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Amateurstatistiken

Nationalelf: Die ersten WM-Qualifikationsspiele unter Flick

Drei Siege in drei Spielen bei einem Torverhältnis von 12:0. Zahlen, die erstmal zufrieden stimmen. Die Mannschaft von Hansi Flick hat sich in kürzester Zeit zu Bestleistungen motiviert und wirkte trotz der vielen Umstellungen durchaus gefestigt. Aufbruchstimmung macht sich also breit. Vor allem, nachdem der Motor im ersten Spiel gegen Liechtenstein noch an der einen oder anderen Stelle stotterte.

Lösungen gegen tief stehende Gegner finden

Schon während der EURO war der Mannschaft anzumerken, dass besonders tief stehende Gegner ein Problem darstellen. Einen klaren Sieg gab es daher nur gegen die Portugiesen, die bereitwillig mitspielten und dementsprechend auch Räume offenbarten, in denen Deutschland sich wohlfühlte. Gegen Ungarn und England lief es beispielsweise ganz anders: Gegen kompakte Verteidigungsblöcke konnte das deutsche Angriffsspiel kaum Durchschlagskraft entwickeln.

Unter Flick soll natürlich Veränderung her – und nicht nur Veränderung, sondern bestenfalls Fortschritt! Beim Spiel gegen Liechtenstein traf man schließlich auf den richtigen Gegner, um zu zeigen dass man Fortschritte in diesem Bereich gemacht hat. Die Mannschaft von Martin Stocklasa positionierte sich enorm tief in einem 5-3-2 und überließ den Deutschen auf 90 Minuten gesehen 85 Prozent Ballbesitz. Vor allem in der Anfangsphase zeigte die deutsche Mannschaft, dass sie gegen tief stehende Gegner nicht länger auf Halbfeldflanken und Chip-Bälle setzen möchte. So suchte man immer wieder den Weg bis zur Grundlinie, um dann in den Rücken der gegnerischen Abwehrreihe abzulegen. Doch Zählbares konnte man zunächst noch nicht mitnehmen!

Rückpass an die Strafraumgrenze

Aus dem Zentrum nachrücken

So verfiel die Mannschaft schnell wieder in alte Muster und probierte es mit hohen Bällen aus dem Halbfeld und Distanzschüssen. Erst kurz vor der Halbzeit leitete Jamal Musiala, den Flick gleich von Beginn an brachte, mit einem mustergültigen Dribbling in die Mitte und anschließendem Steckpass den Führungstreffer von Timo Werner ein. Auch in Halbzeit zwei bemühte sich Liechtenstein, den Strafraum bestmöglich zu verteidigen. So dauerte es bis zur 77. Minute, ehe Leroy Sané nach einem gut getimten Pass von Leon Goretzka aufdrehte und den Ball im Tor unterbrachte.

So verhält sich ein Stürmer mit Gegner im Rücken

Ins Dribbling gehen oder das Zusammenspiel suchen?

Im 1 gegen 1 am Flügel durchsetzen

Volle Offensive

Gegen Armenien schickte Flick erneut ein 4-2-3-1 ins Rennen und überraschte dabei mit Jonas Hofmann auf der Rechtsverteidiger-Position. Hofmann, der in der Regel als offensiver Mittelfeldspieler aufläuft, nahm sich der Aufgabe an und steuerte einen Treffer zum 6:0-Sieg bei. Doch dass es gleich im zweiten Spiel so rund läuft, ist kein Wunder: Bis auf Thomas Müller, der abgereist war, standen mit Manuel Neuer, Niklas Süle, Joshua Kimmich, Leon Goretzka sowie Serge Gnabry und Leroy Sané gleich sechs "alte Bekannte" von Flick auf dem Platz, die seine Spielidee in- und auswendig kennen.

Spielzüge gezielt einstudieren

Das Spiel gezielt eröffnen

Hohe Anspiele in die Spitze

Vor allem die beiden Außenstürmer standen zuletzt immer wieder in der Kritik, scheinen nun unter ihrem alten Förderer aber wieder aufzublühen. Besonders Gnabry trug mit einer Glanzleistung und zwei Treffern einiges zum 6:0-Erfolg bei. Doch auch Marco Reus und Timo Werner profitierten von der Bayern-Power im Mittelfeld und fügten sich nahtlos ein. Nach dem Spiel stand allerdings ein anderer Offensivspieler im Zentrum des öffentlichen Interesses: Karim Adeyemi. Der erst 19 Jahre alte Angreifer von RB Salzburg traf bei seinem Debüt für die Nationalelf nach Vorarbeit von Florian Wirtz – übrigens noch ein Jahr jünger als Adeyemi selbst. Das Zusammenspiel der beiden hatte bereits in der U 21 sehr gut funktioniert und weckt jetzt Hoffnungen auf eine gesicherte Zukunft in der deutschen Offensive.

Zielstrebig über die Außen spielen

Doppelpass und Hinterlaufen

Hinterlaufen am Flügel

Die Null steht

Auch in der letzten Partie der Länderspielreise setzte Flick auf sein 4-2-3-1. Auf der "Zehner-Position" war hier die einzige Veränderung zu finden: Marco Reus musste für Ilkay Gündogan Platz machen. Bei den Isländern in Reykjavik erwartete man naturgemäß kampflustige Gegner, die in der Vergangenheit immer wieder in der Außenseiterrolle zu Höchstleistungen aufgelaufen waren.

Doch erneut war es Serge Gnabry, der das deutsche Team früh in Führung brachte und dem Willen der Gegner einen herben Dämpfer verpasste. In der Folge musste Island immer wieder nach vorne spielen und offenbarte dabei Schwächen in der Restverteidigung, die den Deutschen bereits früh im Spiel mehrere Kontermöglichkeiten eröffneten. Zunächst konnten sie diese jedoch noch nicht nutzen. Vielmehr fielen die Folgetreffer von Sané und Werner sogar jeweils gegen erneut tief stehende und geordnete Defensivblöcke der Isländer!

Überzahl in Kontersituationen

Bei allem Lob für die neu belebte Offensive der deutschen Nationalmannschaft darf jedoch ein weiterer wichtiger Punkt nicht vergessen werden: Erstmals seit dem 1:0-Sieg gegen Rumänien bei den WM-Qualifikationsspielen im März 2021 blieb die deutsche Nationalmannschaft ohne Gegentreffer – und das diesmal sogar drei Spiele nacheinander. Augenblicklich scheint es also, als hätte Flick schon früh die Weichen in Richtung einer erfolgreichen Zukunft gestellt und der Mannschaft "neues Leben eingehaucht". Diesen Eindruck gilt es nun, im Oktober bei den nächsten Qualifikationsspielen gegen Rumänien und Nordmazedonien zu bestätigen.

Positionstraining Verteidiger: Abwehrkopfbälle gegen Diagonalbälle

Lange Pässe erfolgreich verteidigen