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Hamburger SV: Der Favorit

Der Hamburger SV ging erneut mit hohen Erwartungen in die Saison. Mit dem qualitativ besten Kader und einem neuen Trainer – Daniel Thioune – soll der Aufstieg gelingen. Der HSV zeichnet sich durch seine Offensivstärke aus, derzeit aber auch durch unkonstante Leistungen. Trotzdem mischen sie im Aufstiegsrennen mit und sind der Favorit auf die begehrten Plätze.

Wiederaufstieg schwerer als erwartet

Nach dem Abstieg des Hamburger SV in der Saison 2017/18 aus dem Bundesliga-Oberhaus versprachen sich Vereinsverantwortliche und Fans den sofortigen Wiederaufstieg. Es sollte nur ein Ausrutscher sein, doch es entpuppte sich im Nachhinein als deutlich schwierigere Mission. In den ersten beiden Spielzeiten wurde der HSV jeweils Vierter. Und auch in dieser Spielzeit sind sie ganz oben mit dabei, haben jedoch mit dem VfL 1848 Bochum, dem SV Holstein Kiel und der SpVgg Greuther Fürth starke Konkurrenten, die ebenfalls auf die oberen Plätze schielen.

Neuausrichtung

Nachdem der erfahrene Dieter Hecking die Hamburger nicht zum erwarteten Aufstieg führen konnte, vertraute man in dieser Saison mit Daniel Thioune auf einen weniger erfahrenen, der bis dahin seinen Weg beim VfL Osnabrück vom Nachwuchs- zum Profitrainer machte. Damit änderte Sportdirektor Jonas Boldt den Kurs und setzte mehr auf Entwicklung. Der Kader konnte größtenteils zusammengehalten und sogar noch punktuell mit hoher Qualität ergänzt werden. Sinnbildlich dafür steht die Verpflichtung von Zweitliga-Top-Torjäger Simon Terodde.

Berg- und Talfahrt

Cheftrainer Daniel Thioune startete mit fünf Siegen erwartungsgemäß in die Saison und musste danach einige Rückschläge mit seinem Team einstecken. Danach stabilisierten sie sich, mussten und müssen dennoch immer wieder nicht einkalkulierte Punktverluste hinnehmen. Und das ist letztlich der Grund für einen engen Kampf um die vorderen Plätze. Von der Grundordnung haben sich die Hamburger nach viel Probieren nun weitestgehend im 4-3-3 festgespielt, wenn auch Thioune vereinzelt gegnerbedingte Anpassungen vornimmt.

Variables Positionsspiel

Aufgrund einer dominanten Spielweise und meist tiefstehender Gegner agieren die Hanseaten im Positionsspiel mit hoch positionierten Außenverteidigern. Diese erhalten oftmals Unterstützung von einem zentralen Mittelfeldspieler, z. B. dem Sechser, der sich im Verlauf des Angriffs nach außen fallen lässt. So wird eine Seite überladen. Durch das Hochschieben der Außenverteidiger rücken die Flügelspieler ein und agieren abgestimmt mit den Achtern im Halbraum. Auf diesen Positionen sind sie dann mit technisch starken und kreativen Spieler gespickt, die unter Druck Lösungen finden und so torgefährliche Szenen schaffen.

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Durch das Fallenlassen nach außen des zentralen Sechsers (6) schiebt der ballnahe Außenverteidiger (2) hoch und der Außenspieler (7) in den Halbraum. So ergibt sich ein Überladen auf der jeweiligen Seite, was das Kombinationsspiel und das Durchbrechen im letzten Drittel erleichtert.

Prunkstück Offensive

Der HSV hat die gefährlichste Offensive der 2. Bundesliga. Das spiegelt sich vor allem in den Zahlen der erzielten Treffer wider. Mit 48 Treffern erzielten sie die meisten Treffer der Liga. Und auch bei der Anzahl erspielter Topchancen liegen sie bis dato mit einem Wert von 2,7 nur hinter dem SV Holstein Kiel (4,0 pro Spiel).

Schnelle Kombinationen über Außen und Boxbesetzung

Ein taktisches Muster des HSV besteht darin, eine Seite zu überladen. Über schnelles Dreiecksspiel in Verbindung mit direkten Kombinationen und Läufen in die Tiefe gelingt es dem Team häufig, sich außen durchzuspielen und dann eine weitere Stärke ins Spiel zu bringen – die Boxbesetzung. Dort haben sie mit Terodde den Zielspieler und Torjäger der Liga schlechthin. Er hat insbesondere bei Flanken mit seinem direkten Abschluss, egal ob mit dem Fuß oder per Kopf, eine „Waffe“ im Repertoire. Daher bindet er oft mehrere Gegenspieler, was wiederum Chancen für seine Mitspieler eröffnet. Bei Durchbrüchen bis zur Grundlinie nutzen sie den Rückraum, um zu Torchancen zu kommen.

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Leibold, Kittel und Dudziak kombinieren im engen Raum am Flügel (3 gegen 2). Kittel und Dudziak laufen nach ihren Pässen jeweils in die Tiefe.

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Leibold passt in den Rücken der Verteidiger in den Lauf von Dudziak.

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Im Strafraum binden Terodde und Vagnoman jeweils ihre Gegenspieler, wodurch Jatta am zweiten Pfosten völlig freisteht. Dudziak erkennt die Situation und flankt zu Jatta.

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Jatta verwertet freistehend ins Tor.

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Kinsombi passt nach außen zu Kittel. Terodde läuft in den Strafraum.

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Trotz Unterzahl im Strafraum und der Doppelbewachung von Terodde flankt Kittel in den Strafraum.

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Terodde setzt sich geschickt vor den Gegenspieler und verwertet die Flanke direkt ins Tor.

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Außenverteidiger Gyamerah dribbelt ins Zentrum.

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Gyamerah passt zu Kinsombi. Mit dem Pass setzt sich Kittel in den Rücken der Abwehr ab.

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Kinsombi chippt den Ball in den Lauf von Kittel und läuft im Anschluss in den Strafraum.

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Kittel ist bis zur Grundlinie durchgebrochen und sieht den freistehenden Kinsombi im Rückraum. Dieser kann das Zuspiel per Direktabnahme in die ballferne Ecke verwerten.

Wer sich für mehr taktische Inhalte aus dem Profibereich interessiert, für den haben wir unter "Themenverwandte Links" zahlreiche weitere Taktikanalysen aus den höchsten deutschen Spielklassen angehängt.

Autor: Thomas Stillitano / Philippka