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Angriffsabläufe ohne Gegnerdruck

Das 10 gegen 0 ist eine viel diskutierte Trainingsmethodik. Die eine schwören darauf, die anderen nutzen es gar nicht. Dennoch ist es eine legitime Art und Weise, um Abläufe zu vermitteln und verinnerlichen – mit all ihren Vor- und Nachteilen.

Prinzip X gegen 0

Das Trainieren von Angriffsabläufen kann auf verschiedenen Wegen erfolgen. Beim Einüben solcher Muster wird häufig auf Trainingsformen gegen Dummys zurückgegriffen. Ob es dann im 11, 10 oder 5 gegen 0 durchgeführt wird, hängt von unterschiedlichen Faktoren wie der Spieleranzahl, dem verfügbaren Platz (z. B. halber oder ganzer Platz) und dem Trainingsziel (z. B. Spielaufbau oder Spiel im letzten Drittel) ab.

Die Spieler*innen können bei dieser Methodik zudem fest auf ihren Positionen verharren, genauso jedoch auch rotieren, sodass alle Spieler ein Gespür für das Verhalten auf unterschiedlichen Positionen erhalten. Letztlich geht es darum, gegen Hütchen, Stangen oder Dummys Angriffsmuster einzuschleifen. Das Repertoire reicht von klaren Vorgaben, über Vorgaben mit kreativem Freiraum sowie offenen Aufgabenstellungen zur vollständigen Entfaltung der Kreativität.

Organisation

  • 10 Dummys gemäß Abbildung im 4-4-2 aufbauen.
  • Zwischen den Linien des Gegners zur Orientierung für 6 und 8 bzw. 7, 10 und 11 die Zwischenräume mit Plättchen markieren.
  • 2 Teams einteilen und die Positionen im 4-2-3-1 doppelt besetzen (Abbildung zeigt nur eine Gruppe).

Ablauf

  • 4 und 5 leiten die Angriffe im Wechsel ein. Unterschiedliche Abläufe im 10 gegen 1 (Beispiele siehe Spielzüge unten) durchspielen.
  • Auf die Positionierung und die Aufgaben der einzelnen Spieler, die unterschiedlichen Passoptionen, technische Details und das Timing in den Abläufen eingehen.

Spielzüge

  • Die Auslösung erfolgt stets per Querpass von Innenverteidiger zu ­Innenverteidiger und anschließender Ballmitnahme.
  • Mit dem Andribbeln des Innenverteidigers bietet 6 sich zwischen den Spitzen diagonal an; 8 löst sich aus dem Deckungsschatten der ballnahen Spitze; 3 ist am Flügel anspielbar; 7, 10 und 11 bieten sich zwischen den Linien an; 9 kommt vor den ballnahen­ ­Innenverteidiger; 2 rückt mit der Angriffsauslösung zur Mitte ein.
  • Anschließend den Angriff auslösen und bis zum Torabschluss durchspielen. Hier erfolgt der Angriff über den Außenverteidiger (Blau). Die Optionen über den eingerückten Außenstürmer (Gelb) und den ballfernen Sechser (Rot) sind angedeutet.

Weder schwarz noch weiß

Diese Trainingsmethodik findet sowohl leidenschaftliche Anhänger als auch große Kritiker. Einige Trainer*innen schwören auf die Methode und führen sie quasi bei jeder sich bietenden Gelegenheit durch. Andere wiederum halten sie für nicht wettspielspezifisch. Bei diesen Trainer*innen findet die Methode entsprechend keinerlei Platz in der Trainingsplanung.

Wie so oft ist jedoch auch in dieser Hinsicht ein zu kompromissarmes Schwarz-Weiß-Denken wenig hilfreich. Das Einschleifen von Angriffsmustern im 11 gegen 0 hat sehr wohl Vor-, aber auch einige Nachteile. Auf Grundlage der aktuellen Gegebenheiten jeder Mannschaft kann diese Trainingsmethode je nach Situation durchaus sinnvoll sein – oder eben nicht.

  • Ohne Gegnerdruck lassen sich die Angriffsmuster mit hohen Wiederholungszahlen reproduzieren.
  • Die Belastung ist eher gering, sodass sich diese Methodik für das Abschlusstraining oder für Tage mit geringerer Trainingsintensität eignet.
  • Die Methodik akzentuiert zusätzlich das Training der Passtechnik.
  • Das Trainieren ohne Gegnerdruck ist nicht wettspielnah.
  • Das Entscheidungsverhalten mit und ohne Ball fällt weg. Dieses ist jedoch für den Erfolg oder Misserfolg eines Angriffs in einer Spielsituation entscheidend.
  • Es besteht die Gefahr von Monotonie.

Rahmenbedingungen beachten

In welcher Form die Muster durchgespielt werden und welche Spielphasen berücksichtigt werden können, hängt maßgeblich von den Rahmenbedingungen ab. Steht ein ganzer Platz zur Verfügung, können Abläufe vom Spielaufbau, über das Übergangsspiel bis hin zum Spiel im letzten Drittel durchgespielt werden. Auf einer Spielfeldhälfte sind die Einschränkungen größer: So muss man entweder in nicht spielnahen Räumen trainieren oder auf einige Aspekte reduzieren und Positionen auslassen.

Eine weitere Variable ist die Anzahl der Spieler*innen. Stehen z. B. 20 davon zur Verfügung, können alle Positionen doppelt besetzt werden. Sind hingegen weniger als zehn Spieler anwesend, ist die Durchführung des vollständigen Spielzuges schon nicht mehr möglich. Abhilfe kann dadurch geschafft werden, dass die Muster auf die relevanten Positionen in Ballnähe reduziert werden oder nur über eine Seite gespielt wird.

Gegenspieler ersetzen die Dummys

Den Kritikern sei abschließend gesagt: Das 11 gegen 0 bildet nur den Einstieg! Nach den ersten Passkombinationen geht es weiter. Es bleibt nicht dabei, dass alle Aufgabenstellungen ausschließlich ohne Gegnerdruck absolviert werden. In bestimmten Zonen oder auf bestimmten Positionen können die Dummys schon sehr früh durch aktive Verteidiger ersetzt werden. Nach und nach nähert sich der/die Trainer*in so geeigneten Spielformen in Über-/Unterzahl an und wendet die erlernten Angriffsmuster abschließend auch im freien Spiel an. So können einige der zuvor genannte Nachteile minimiert bzw. ausgeschlossen werden.