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Behutsam in die Rückrundenvorbereitung starten

Die Winterpause ist naturgemäß etwas kürzer als die im Sommer. Außerdem nehmen sich die meisten Teams für die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte weniger Zeit als für die erste. Da liegt es nahe, dass Trainer*innen gleich Vollgas geben wollen, um Umfang und Intensität in den kommenden Trainingswochen möglichst hoch zu halten. Aber auch, wenn die Pause kurz war und einige Spieler*innen sich vielleicht sogar im Eigentraining fit gehalten haben, ist Vorsicht geboten.

Die Belastung sukzessive steigern

Jede*r kennt es: Nach einigen Wochen ohne Fußball brennen alle wieder darauf, auf dem Platz zu stehen und mit dem Team für die ausstehenden Ziele zu arbeiten. Die Spieler*innen sind ausgeruht und zusätzlich motiviert, weil verletzte Leistungsträger*innen pünktlich zum neuen Jahr wieder fit sind. Eine Dynamik, die sich viele Trainer*innen zunutze machen wollen, um mit einem besonders intensiven Training die Vorbereitung einzuläuten. Erst ein knackiges Warm-Up mit Sprints über weite Distanzen, Richtungswechseln, Sprüngen und Stabis, dann gleich rein in die 1-gegen-1-Duelle und zack – eine*r der frisch genesenen Spieler*innen greift sich an die Oberschenkelrückseite und das war es schon wieder mit dem Comeback.

Auch in kurzen Pausen bauen die Spieler*innen wichtige Resistenzen gegen die fußballspezifischen Belastungen ab. Dabei verhält sich jeder Körper anders und ist zusätzlich abhängig von Ernährung, Schlaf und anderen "Erhaltungsmethoden" der jeweiligen Spieler*innen, die besonders im Amateurfußball nicht überprüfbar sind. Trainer*innen sollten also nicht pauschal davon ausgehen, dass alle Spieler*innen gleich fit und belastbar zum ersten Training erscheinen. Daher ist es ratsam, nicht gleich zu Beginn der Vorbereitung Vollgas zu geben, sondern die Belastung sukzessive zu steigern. Mit etwas Geduld und den richtigen Methoden, kann das Team auch so rechtzeitig an seine maximale Leistungsfähigkeit herangeführt werden und bleibt bestenfalls verletzungsfrei.

Technische Aktivierung

Die technische Aktivierung ist ein gutes Mittel, um die Spieler*innen wieder an Ball und Platzbeschaffenheit zu gewöhnen, ohne dafür intensive Spielformen zu nutzen. Meist wird sie in Passformen für fünf bis acht Spieler*innen pro Aufbau realisiert und dabei in Intensität und Komplexität variabel gestaltet. Auch ohne Gegnerdruck können so gewünschte taktische Verhaltensweisen, wie "Steil-Klatsch", Dreiecksbildung, Spiel über den Dritten usw. vermittelt werden. Alternativ bieten sich kleinere Verbundübungen aus beispielsweise Ballan- und -mitnahme mit anschließendem Slalomdribbling und abschließendem Zielpass in Wettkampfform an, bei denen der Ball die Spieler*innen als "limitierender Faktor" bremst.

Spielformen richtig steuern

Gänzlich muss auf Spielformen natürlich nicht verzichtet werden. Wichtig ist bloß, dass es sich dabei möglichst nicht um kleine Spielformen handelt, die in der Regel aufgrund der vielen Ballaktionen und direkten Zweikämpfe sehr intensiv sind. Stattdessen bietet sich hier ein ausgewogenes Mittel an: 5-gegen-5-Varianten mit regelmäßig wechselnden neutralen Außenspieler*innen gewährleisten beispielsweise, dass ein Teil der Trainierenden "pausieren" kann, ohne die Trainingsaufgabe unterbrechen zu müssen. Auch andere mittlere Spiele mit festen Spielrichtungen und Toren lassen sich so steuern, dass hochintensiven Belastungen und direkten Zweikämpfen weitestgehend aus dem Weg gegangen wird. Dazu bieten sich besonders Kontaktbeschränkungen in Verbindung mit einem etwas kleineren Feld an. So entsteht ein entsprechender Raum-, Zeit- und Gegnerdruck, es müssen keine langen Sprints gelaufen werden, und durch die Kontaktbeschränkung werden die Spieler*innen dazu angehalten eine Lösung im Passspiel statt im 1-gegen-1 zu finden.

Das Cool-Down nicht vergessen

Wie es der Name schon sagt, ist das Abschlussspiel für die meisten Fußballer*innen das logische Ende einer jeden Trainingseinheit. Meist steuern sie aufgrund der Ermüdung aus den vorigen Übungen die Belastung darin selbst gegen Ende schon wieder herunter, doch ein separates Cool-Down ist trotzdem sinnvoll und rundet eine Trainingseinheit optimal ab. Denn so, wie die Belastung innerhalb einer Einheit langsam gesteigert wird, sollte sie auch gegen Ende des Trainings wieder abgebaut werden. Dabei muss es nicht immer das klassische Auslaufen sein. Stattdessen können an dieser Stelle nochmal kleine technische Wettbewerbe mit niedriger Intensität und hohem Spaßfaktor eingebaut werden. Jonglierstaffeln bieten sich dafür ebenso an, wie leichte Torschuss- oder Zielpasswettbewerbe. Allerdings sollte gerade im Winter darauf geachtet werden, dass die Spieler*innen dabei nicht zu schnell und wörtlich herunterkühlen, sondern möglichst permanent beschäftigt sind.

Das große Ganze betrachten

Mit einer Trainingswoche oder sogar einem ganzen Trainingszyklus wie der Rückrundenvorbereitung verhält es sich im Grunde wie mit einer einzelnen in sich geschlossenen Trainingseinheit: Die Spieler*innen brauchen etwas Zeit, um auf Betriebstemperatur zu kommen und den Bewegungsapparat auf die anstehenden Belastungen vorzubereiten. So kann mit jeder Einheit die Intensität Stück für Stück gesteigert werden, ehe sie in der letzten Woche vor Saisonstart wieder langsam gesenkt werden sollte, um das erste Punktspiel der Rückrunde mit vollem Tank bestreiten zu können. Die kurze Winterpause gewährleistet also nicht, dass die Spieler*innen direkt beim ersten Training wieder an ihre Leistungsfähigkeit anknüpfen können, aber sie trägt dazu bei, dass sie diese Leistungsfähigkeit schneller wieder erreichen als im Sommer.