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Amateurstatistiken

Den ängstlichen Spieler betreuen

Selbstbewusst, offen und mutig – Eigenschaften, die Trainer sich von ihren Spielern wünschen. Doch vor allem die Jüngsten sind häufig nicht extrovertiert, sondern beschäftigen sich eher mit sich selbst, sind sporadisch in 'ihrer eigenen Welt' und schließen sich für Momente aus dem Training aus. Für Trainer und Betreuer ist es nicht einfach, alle Spieler gleichermaßen zu behandeln und einzubeziehen. Es sind vor allem die schüchternen, ängstlichen Spieler, die einen Großteil der Aufmerksamkeit benötigen.

Die 'Mammutaufgabe'

Kindertrainer gehen ihrer Aufgabe mit Leidenschaft nach. Sie tragen Verantwortung für die Truppe junger Spieler, die pausenlos dem Ball hinterherjagen will und deren einzelne Spieler sich teilweise extrem voneinander unterscheiden. Eine Hauptaufgabe des Trainers ist es, alle Spieler einzubeziehen und ein Mannschaftsgefühl zu entwickeln. Auch diejenigen, die sich nicht laut rufend auf dem Platz austoben, sondern eher ruhig und leise, verhalten und etwas schüchtern agieren, müssen beachtet und gefördert werden. So wird ihnen das Gefühl vermittelt, ein wichtiger Teil der Mannschaft zu sein.

Es gibt verschiedene Tricks, wie schüchterne und ängstliche Spieler in das Training eingebaut und in die Mannschaft integriert werden können:

Das Amt des Kapitäns ist für die jungen Spieler eine bedeutende Aufgabe. Generell sollte in dieser Altersklasse jeder einmal Kapitän sein dürfen. Vor allem ängstliche Spieler fühlen sich wertvoll, wenn sie diese Aufgabe für ihr Team übernehmen dürfen. So gliedern sich sich in das Geschehen ein. In Abschlussspielen stets neue Kapitäne bestimmen und dadurch Spieler, die während der Spielstunde etwas 'außen vor' waren, gezielt einbinden.

Während der Spielstunden ist es sinnvoll, die Spieler in den Ablauf einzubinden. Schon die Frage danach, wer beispielsweise wählen darf und wie die Mannschaften zusammengestellt werden können, schafft Verantwortung. Schüchterne Spieler werden dadurch integriert und sind aktiv am Geschehen beteiligt.

Vor allem in jungen Jahren ist Zuspruch wichtig für die Entwicklung. Lob und Komplimente steigern die Motivation und den Ehrgeiz der Spieler. Ängstliche und schüchterne Spieler häufig loben und positiv ansprechen. So bleiben sie motiviert, strengen sich an und gliedern sich in die Gruppe ein. Introvertierte Spieler wollen nicht dazu gezwungen werden, etwas zu tun. Sobald sie jedoch gelobt werden, entwickeln sie Freude und Ehrgeiz.

Bevor es mit der Spielstunde losgeht, versammeln sich Spieler und Trainer häufig in einem Kreis. Die Bambini gewöhnen sich aneinander, das Team sammelt sich, und der Trainer kann kurz über die bevorstehende Spielstunde berichten. In diesem Rahmen kann auch kurz über Alltägliches gesprochen werden: Was habt ihr heute so gemacht? Wie war es in den Ferien? Seid ihr am Wochenende weggefahren? Bambini sprechen gerne über diese Ereignisse, und vor allem auch schüchterne Spieler können sich einbringen. Der Trainer spricht sie gezielt an und bindet sie so in die Gruppe ein.

Viele Teams versammeln sich vor und nach einer Trainingseinheit und einem Spiel und rufen einen Schlachtruf wie: 'Gemeinsam sind wir... stark!' oder "Wir sind ein... Team!" Ein solcher Spruch stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Alle Mannschaftskameraden und der Trainer sind zusammen und rufen so laut sie können. Es gibt eine Vielzahl dieser Ausrufe: Meist ruft ein Einzelner den ersten Teil des Satzes und die anderen stimmen ein. Der Vorsprecher kann dabei stetig wechseln, sodass jeder Spieler einmal einmal an der Reihe ist. Auch die eher ängstlichen Spieler können sich in diese Rolle einfinden und freuen sich, dass die anderen sie dabei unterstützen.

Geduld zahlt sich aus!

Eine Mannschaft besteht aus vielen Spielern: unterschiedliche Typen und Charaktere! Schon bei den Jüngsten fällt auf, dass manche gerne im Mittelpunkt stehen und andere sich lieber zurückhalten. Bei der Schüchternheit spielen nicht nur die Umweltfaktoren, die Erziehung und das Umfeld eine Rolle, sondern auch die Gene. Je nach Veranlagung sind Spieler entweder mutig und neugierig oder anhänglich und vorsichtig. Jeder Spieler ist individuell zu behandeln und darf nicht in eine bestimmte Rolle 'gedrückt' werden. Der Trainer schafft mit viel Geduld ein Umfeld, in dem sich alle Spieler wohlfühlen. So entwickelt sich eine Mannschaft, die zusammenhält – in der jeder Einzelne respektiert wird und sich optimal entfalten kann.

Weitere Tipps und Informationen zur Betreuung junger Spieler sind unter 'Themenverwandte Links' zusammengestellt.