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Best Practice-Beispiel Ehrenamt: "Dem Verein etwas zurückgeben"

Die SG Oberliederbach spielt seit sieben Jahren in der Verbandsliga Mitte Hessen. Die regionale Online-Plattform Mittelkreis.de unterhielt sich mit Tobias Merz, dem sportlichen Leiter der SG Oberliederbach, über Herausforderungen im Amateursport, die Unterstützung regionaler Unternehmen und die Beweggründe für ehrenamtliches Engagement.

Frage: Herr Merz, Ihr Verein spielt seit sieben Jahren in der Verbandsliga Mitte in Hessen. Was sind die Erfolgsfaktoren für Vereine, um nachhaltig gute Leistungen erbringen zu können?

Tobias Merz: Ich halte es für unglaublich wichtig, bei der Zusammenstellung einer Seniorenmannschaft darauf zu achten, dass neben der sportlichen Qualität der Spieler auch immer ein Wille bei ihnen zu verspüren ist, sich positiv in eine Gemeinschaft beziehungsweise aktiv in das Vereinsleben einzubringen. Aus Sicht des Vereins ist es natürlich ebenso unerlässlich, ausreichend engagierte Menschen als Helfer für das Drumherum zur Verfügung zu haben.

Frage: Das heißt Mitglieder für ehrenamtliche Tätigkeiten zu gewinnen ist ein zentrales Problem?

Merz: Genau, ehrenamtliche Helfer zu finden, das ist wahrscheinlich in der heutigen Zeit die größte Schwierigkeit für Vereine. Ich denke mal, dass wir bei der SG Oberliederbach hier in den letzten 15 Jahren bei Spielerverpflichtungen oftmals ein glückliches Händchen hatten und so doch einige Spieler nach dem Ende ihrer aktiven Laufbahn der SGO in irgendeiner Form erhalten blieben. Wer in einem Verein eine schöne Zeit erleben durfte, ist oft auch bereit, diesem Verein etwas zurückzugeben.

Frage: Wie bringen Sie dann die Leute dazu, sich in ihrer Freizeit für den Verein zu engagieren?

Merz: Wir versuchen, die verschiedenen Aufgabengebiete in der Vereinsarbeit so zu verteilen, dass es bei keiner Person zu Überlastungen kommt. Klar gibt es aber auch bei uns Stoßzeiten in der Vereinsarbeit, und manchmal sind zum Beispiel alleine die Verwaltungsaufgaben von den Verantwortlichen ohne zusätzliche Unterstützung fast schon nicht mehr zu erfüllen. Gegenseitige Unterstützung ist sowieso unerlässlich, z.B. haben wir alle ein wachsames Auge, wenn es seitens regionaler Unternehmen Fördermöglichkeiten für Vereine gibt. Aktuell ist die SGO zwar mit einem absolut fähigen Vorstand gesegnet, aber man darf auch hierbei nicht übersehen, dass einige der Vorstandsmitglieder schon mehrere Jahrzehnte einen Großteil ihrer Freizeit für den Verein opfern. Es ist an der Zeit, dass weitere Menschen, die der SGO wohlgesonnen sind und ein Interesse am Fortbestand des Vereins haben, in die aktive Mitarbeit nachrücken!

Frage: Welche Bedeutung hat das Engagement regionaler Unternehmen im Amateurfußball?

Merz: Ich denke, ohne das Engagement regionaler Unternehmen gäbe es einige Vereine schon nicht mehr. Der Werbeeffekt für Unternehmen in Amateurvereinen ist auf den ersten Blick wahrscheinlich gar nicht messbar, deshalb ist es für ein Unternehmen wahrscheinlich umso wichtiger, sich in einem Verein zu engagieren, in dem noch „Leben in der Bude“ ist, wo Ereignisse passieren, über die man in der Umgebung positiv berichtet. Aktuell läuft zum Beispiel mit der Mainova-Trikotaktion eine Förderung eines regionalen Unternehmens, bei der wir auch schon einmal gewonnen haben. Solche Aktionen können Vereine sicherlich ein großes Stück entlasten bzw. unterstützen, denn Trikots werden in einem Fußballverein immer gebraucht. Das auf diese Weise gesparte Geld kann dann für anderweitige sinnvolle Anschaffungen verwendet werden. Wir bewerben uns natürlich auch in diesem Jahr wieder!

Frage: Was hat Sie dazu bewegt sich ehrenamtlich zu engagieren?

Merz: Ich habe bereits angedeutet, dass es für mich keine Frage war, nach Ende meiner Zeit als aktiver Fußballer, einem Verein etwas zurückzugeben. Bei der SGO hatte ich in Summe letztlich meine schönsten Seniorenjahre (die anderen Vereine, bei denen ich spielte, mögen mir an dieser Stelle verzeihen) und habe unendlich viele tolle Menschen kennenlernen dürfen. Die SGO ist ein toller Verein, und vielleicht kann ich mit meinem Engagement auch ein Stück dazu beitragen, dass man dies auch in zehn Jahren noch behaupten wird.

Quelle: mittelkreis.de