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Amateurstatistiken

Fußball bringt Selbstsicherheit fürs Leben

Persönlichkeiten kommen in allen Lebenssituationen besser zurecht und sind wichtige Stützpfeiler von Gemeinschaften. Welcher Trainer wünscht sich keine Persönlichkeit, die auf dem Platz voranmarschiert. Spieler, die selbstsicher sind, geben der Mannschaft Halt! Ein selbstbewusstes, aber stets bescheidenes Auftreten ist dabei nicht nur im Fußball hilfreich. Es dient auch dazu, sich im Berufsleben gut zurechtzufinden und die Gesellschaft zu prägen! Eine zielführende Anleitung im Fußballteam ist für die Kinder und Jugendlichen somit auch eine hervorragende Schule fürs Leben!

Der Fußball beinhaltet zahlreiche Situationen, in denen der Trainer seine Schützlinge in die Lage versetzen kann, nach vorne zu treten und Verantwortung zu übernehmen. Auch in der Schule kommt es regelmäßig zu solchen Situationen. Und spätestens, wenn ein Jugendlicher zum ersten Mal zu einem Bewerbungsgespräch antreten muss, ist es vorbei mit dem Plan, sich dauerhaft in der Gruppe verstecken zu wollen.

Es gilt, solche Situationen regelmäßig zu üben, um sie routiniert zu bestehen. Und hierzu hat der Trainer umfangreiche Möglichkeiten. Nachstehend stellen wir einige davon vor und erläutern, wie sie bestmöglich einzusetzen sind.

Die Spieler sollen lernen, auf dem Platz intensiv zu kommunizieren. Spieler, die hier Stärken haben, entwickeln sich so immer mehr zum 'Leitwolf'. Der Trainer kann diesen wichtigen Prozess fördern:

  • Im Training und im Spiel immer wieder darauf einwirken, dass sich die Spieler gegenseitig ansprechen und aktiv kommunizieren.
  • Aktionen auf dem Platz regelmäßig durch Kommandos unterstützen! Beispiel: Der Passgeber fügt seinem Abspiel eine klare Handlungsaufforderung hinzu ("Dreh!" oder "Klatsch!").
  • Vor und/oder nach jedem Abspiel müssen die Passempfänger und Passgeber regelmäßig den Namen des jeweils anderen rufen und das Zuspiel darüber hinaus sogar mit einem klaren Kommando fordern ("In den Fuß!" oder "In den Lauf!").
  • Die Spieler sollen jede Aktion eines Mitspielers mit einem unterstützenden Kommentar untermauern ("Sehr gutes Zuspiel!" oder "Zieh ab, du hast so einen guten Schuss!")

Der Trainer kann die Kommunikation seiner Spieler auch dadurch unterstützen, dass er sich selbst etwas zurücknimmt. Nur wenn er nicht jede Aktion seiner Spieler auf dem Platz kommentiert, versetzt er sie in die Lage, 'Raum' für eigenes Coaching zu haben.

Bei der Führung eines Fußballteams gilt es, den Spielern nicht alle Aufgaben abzunehmen, sondern sie altersgemäß auch selbstständig mit in die Verantwortung zu nehmen. Dies gelingt unter anderem mit den folgenden Maßnahmen:

  • Projektgruppen bilden, in denen die Spieler eigenverantwortlich Aufgaben rund ums Team übernehmen und regeln können (z. B. Materialpflege, Werbung für Spiele, soziale Projekte usw.).
  • Einrichtung eines regelmäßigen Organisationstreffens, bei dem immer andere Spieler aus den jeweiligen Gruppen den anderen über die laufenden Maßnahmen berichten.
  • Gemeinsame Entwicklung weiterer Ideen rund ums Team: Vorstellung von Ergebnissen eines Brainstormings (als Einzel- oder Gruppenaufgabe) vor dem Team.

