht direkt hochintensiv trainieren.

Die optimale Belastungssteuerung im Wochenverlauf

FUSSBALL.DE: Nehmen wir mal an, dass am Samstag ein Spiel ausgetragen wird. Wie sieht eine Woche unter diesen Gesichtspunkten dann genau aus?

Schubert: Wenn am Samstag ein Spiel war, wird schon am Sonntag aktiv regeneriert, um langsam runterzufahren. So, wie wir die Belastung behutsam steigern, müssen wir sie auch wieder abbauen. Am Montag wäre dann frei, sodass wir am Dienstag wieder bei mittlerer Intensität trainieren können. Am Mittwoch wäre dann der intensivste Trainingstag, was wiederum bedeutet, dass am Donnerstag schon wieder etwas runtergefahren wird, ehe wir am Freitag ein kurzes Abschlusstraining durchführen. Durch die Woche beobachten wir natürlich ganz genau, wie die Spieler*innen sich verhalten und nehmen hin und wieder einzelne raus, um sie individuell zu belasten, oder ihnen eine Pause zu geben.

FUSSBALL.DE: Was können sich Amateure davon abschauen, die gegebenenfalls sogar nur zweimal pro Woche trainieren?

Schubert: Im Grunde alles. Die Prinzipien, die für uns gelten, gelten gleichermaßen für Amateure. Auch in diesem Bereich sollte die Gesundheit der Spieler*innen höchste Priorität genießen und auf individuelle Bedürfnisse und fußballspezifische Anforderungen eingegangen werden. Wenn die Trainer*innen solche Angebote nicht schaffen, empfehle ich allen Amateurfußballer*innen, im Eigentraining aktiv zu sein und so eine Basis für eine gesunde und erfolgreiche Saison zu legen. In der Akademie haben wir darüber hinaus noch weitere hilfreiche Angebote und Hintergrundinformationen zu gesundheitsfördernden Bereichen wie Ernährung oder Schlaf. Dort können sich die Spieler*innen selbstständig mit Rezepten und Trainingsbeispielen versorgen.

Hilfen für die Peloton-Kursauswahl

FUSSBALL.DE: Und künftig gibt es noch mehr Trainingsangebote in der Peloton-App. Wie haben Sie Ihre Kursauswahl getroffen und warum?

Schubert: Auch hier steht wieder die Verletzungsprophylaxe an erster Stelle. Die ausgewählten Warm-ups sind auf das nachfolgende Workout abgestimmt, und auch das Cooldown fügt sich thematisch nahtlos ein. Auf die ganze Woche gesehen habe ich darauf geachtet, dass die trainierten Bereiche ausreichend Erholung nach der Belastung haben. Besonders geht es dabei um die Verteilung der Belastung auf Rumpf, Ganzkörper und die Extremitäten. Außerdem decken die Kurse ein großes Spektrum an Bereichen ab, die im Fußball häufig problematisch werden. Durch die regelmäßige Kräftigung und Mobilisierung dieser Bereiche kann das Verletzungsrisiko reduziert werden.

FUSSBALL.DE: Welche Tipps haben Sie noch für Amateure, um fit und verletzungsfrei durch den Winter zu kommen?

Schubert: Ohne eine gesunde Basis funktioniert es nicht. Ernährung und Schlaf sind da maßgebliche Faktoren. Weiterhin gilt es, eigenständig zu hinterfragen, woher etwaige Probleme kommen und an diesen Schwachstellen gezielt zu arbeiten. Dabei sollte allerdings berücksichtigt werden, dass der Körper besonders nach einer intensiven Saisonphase auch Ruhe braucht. Je nachdem wie lang die Pause dann ist, können sich die Spieler*innen langsam aber sicher individuell auf die Vorbereitung einstimmen und vor allem in fußballspezifischen Bereichen arbeiten. Läufe im Eigentraining sollten beispielsweise stets einen Intervallcharakter haben und im Idealfall immer wieder mit Richtungs- und Tempowechseln versehen sein.

FUSSBALL.DE: Und wie können Amateurtrainer*innen diese wichtigen athletischen Bausteine in ihrem Training unterbringen, ohne dass kostbare Trainingszeit für technisch-taktische Inhalte verloren geht?

Schubert: Da gibt es kein "Entweder-oder". Athletik schließt die anderen beiden Bausteine nicht aus, und andersherum ist das auch nicht der Fall. Im Idealfall werden alle Aspekte gleichsam trainiert. Das Warm-up bietet sich an, um die Spieler*innen gezielt auf die anstehende Belastung vorzubereiten. Stehen beispielsweise Zweikämpfe an, ist es sicherlich sinnvoll in der Bewegungsvorbereitung die Rumpf- und Beinachsenstabilität nicht zu vernachlässigen. Alle übrigen fußballrelevanten Fitnessaspekte lassen sich hervorragend durch eine gute Trainingsplanung und Belastungssteuerung in die Fußballeinheiten integrieren.


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