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Mädchenförderung in (Amateur)-Vereinen: So funktioniert es!

Die Frauen-EM 2022 hat einmal mehr gezeigt, dass Fußballerinnen es besonders dann weit bringen, wenn sie so früh und lange wie möglich durch den Einsatz in gemischtgeschlechtlichen Teams gefördert wurden. Dennoch sind manche Vereine immer noch von der Idee abgeschreckt, Mädchen in den Trainings- und Spielbetrieb der Jungs zu integrieren oder gar eine eigene Frauen- und Mädchenabteilung zu gründen.

Die "Großen" machen es vor

Dass Frauenfußball keine Trend- oder gar Randerscheinung ist, haben inzwischen auch die "großen" Vereine erkannt: Während der VfL Wolfsburg schon lange das Aushängeschild im deutschen Frauenfußball ist und gleichzeitig auch ein Herrenteam in der Bundesliga hat, haben sich über die Jahre auch Vereine wie der FC Bayern und die TSG Hoffenheim zu echten Top-Adressen für ambitionierte Mädchen und Frauen entwickelt. Darüber hinaus hat sich die Frankfurter Eintracht durch die Fusion mit dem 1. FFC Frankfurt eine starke Frauen- und Mädchenabteilung in den Verein geholt, wo die Spielerinnen beste Voraussetzungen zur nachhaltigen Professionalisierung ihres Sports vorfinden.

Weitere Vereine sind in der jüngsten Vergangenheit nachgezogen und starten ganz unten: So hat vor allem die Gründung der Frauenfußballabteilung bei Borussia Dortmund hohe Wellen geschlagen. Das Team, das in der Kreisliga gegründet wurde und inzwischen souverän in die Bezirksliga aufgestiegen ist, soll möglichst den Durchmarsch in die Frauen-Bundesliga schaffen. Etwas zurückhaltender formulieren die Revier-Rivalen vom FC Schalke 04 ihr Vorhaben mit ihrer neugegründeten Frauen- und Mädchenfußballabteilung: Dort sollen die Mädchen aus der Region für den Fußball begeistert werden und eine sportliche Heimat finden. Allerdings werden auf Schalke vorerst breitensportliche Ziele verfolgt.

Ein weiteres prominentes Beispiel ist die SGS Essen: Der Verein ist vorwiegend für seine herausragende Nachwuchsarbeit im Mädchenfußball und ihre Profimannschaft der Frauen bekannt. Doch das bedeutet nicht, dass Jungen und Männer im Verein keine Rolle spielen. Neben den vier Herrenteams, von denen "die Erste" in der Bezirksliga spielt, stellt die SGS in jeder Altersklasse mindestens zwei weitere Juniorenteams, von denen die jeweilige "Leistungsmannschaft" überkreislich antritt. Unabhängig von den unterschiedlichen Zielen und Interessen machen diese Beispiele deutlich, dass es durchaus möglich ist, hochklassigen Männer- und Frauenfußball unter einem Dach zu vereinen.

Vorteile für alle Beteiligten

Doch was, wenn ein Verein nicht die Strahlkraft eines Bundesligisten und darüber hinaus nicht das stärkste Einzugsgebiet hat? Immer wieder werden interessierte Mädchen abgewiesen oder entscheiden sich selbst gegen den Eintritt in den Verein, weil es nicht genügend weibliche Mitspielerinnen zur Gründung einer Mädchenmannschaft gibt. Dabei stellt der gemischtgeschlechtliche Trainings- und Spielbetrieb gerade in den jüngeren Altersklassen kein Problem dar. Im Kinderfußball liegen die Ausbildungsziele ohnehin noch in ganz anderen Bereichen als später bei den Junioren und auch die körperlichen Unterschiede sind auf dem Platz noch kein limitierender Faktor.

Ab der C-Jugend brauchen die Mädchen dann eine Einverständniserklärung von den Eltern, um weiterhin bei den Jungen mitspielen zu dürfen. Allerdings befinden sie sich nun auch in einem Alter, in dem ein solches Vorgehen vor allem zur weiteren Leistungsförderung gedacht ist – wenn ein gewisses Talent also schon entdeckt wurde. In der Regel wurden die Mädchen schon das erste Mal von einem Auswahltrainer gesichtet und erhalten von diesem die Empfehlung, weiter bei den Jungs zu spielen, um von deren Tempo und Robustheit zu profitieren.

Das bedeutet jedoch nicht, dass sie die Mädchenmannschaft im selben oder einem anderen Verein mit ihrem Talent nicht auch weiterhin unterstützen können: Mit einem Zweitspielrecht können Mädchen problemlos noch bei einer reinen Mädchenmannschaft spielen und lernen so, Verantwortung zu übernehmen, die ihnen bei den Jungs vielleicht noch nicht zukommt. Selbst bei den A-Junioren können besonders talentierte Mädchen, die Teil einer DFB-Auswahlmannschaft sind, ab dieser Saison im Rahmen eines Pilotprojektes mitspielen. Da im Mädchenfußball die U 19 wegfällt, können die Talente so noch mit Gleichaltrigen im Juniorenfußball antreten, während sie parallel bei den Seniorinnen ihres Stammvereines Fuß fassen.

Amateurvereine, die sich für einen gemischtgeschlechtlichen Trainings- und Spielbetrieb öffnen, haben so die Chance durch die Mädchen am Bonussystem für Talentförderung des DFB teilzuhaben. War der Verein für mindestens zwei Jahre die sportliche Heimat einer (U)-Nationalspielerin, so erhält der Verein 1.200 Euro und für jedes weitere Jahr weitere 500 Euro hinzu. Darüber hinaus bieten sich neue Möglichkeiten bei der Planung der Sportanlage: Mehr Mannschaften und ein besonderes Engagement – beispielsweise im integrativen Bereich – sind gleichzeitig gute Argumente, wenn es darum geht, das Vereinsheim zu renovieren oder die benötigten Zuschüsse für den Bau eines neuen Kunstrasenplatzes zu erhalten.