Neben organisatorischen Aufgabenstellungen können sich die Spieler auch in inhaltlichen Fragestellungen einbringen:

  • Theoretisches Erarbeiten verschiedener taktischer Inhalte in Form von Einzel- und Gruppenreferaten (z. B. 'Verteidigerverhalten beim Doppeln eines gegnerischen Ballbesitzers', 'Spiel mit Viererkette', 'Angriffsspielzüge durch das Zentrum oder über den Flügel' usw.).
  • Moderation einer anschließenden Inhaltsdiskussion

Die Spieler lernen, vor einer Gruppe zu sprechen und – noch viel wichtiger – sich gegenseitig zuzuhören. Im Anschluss geben sich die Spieler gegenseitig Resonanz auf die vorgetragenen Inhalte und starten in eine gleichberechtigte Diskussion.

Der Trainer kann die Spieler auch in Form eines Rollentausches sowie durch das Stellen weiterer Aufgaben in Situationen bringen, nach vorne zu treten:

  • Simulation von bzw. Einbindung in Konfliktsituationen (z. B. Führen von Einzelgesprächen durch Spieler)
  • Leiten von Teambesprechungen
  • Aufstellung und Coaching
  • Übernahme von Teilen des Trainings (z. B. Warmlaufen, Dehnen)
  • Übernahme von Patenschaften für jüngere Mannschaften
  • Übernahme des Traineramtes in jüngeren Teams

Auch bei weiteren Anlässen können die Spieler im Mannschafts- und Vereinsrahmen sowie sogar darüber hinaus öffentlich auftreten:

  • Geburtstagsständchen in der Kabine
  • Lied singen oder Gedicht vortragen als 'Strafaufgabe'
  • Gedichte oder Vorträge auf Vereinsfeierlichkeiten (z. B. Nikolausfeier, Stellen eines Nikolaus' für jüngere Teams)
  • Dankesreden am Mikrofon während der Siegerehrung nach Turnierteilnahmen

Jedes Mal, wenn ein Spieler vor der Gruppe spricht, trainiert er sein Auftreten. Seine Äußerungen und seine Außendarstellung wirkt im Mannschaftsrahmen. Läuft alles optimal, erhält er hierauf unmittelbar eine sachliche Resonanz. Diese gilt es, gezielt zu analysieren und zu reflektieren. Lässt der Jugendliche die gewonnenen Erkenntnisse beim nächsten Mal einfließen, so entwickelt er seine Persönlichkeit, was für ihn nicht nur im Fußballteam sondern, wie bereits erwähnt, in vielen Lebenslagen von großer Bedeutung ist.

Der Trainer muss darauf achten, dass alle Äußerungen vor dem Team auch von allen Beteiligten ernstgenommen werden und keiner von der Gruppe für seine Ansichten 'runtergeputzt' wird. Wenn jeder die faire Chance sowohl einer positiven als auch einer sachlich geäußerten negativen Resonanz erhält, wird das Team schnell zu einem wichtigen Erprobungsfeld und Schule fürs Leben!

Gut vorbereitet ins Vorstellungsgespräch

Irgendwann wird es für die Jugendlichen ernst: Dann stehen der Übergang ins Berufsleben und das erste Vorstellungsgespräch in einem Unternehmen an. Nach zahlreichen Erprobungen im Team kann der Trainer seinen Schützlingen auch hierfür noch ein paar Materialien mit auf den Weg geben. Die Bundesagentur für Arbeit unterhält zur Förderung eines qualifizierten Bewerbungstrainings die Internetseite planet-beruf.de. Hier stellen sie Bewerbern unter anderem auch wertvolle Verhaltenstipps für das erste Vorstellungsgespräch zur Verfügung. Spieler, die die hier genannten Prinzipien stetig beherzigen, strahlen auch auf dem Platz eine wesentlich größere Selbstsicherheit aus. Und von der profitiert schlussendlich das gesamte Team!