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Mentalität – Richtlinien für die Motivation

Siege und Niederlagen werden häufig der Mentalität zugeschrieben. Die Mannschaft sei voll dagewesen oder eben nicht, lautet es häufig in Interviews nach dem Spiel. Doch wie gelingt es dem/der Trainer*in, sie langfristig zu entwickeln und die Spieler kurzfristig auf den Punkt motiviert ins Spiel zu schicken.

Entwicklung der (Gewinner-)Mentalität ist ein Prozess

Die gute Nachricht für jeden Trainer: (Gewinner-)Mentalität lässt sich entwickeln. Dabei geht es darum, den Spieler*innen Möglichkeiten aufzuzeigen, in jeder Situation positiv aufzutreten, mit Stress umzugehen, Niederlagen wegzustecken und immer weiter an sich zu glauben. Im Idealfall kommt dieser Antrieb aus dem Inneren, von der sogenannten intrinsischen Motivation. Extrinsische Motivation dagegen kommt von außen und ist zumindest für jüngere Spieler noch von größerer Bedeutung, denn in jungen Jahren sind es zunächst der Trainer oder nahestehende Personen, für die es sich lohnt, alles zu geben.

Motivation vor dem Spiel

Doch neben diesem Entwicklungsprozess, der eine dauerhafte Auswirkung hat, gibt es Möglichkeiten, den Spieler*innen kurzfristig – vor dem Spiel – einen Motivationsschub zu geben. Die Ansprache vor dem Spiel kann sowohl in negativer als auch positiver Hinsicht Einfluss auf den Wettkampf haben. Die richtigen Worte zu finden, ist dabei nicht immer einfach und abhängig von vielen Faktoren wie z. B. dem Gegner, der Kadersituation, dem vorherigen Spiel usw.

Dabei haben die Gestik und Mimik unterbewusst Einfluss auf die Spieler. Sie spüren, wenn ihr Coach unsicher und ängstlich oder hingegen hochmotiviert und überzeugt ist. Dementsprechend ist es wichtig, sich auf die Ansprache vorzubereiten, indem man sich die aktuelle Situation vor Augen führt und aus ihr alle Maßnahmen bzw. Inhalte abgeleitet werden. Die Krux: Solche Ansprachen müssen dosiert eingesetzt werden, da sie sich ansonsten abnutzen. Deswegen ist es wichtig, besondere Umstände und Konstellationen zu nutzen, um sein Team vor dem Spiel anzustacheln und die letzten Prozente herauszukitzeln.

Kabinenansprache: Informieren und motivieren

Übermotivation

Es gibt einen Zusammenhang zwischen der Leistungsfähigkeit und dem Erregungslevel. Maximale Leistung ist dann möglich, wenn die Erregung auf einem mittleren Niveau ist. Ein zu geringes oder auch ein zu hohes Motivationslevel wirkt sich jeweils negativ aus. Deswegen ist es wichtig, das Motivationslevel auf einen Stand zu bringen, der Höchstleistungen ermöglicht. Es gilt: Weniger ist manchmal mehr!

Individualität beachten

Darüber hinaus ist es von Bedeutung, dass der Bereich der maximalen Leistungsfähigkeit je nach Spielerpersönlichkeit individuell sehr unterschiedlich sein kann. Zudem erreicht jeder auf anderen Wegen seine Motivation. Der eine benötigt Ruhe und kann sich alleine pushen, andere wiederum benötigen den Trainer als externen Faktor. Der Coach muss seine Spieler kennen(lernen) und entsprechend individuell auf sie eingehen. So erreicht er möglichst viele Spieler und "holt sie ab".

Hat eine Mannschaft mit argen Verletzungssorgen zu kämpfen, hat der Trainer die Aufgabe, das Negative beiseite zu schieben. Selbstmitleid und Trübsalblasen haben vor dem Spiel keinen Platz! Stattdessen hilft es, eine "Jetzt-erst-recht-Mentalität" zu beschwören. In solchen vermeintlich schwierigen Situationen muss das Team noch enger zusammenrücken und das Wir-Gefühl in den Mittelpunkt stellen.

Besondere Ereignisse für jeden Fußballer sind Derbys. Dieses spezielle Flair – z. B. die Zuschauer und die häufigen Sticheleien vorab – birgen Chancen wie Risiken. Auf der einen Seite bieten sie viel Futter für eine motivierende Ansprache und schaffen ein bereits hohes Maß an Eigenmotivation, auf der anderen Seite besteht die Gefahr der Übermotivation. Ein schmaler Grad, bei dem der Trainer einiges an Fingerspitzengefühl benötigt.

David-gegen-Goliath-Duelle sind ebenfalls eine Möglichkeit, den Teamgeist und die Leidenschaft zum gemeinsamen Kämpfen zu beschwören. Eine schier unlösbare Aufgabe, bei der die Mannschaft über sich hinauswächst und das Unmögliche möglich macht, steht bevor! Ein Problem hierbei: Gerät man früh in Rückstand, verpufft der motivationale Aspekt recht schnell.